RTL Group

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RTL Group SA

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Rechtsform Société Anonyme
ISIN LU0061462528
Gründung 30. Mai 1931 (als Compagnie Luxembourgeoise de Radiodiffusion)
5. Juli 2000 (Fusion CLT-UFA mit Pearson TV)
Sitz Luxemburg, LuxemburgLuxemburg Luxemburg
Leitung

Bert Habets, CEO

Mitarbeiterzahl

~9.263 (2016)[1]

Umsatz 6,237 Mrd. Euro (2016)[2]
Branche Medien
Website www.rtlgroup.com

Die RTL Group SA (abgeleitet aus Radio Télévision Luxembourg) ist mit 61 Fernseh- und 30 Radiosendern Europas größter Betreiber von werbefinanziertem Privatfernsehen und Privatradio. Hauptsitz des Konzerns ist die Stadt Luxemburg.

Die Gruppe gehört mehrheitlich zum Bertelsmann-Konzern.[3]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die RTL Group entstand am 5. Juli 2000 aus der Fusion der luxemburgisch-deutschen CLT-UFA mit der konkurrierenden britischen Pearson Television, womit der ehemalige Fernsehbereich der Mediengruppe Pearson von der neuen Gruppe übernommen wurde.

Nach der Fusion gehörten 37,04 Prozent der RTL-Group-Eigentumsanteile der Beteiligungsgesellschaft BW TV und Film Verwaltungs GmbH (BW-TV), die wiederum zu 80 Prozent von Bertelsmann und zu 20 Prozent von der WAZ Mediengruppe gehalten wurde. 2001 übernahm Bertelsmann durch einen Aktientausch mit der belgischen Groupe Bruxelles Lambert (GBL) einen weiteren Eigentumsanteil von 30 Prozent und sicherte sich dadurch die Aktienmehrheit.[4] 2002 folgte die Übernahme weiterer 22 Prozent von Pearson.[5]

2005 kaufte die Bertelsmann TV Beteiligungs GmbH (BTV), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Bertelsmann-Konzerns, alle Anteile der BW-TV. Dadurch wechselte der indirekte WAZ-Anteil von 7,41 Prozent für einen Kaufpreis von 550 Millionen Euro zum Bertelsmann-Konzern,[6] während der indirekte Bertelsmann-Anteil von 29,63 Prozent lediglich innerhalb des Konzerns verschoben wurde. Kurz darauf übertrug Bertelsmann auch seine direkt gehaltenen Eigentumsanteile in Höhe von 52,71 Prozent an die BTV, so dass diese Ende 2005 89,75 Prozent der RTL Group besaß.[7] BTV wurde später in Bertelsmann Capital Holding GmbH umfirmiert.[8]

2002 und 2007 unternahm Bertelsmann Versuche, die restlichen Aktien zu kaufen, um die RTL Group von der Börse zu nehmen und Verwaltungskosten einzusparen.[9][10] Diese Vorhaben scheiterten jedoch an unterschiedlichen Preisvorstellungen sowie an Unklarheiten der luxemburgischen Gesetzgebung.[11] Im April 2013 verkaufte Bertelsmann einen Teil seiner Aktien in Streubesitz und verringerte damit gegen einen Erlös von 1,4 Milliarden Euro seinen Eigentumsanteil von 92,3 Prozent auf 75,1 Prozent.[12]

Konzernstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigentümer der RTL Group[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigentümer der RTL Group S.A. Aktiengesellschaft sind mit Stand Juli 2018:[3]

  • Bertelsmann Capital Holding GmbH (75,1 %)
  • Streubesitz (24,1 %)
  • Eigenbesitz der RTL Group S.A. (0,79 %)

Beteiligungen der RTL Group[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Luxemburger Aktienunternehmen (S.A.) ist an folgenden Unternehmen beteiligt:

  • CLT-UFA Holding S.A. (100 %); hierüber beteiligt an:
    • RTL Group Verwaltungs und Holding GmbH (100 %)
  • CLT-UFA S.A. (99,72 %); hierüber Beteiligungen an:
    • RTL Group Germany S.A. (99,72 *)
    • RTL Disney Fernsehen GmbH & Co. KG (49,86 %*)
    • Radio Hamburg GmbH & Co. KG (29,12 %*)
    • RTL2 Fernsehen GmbH & Co. KG (27,22 %*)
  • AVE II Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG (99,7 %); hierüber beteiligt an:
    • Antenne Thüringen GmbH & Co. KG (14,96 %*)
  • Funkhaus Halle GmbH & Co. KG (61,2 %)
  • BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG (47,2 %); hierüber beteiligt an:
    • Sächsisches Gemeinschaftsprogramm GmbH & Co. KG (18,88 %*)
  • Mediengesellschaft Mittelstand Niedersachsen GmbH (23 %); hierüber beteiligt an:
    • Antenne Niedersachsen GmbH & Co. KG (1,61 %*)

* = Anteil bezogen auf die RTL Group S.A., gerundet

Alle zur RTL Group gehörenden Unternehmen betreiben zahlreiche Medienunternehmen, darunter die folgende Liste als Auswahl:

