RT (Fernsehsender)

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RT (ehemals Russia Today)
Senderlogo
Logo von RT
Allgemeine Informationen
Empfang: Kabel, Satellit, IPTV
Eigentümer: Rossija Sewodnja
Intendant: Alexei Nikolow (Generaldirektor),
Margarita Simonjan (Chefredakteurin)
Sendebeginn: 15. September 2005
Rechtsform: Privatrechtlich
Programmtyp: Spartenprogramm (Information)
Website: rt.com
Liste von Fernsehsendern

RT, ehemals Russia Today, ist ein seit dem Jahre 2005 existierender, vom russischen Staat finanzierter Auslandsfernsehsender mit nachrichtenorientiertem Programm mit Sitz in Moskau. Gesendet wird per Satellit auf Englisch, Arabisch und Spanisch. Das Programm ist in den jeweiligen Sprachen nicht identisch. Seit dem 6. November 2014 gibt es auf dem Webportal von RT Deutsch auch ein Nachrichtenformat in deutscher Sprache. Weiterhin betreibt RT bei YouTube ein Nachrichten-Multi-Channel-Netzwerk auf Kanälen in arabischer, chinesischer, deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache.

Der Sender gibt an, dem Publikum die russische Sichtweise auf das internationale Geschehen vorzustellen und ein Gegengewicht zu westlichen Medien darstellen zu wollen.[1]

RT hatte 2012 weltweit etwa 2000 Mitarbeiter.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wladimir Putin beim Besuch der RT-Sendezentrale, 2013.

Russia Today, später umbenannt in „RT“, wurde im Zuge einer Medienoffensive der russischen Regierung zur Verbesserung des Russland-Images im Ausland gegründet.[1][3][4] Der Auslandssender wurde erstmals durch den ehemaligen Minister für Kommunikation und Medien, Michail Lessin, und Wladimir Putins Pressesprecher, Alexei Gromow, vorgeschlagen.[5] Lessin sagte, dass es wichtig sei, international für Russland zu werben, und dass er nicht vor dem Wort Propaganda zurückschrecke.[6] Mit Hilfe der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti wurde im April 2005 die staatliche Dachorganisation „TV-Novosti“ gegründet, zu der Russia Today gehört.[7]

Russia Today ging nach dreimonatiger Probephase am 10. Dezember 2005 in englischer Sprache auf Sendung.[3][8] Zum Sendebeginn beschäftigte der Kanal 300 Journalisten, unter ihnen etwa 70 ausländische Mitarbeiter.[4] Die 25-jährige Journalistin Margarita Simonjan wurde 2005 zur Chefredakteurin ernannt. Sie hatte zuvor als Reporterin des Staatssenders Rossija 1 gearbeitet und gehörte 2011 zu Putins Wahlkampfteam.[9]

Simonjan bezeichnet den Sender als „Verteidigungsministerium“ des Kremls. Ein Auslandssender sei ihrer Ansicht nach in Friedenszeiten „nicht unbedingt nötig. Aber im Krieg kann er entscheidend sein. Eine Armee gründet man ja auch nicht erst eine Woche vor Kriegsbeginn“, so Simonjan.[1]

Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanal Sendestart Sprache
RT International  Dez. 2005 Englisch
Rusiya Al-Yaum  Mai 2007 Arabisch
RT Actualidad  Dez. 2009 Spanisch
RT America  Feb. 2010 Englisch
RT Documentary  Juni 2011 Russisch und Englisch
RT UK  Okt. 2014 Englisch
RT Deutsch (Webportal mit Informationssendung)  Nov. 2014 Deutsch
RT Français (Webportal)   2014 Französisch

Im Jahr 2007 kamen eine arabische (Rusiya Al-Yaum) und 2009 eine spanische Programmversion (RT Actualidad) hinzu. Diese Kanäle senden ein paralleles Programm zur englischsprachigen Version von RT International. 2010 wurde RT America gegründet. Seit dem 23. Juni 2011 gibt es auch den Kanal RT Д (das kyrillische Д entspricht dem lateinischen D), der Dokumentationen und Reportagen über Russland und globale Themengebiete in russischer und englischer Sprache ausstrahlt und ein Themenspektrum bietet, das Kultur, Technologie, Kunst, Geschichte, Extremsport und Politik umfasst.

