REO Speedwagon

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Dieser Artikel befasst sich mit der US-amerikanischen Rockband. Für den Lastkraftwagen siehe REO Speed Wagon.
REO Speedwagon
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hard Rock
Gründung 1968
Website www.speedwagon.com
Aktuelle Besetzung
Neil Doughty
Kevin Cronin
Bass, Gesang
Bruce Hall
Gitarre, Banjo, Dobro, Gesang
Dave Amato
Bryan Hitt

REO Speedwagon ist eine amerikanische Rockband, die insbesondere in den 1980ern Erfolge zu verzeichnen hatte. Bekannt sind vor allem ihre beiden Nummer-1-Hits Keep On Loving You und Can’t Fight This Feeling. Weitere Hits der Band waren z. B. Ridin’ the Storm Out, Take It on the Run, Roll with the Changes und Time for Me to Fly. REO Speedwagon gehört zu den bekanntesten Vertretern des Adult Oriented Rock (AOR).

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name der Band leitet sich von der Bezeichnung eines Lastkraftwagens des Automobilherstellers REO ab, REO Speed Wagon. Keyboarder Neal Doughty hatte den Bandnamen vorgeschlagen; er hatte während seines Ingenieurstudiums in Illinois von dem Fahrzeug gehört.

Geschichte[Bearbeiten]

REO Speedwagon wurde 1968 von Doughty und dem Drummer Alan Gratzer gegründet. Sie spielten in Studentenkneipen Stücke von anderen Bands. Die Besetzung wechselte oft, bis schließlich Gitarrist Gary Richrath permanentes Bandmitglied wurde; er war ein begabter Songschreiber.

Die Band wurde in ihrer Heimatstadt Champaign in Illinois und der Umgebung schnell zu einem bekannten und beliebten Bühnenact. Nachdem Bars und Kneipen für die Konzerte zu klein wurden, beschlossen die Mitglieder, professionelle Musiker zu werden. Sie nahmen erste Demotapes auf und bewarben sich bei Plattenfirmen. Schließlich nahm Epic Records die Band unter Vertrag.

1971 spielten sie ihr erstes Album REO Speedwagon ein. Neben Doughty, Gratzer und Richrath nahmen Gregg Philbin (Bass) und Terry Luttrell (Gesang) an der Aufnahme teil. 157 Riverside Avenue ist das bekannteste Stück des Albums und wird auch heute noch regelmäßig live gespielt. Inzwischen ist auch das Erstlingswerk der Band, zusammen mit dem Album REO/TWO (1972) auf einer Doppel-CD erschienen, dennoch stellt es weiterhin ein Sammlerstück dar. Das Debütalbum ist der einzige Tonträger der Band, bei dem alle Kompositionen von allen Bandmitgliedern gemeinsam stammen.

Auf dem zweiten Album REO/TWO (1972) spielte Kevin Cronin (Gitarre, Gesang) anstelle von Luttrell, wurde danach aber selbst durch Mike Murphy ersetzt. Das dritte Album war Ridin’ the Storm Out. Murphy blieb für zwei weitere Alben, bis 1976 Cronin zur Band zurückkehrte.

Das Live-Album You Get What You Play For aus dem Jahr 1977 wurde REO Speedwagons erster Verkaufserfolg.

1978 erschien You Can Tune a Piano But You Can’t Tuna Fish mit Bruce Hall anstelle von Gregg Philbin. Aus dem Album wurde mit Roll with the Changes der erste Top-40-Hit der Band ausgekoppelt. 1981 stieg das Album Hi Infidelity an die Spitze der Charts, das mehrere Single-Hits lieferte. Die nächsten Alben, Good Trouble und Wheels Are Turnin, verkauften sich ebenfalls gut.

Ende der 1980er begann jedoch der Erfolg nachzulassen. Die Besetzung änderte sich wieder häufiger. Alan Gratzer und Gary Richrath verließen Mitte der 1990er die Band. Besonders Richraths Ausstieg war ein herber Verlust für die Band, schrieb er doch neben Kevin Cronin die meisten Songs. Während Richrath eine Solokarriere mit einer nach ihm benannten Band startete, zog sich Gratzer von der aktiven Musik zurück und eröffnete ein Restaurant namens „Mona Lisa“ in Santa Barbara (Kalifornien).

Auch nach der Jahrtausendwende ist REO Speedwagon noch auf Tour, wobei sie gelegentlich mit anderen Rockveteranen wie Foreigner, Styx, Journey und Fleetwood Mac auftreten.

Fast zehn Jahre nach Erscheinen des letzten Studioalbums veröffentlichte die Band im Frühjahr 2007 ein neues Album mit dem Titel Find Your Own Way Home.

Diskografie[Bearbeiten]

→ Hauptartikel: REO Speedwagon/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1971: R E O Speedwagon
  • 1972: R.E.O./T.W.O.
  • 1973: Ridin' the Storm Out
  • 1974: Lost in a Dream
  • 1975: This Time We Mean It
  • 1976: R.E.O.
  • 1978: You Can Tune a Piano, But You Can’t Tuna Fish
  • 1979: Nine Lives
  • 1980: Hi Infidelity
  • 1982: Good Trouble
  • 1984: Wheels Are Turnin’
  • 1987: Life as We Know It
  • 1990: The Earth, a Small Man, His Dog and a Chicken
  • 1996: Building the Bridge
  • 2007: Find Your Own Way Home
  • 2009: Not So Silent Night: Christmas with REO Speedwagon

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 562–565 – ISBN 0-312-02573-4

Weblinks[Bearbeiten]