Fernsehsender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mediengruppe RTL Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Logo der Mediengruppe RTL Deutschland
Digitales Sendezentrum der Mediengruppe RTL Deutschland in den Kölner Rheinhallen
Verbreitung in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendegruppe RTL Deutschland plante den DVB-T-Ausstieg bis Anfang 2014. Laut den Informationen wurde beispielsweise im Großraum München das DVB-T-Angebot der angeschlossenen Sender im August 2013 beendet und auf Grund befristeter Verträge wäre die DVB-T-Ausstrahlung praktisch bis 2014 bundesweit eingestellt worden. Der Geschäftsführer von RTL Interactive begründete den Schritt unter anderem mit fehlender Planungssicherheit, da die digitalen Frequenzen insbesondere bei den Telekommunikationskonzernen sehr begehrt sind und das Bundeswirtschaftsministerium den Sendern die Nutzung der Frequenzen nicht langfristig zusichern will.[17] Mittlerweile wurden die Ausstiegspläne jedoch revidiert.[18] Zum 29. März 2017 wurde die Verbreitung über DVB-T eingestellt und sendet seitdem über DVB-T2HD.

Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belgien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • RTL 4 (Hilversum, 100 %, luxemburgisch-deutsche Lizenz)
  • RTL 5 (Hilversum, 100 %, luxemburgische Lizenz)
  • RTL 7 (Hilversum, 100 %, luxemburgische Lizenz)
  • RTL 8 (Hilversum, 100 %, luxemburgische Lizenz)
  • RTL 24 (der erste Fernsehkanal in den Niederlanden der nur über Handy empfangen werden kann)
  • RTL Lounge (luxemburgische Lizenz)
  • RTL Crime (Niederlande) (luxemburgische Lizenz)
  • RTL Telekids (luxemburgische Lizenz)

Luxemburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ungarn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit CBS Studios International betreibt die RTL Group in Asien das RTL CBS Asia Entertainment Network mit den englischsprachigen Sendern RTL CBS Entertainment und RTL CBS Extreme.[19]

Radio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Fernsehproduktion und Rechtehandel)

Zur RTL Group gehören zahlreiche Produktionsfirmen in Europa, Amerika und Australien. Dazu zählen unter anderem:[20]

Dazu kommt noch die Nachrichtenplattform ENEX (Luxemburg, 76,4 %).

Sendeanlagen der RTL Group[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendeanlagen im Langwellen-, Mittelwellen- und Ultrakurzwellenbereich werden von der Firma Broadcasting Center Europe betrieben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikinews: Kategorie: RTL Group – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RTL Group Full-year results 2016, S. 52, abgerufen am 25. März 2017. Berechnet aus 4.400 Mitarbeitern, die 47,5% der Gesamtzahl der fest angestellten Mitarbeiter entsprechen.
  2. RTL Group Full-year results 2016, S. 3, abgerufen am 25. März 2017.
  3. a b Shareholding Structure. In: RTL Group Internetseite. Abgerufen am 2. Juli 2018 (englisch).
  4. Bertelsmann mit neuem Aktionär und Mehrheit an RTL. In: Heise online. 5. Februar 2001, abgerufen am 4. Juli 2018.
  5. Bertelsmann: RTL im Visier. In: Manager Magazin. 9. Januar 2002, abgerufen am 4. Juli 2018.
  6. WAZ steigt aus: Bertelsmann kauft RTL-Anteile. In: Manager Magazin. 3. Juli 2005, abgerufen am 2. Juli 2018.
  7. Veränderungen von Beteiligungsverhältnissen bei den Fernsehveranstaltern der RTL Group S.A. In: Beschluss der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK). 13. Juni 2006, abgerufen am 2. Juli 2018.
  8. Bertelsmann/RTL Group S.A. Kurzportrait. In: Information der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK). April 2017, abgerufen am 2. Juli 2018.
  9. RTL Group zu 90 Prozent bei Bertelsmann. In: Neue Zürcher Zeitung. 20. März 2002, abgerufen am 4. Juli 2018.
  10. Übernahme: Bertelsmann will RTL endlich ganz. In: Spiegel Online. 4. Dezember 2007, abgerufen am 4. Juli 2018.
  11. Bertelsmann stoppt RTL-Übernahmepläne. In: Der Tagesspiegel. 21. Dezember 2007, abgerufen am 4. Juli 2018.
  12. Verkauf von RTL-Aktien: Bertelsmann nimmt 1,4 Milliarden Euro ein. In: Handelsblatt. 29. April 2013, abgerufen am 2. Juli 2018.
  13. RTL Hessen Programmfenster GmbH. In: Mediendatenbank. Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), abgerufen am 7. April 2018.
  14. RTL Nord GmbH. In: Mediendatenbank. Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), abgerufen am 7. April 2018.
  15. RTL West GmbH. In: Mediendatenbank. Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), abgerufen am 7. April 2018.
  16. CBC – Cologne Broadcasting Center GmbH – technisches Sendezentrum der RTL Deutschland Gruppe (Memento des Originals vom 18. September 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mediengruppe-rtl.de
  17. Petra Schwegler: RTL plant Ausstieg aus dem Antennenfernsehen. In: Werben und Verkaufen. 16. Januar 2013, abgerufen am 23. Mai 2015.
  18. RTL macht Rückzieher bei DVB-T-Ausstieg. T-Online, 4. Juni 2014, abgerufen am 23. Mai 2015.
  19. RTL Group, aufgerufen am 11. März 2014
  20. Über uns (Memento des Originals vom 7. Oktober 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/mediengruppe-rtl.de mediengruppe-rtl.de, abgerufen am 16. August 2015