RSC Cronenberg

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RSC Cronenberg
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Basisdaten
Name RSC Cronenberg e. V.
Sitz Wuppertal-Cronenberg
Gründung 7. August 1954
Farben grün-weiß
Präsident Peter Stroucken
Website www.rsc-cronenberg.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Jordi Molet (Herren)
Michael Witt (Frauen)
Spielstätte Alfred-Henckels-Halle
Plätze ca. 700
Liga Bundesliga
2017/18 7. Platz (Männer)
5. Platz (Frauen)
Heim
Auswärts

Der RSC Cronenberg (offiziell: Rollschuh-Club Cronenberg e. V.) ist ein Sportverein aus Wuppertal-Cronenberg, der die Abteilungen Rollhockey und Rollkunstlauf anbietet. Im Rollhockey gehören sowohl die Männer als auch die Frauen zu den besten Mannschaften Deutschlands. In der offiziellen Club-Weltrangliste belegt der RSC derzeit Platz 194 und ist damit die siebtbestplatzierte deutsche Mannschaft.[1]

Die Alfred Henckels-Halle in der Ringstraße

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der lange Weg in die Eigenständigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. August 1954 wurde der RSC Cronenberg im Wuppertaler Süden gegründet, indem man sich vom Cronenberger SC, einem Multi-Sportclub aus Wuppertal, loslöste, um endlich selbstständig zu sein. Zu dem Zeitpunkt gab es schon seit etwa 20 Jahren einen Rollhockeyclub in Cronenberg, den Cronenberger TG (CTG). Unter den Gründungsmitgliedern war Alfred Henckels, der der Alfred-Henckels-Halle ihren Namen gab. Schon im ersten Jahr waren etwa 110 Kunstläufer im Club.

Die rasante und sehr positive Entwicklung wurde größtenteils durch Henckels ermöglicht. Er war bereits mit 18 Jahren Gründungsmitglied des Elberfelder Roll- und Eislaufvereins. Seine ersten Erfolge und Erfahrungen sammelte er jedoch lange vor der Gründung des RSC beim Eis- und Rollsportverein Remscheid, wechselte dann 1932 zum CTG.

1955 folgten erste Auseinandersetzungen mit dem Rollhockey-Verband, da dieser die schräge Spielfläche des Lenzhauser Schulhofes nicht als Spielfeld anerkannte. Somit wurde 1957 eine eigene Bahn gebaut, später folgten noch Kabinen, Duschen und Toiletten. Durch den Bau dieser Bahn bekam der RSC innerhalb einer Nacht über 20 neue jugendliche Mitglieder.

1963 qualifizierte sich die Jugendmannschaft erstmals für die Deutsche Meisterschaft. Henckels reagierte darauf und kaufte seinem Team besseres Spielmaterial. Der RSC wurde Dritter. Schon gab es weitere Pläne: Eine Flutlichtanlage wurde gebaut, 1972 folgte eine Überdachung.

Seit 1962 ging es dann auch mit der 1. Mannschaft aufwärts. Mit Trainer Siegfried Siebel gelang der Aufstieg in die Oberliga, drei Jahre später der Wiederaufstieg. Von nun an setzte man sich die Rollhockey-Bundesliga als Ziel. Das erreichte man 1972 am 5. November um 12:18 Uhr. Das Team um Gerd Richter, Ulrich Freund, Ulrich Bielau, Horst Henckels, Dietmar Schwieren, Manfred Koppe, Peter Stroucken und Jörg Dombeck wurde von über 700 Zuschauern gefeiert. Das Jahr zählte auch zu den insgesamt erfolgreichsten der Geschichte: Die zweite Mannschaft stieg in die Oberliga auf, die Junioren wurden Deutscher Meister, Gaby Nießen wurde Stadt- und Landesmeisterin im Kunstlauf.

Erstmals Deutscher Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Wiederaufstieg 1974 blieb man bis heute im Oberhaus. Den Anfang der Cronenberger Erfolgsstory kann man im Jahr 1980 sehen, als die erste Deutsche Meisterschaft gewonnen wurde. Damals besiegte das Team um Schwieder, Oberst, Kühn, Gillesen, Furmanek, Bienefeld, Peter Kühn, Peter Renner, Treml, Klaus Rupsch und Dirk Haupt in einem sehenswerten Spiel den RSC Darmstadt mit 6:1. Seither konnten insgesamt zwölf weitere Meistertitel gewonnen und neun Pokalsiege gefeiert werden. Seit 1996 vergingen lediglich sechs Saisons (2000, 2004, 2009, 2013, 2014 und 2016) ohne einen Titelgewinn.

Die zahlreichen nationalen Meisterschaften und Pokalsiege sowie die internationale Auftritte in der Champions League finden in der Stadt großen Anklang. 2010 beispielsweise wurde der Verein als Wuppertaler Verein des Jahres ausgezeichnet, im selbigen Jahr erhielt Trainer Steup die Auszeichnung Wuppertals Trainer des Jahres.[2]

Im August 2012 rückte der RSC Cronenberg in der offiziellen Club-Weltrangliste erstmals auf 63 vor, im Dezember 2013 wurde er auf Rang 25 gelistet und war damit der bestplatzierte deutsche Club. Die ERG Iserlohn folgte auf Rang 54, Germania Herringen auf Platz 68 und die IGR Remscheid auf Platz 83. Führend sind südeuropäische Mannschaften.[1]

Der RSC zeichnet sich weiterhin durch etliche Erfolge in jeglichen Jugend-Altersklassen aus. Allein im Jahr 2017 konnten die Cronenberger Jugendteams fünf von möglichen sechs Deutschen Meistertiteln gewinnen. Dies macht sich in der Bundesliga bemerkbar; in der Herren-Mannschaft kommen aktuell sechs Spieler zum Einsatz, die 20 Jahre alt oder jünger sind.

Herren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der ersten Mannschaft in der Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Trikotnummer Nationalität
Torwart
Leon Geisler 1 Deutscher
Eric Soriano Lopez 10 Spanier
Fynn Hilbertz 95 Deutscher
Feldspieler
Laurenz Felsch 3 Deutscher
Friedemann Dworzak 5 Deutscher
Marco Bernadowitz 7 Deutscher
Jordi Molet 8 Spanier
Otto Platz Iglesias 11 Spanier
Benjamin Nusch 15 Deutscher
Kay Hövelmann 16 Deutscher
Sebastian Rath 18 Deutscher
Kai Riedel 19 Deutscher
Lucas Seidler 21 Deutscher
Niko Morovic 26 Deutscher
Mats Trimborn 66 Deutscher
Nadine Schlesinger Physiotherapeutin Deutscher
Sascha Schildberg Teammanager Deutscher
Tobias Rath Betreuer Deutscher
Ulrich Morovic Techniker Deutscher

Kader der ersten Mannschaft in der Saison 2012/13[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Trikotnummer Nationalität
Torwart
Sebastian Wilk 10 Deutscher
Ole Jötten 11 Deutscher
Feldspieler
Kay Hövelmann 16 Deutscher
Daniel Kutscha Deutscher
Pedro Fragoso Portugiese
Martin Schmahl 2 Deutscher
Marcel Mierscheidt 4 Deutscher
Marco Bernadowitz 7 Deutscher
Mark Wochnik 8 Deutscher
Thomas Niehaves 9 Deutscher
Jens Behrendt 13 Deutscher
Benjamin Nusch 15 Deutscher

Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sebastian Wilk
  • Mark Wochnik
  • Jens Behrendt
  • Kay Hövelmann
  • Thomas Niehaves
  • Pedro Fragoso (Portugal)

Wechsel zur Saison 2012/13[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgänge
  • Luis Coelho (Schweiz)
  • Jan Velte (Karriereende)
  • Thomas Haupt (Karriereende)
  • Thomas Niehaves (Karriereende)
Zugänge

Trainer- und Betreuerstab in der Saison 2014/15[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Funktion Nationalität
Marc Berenbeck Chef-Trainer Deutscher
Björn Siebel Teammanager Deutscher
Michael Lützenkirchen Betreuer Deutscher
Uli Morovic Betreuer Deutscher
Christoph Gekle Vereinsarzt Deutscher
Nadine Schlesinger Physiotherapeutin Deutscher

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutscher Rollhockeymeister: 1980, 1982, 1984, 1996, 1998, 2001, 2002, 2003, 2005, 2007, 2010, 2011, 2012
  • Deutscher Pokalsieger: 1990, 1992, 1997, 1999, 2001, 2002, 2006, 2008, 2010, 2015
  • Mehrfach Deutscher Junioren-, Jugend- und Schülermeister

Damen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der ersten Mannschaft in der Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Trikotnummer Nationalität
Torwart
Annika Gouder de Beauregard 1 Deutsche
Luca Spiecker 10 Deutsche
Feldspieler
Marie Tacke 2 Deutsche
Anna Kaub 3 Deutsche
Joana Spiecker 4 Deutsche
Lara Seidler 6 Deutsche
Denise Ducherow 7 Deutsche
Lea Seidler 8 Deutsche
Daniela Stoll 15 Deutsche
Nina Fichtner 19 Deutsche

Nationalspielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annika Gouder de Beauregard
  • Anna Kaub

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutscher Rollhockeymeister: 1999, 2000, 2002, 2003, 2004, 2005, 2007, 2008, 2010, 2011, 2012
  • Deutscher Pokalsieger: 1996, 1997, 2000, 2003, 2005, 2007, 2008, 2010
  • Deutscher Juniorinnen Meister 2009 und 2010, Zweimal Deutscher Juniorinnen Vizemeister

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b [1] Stand: 1. Februar 2018 (PDF)
  2. Ein Abend im Zeichen des RSC Cronenberg Wupperguide, Artikel vom 17. März 2011, abgerufen am 2. August 2012