Von 2009 bis 2013 stellte RT einen Teil seiner Inhalte kostenlos fremden Sendern zur Verfügung und ermuntert internationale Medien, diese Inhalte in ihr Programm zu integrieren. Auf der RT-Webseite konnte Filmaufnahmen für Eigenproduktionen, fertig produziertes Material, Meinungen von Experten und RT-Korrespondenten übersetzt in Englisch, Arabisch, Spanisch und Russisch heruntergeladen werden.[1] 2012 engagierte der Sender 100 neue Mitarbeiter und gründete die Nachrichtenagentur Ruptly mit Sitz in Berlin, die Videos und Liveberichte von aktuellen Ereignissen zu besonders günstigen Preisen zum Kauf anbietet.[1][10][11] Etwa ein Jahr nach der Gründung von Ruptly wurde das Gratis-Angebot für den Bezug von Inhalten durch andere Sender eingestellt.[12]

Aufbau RT America[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 eröffnete RT America sein erstes Studio in der Nähe von Washington. RT America sendet eine Mischung aus Nachrichten und Talk-Shows während der Hauptsendezeit. Laut PRI haben 4/5 der Inhalte einen starken Bezug zu US-Themen.[13]

Aufbau RT Deutsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. November 2014 startete ein deutschsprachiges Internetangebot des Senders.[14] Der Sender hat seinen Sitz in einem Fernsehstudio in Berlin Adlershof. RT Deutsch ist vorwiegend ein Internetportal, die einzige Sendung war zunächst das halbstündige Video-Journal „Der fehlende Part“.[15] Moderatorin der Sendung ist Jasmin Kosubek,[16] als Außenreporter sind Nicolaj Gericke und Maria Janssen[17] im Einsatz. Beide hatten zuvor bei Ruptly als Journalist gearbeitet und u. a. aus der Ukraine berichtet.[18] 2016 wurde das Format Der fehlende Part von der Ausstrahlung reduziert. Stattdessen werden als neue regelmäßige Sendereihen ein wöchentliches Medienmagazin namens 451°[19] sowie eine Reportagereihe aus Russland mit weniger politischen Themen namens Einmal in Russland produziert.[20] Der fehlende Part soll darüber hinaus 2017 umgestaltet werden.[21]

Nach einer Erhebung der Onlinezeitung russland.NEWS Mitte 2016 ist RT Deutsch in den sozialen Netzwerken der mit Abstand größte russische Newsanbieter in deutscher Sprache.[22] Nach Angaben des Chefredakteurs von RT Deutsch gegenüber der Tageszeitung Junge Welt sind die Nutzerzahlen seitdem nochmals gewachsen.[23] russland.NEWS bestätigte daraufhin bei einer weiteren Erhebung im November 2016 ein fortgesetztes Wachstum von RT Deutsch in den Sozialen Netzwerken, jedoch nicht in der von Rodionov angegeben Dimension. Zu diesem Zeitpunkt hatte RT Deutsch etwa 340.000 Follower, davon die meisten bei Facebook und YouTube. Insbesondere beim Videoangebot sei RT Deutsch unter russischen Anbietern auf deutsch dominant.[24]

Umbenennung und Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Gründung 2005 sendete RT vor allem positive Nachrichten über Russland, änderte seine Vorgehensweise jedoch nach dem Kaukasuskrieg 2008 grundlegend. Die russische Sicht auf den Krieg sei in der internationalen Berichterstattung zu kurz gekommen, so die Chefredakteurin Simonjan.[1] Von defensiver Soft Power (Machtausübung durch Einflussnahme politischer Akteure) wurde seit 2009 auf offensive Soft Power gewechselt: Nun wurde vorrangig über Proteste, Konflikte und soziale Missstände aus Westeuropa und den USA berichtet.[25][26] Dabei "prangert RT die Doppelzüngigkeit westlicher Politik an und stellt deren Werte in Frage", so Reporter ohne Grenzen.[1]

Im Zuge dieser Entwicklung und um in den Vereinigten Staaten ein größeres Publikum zu erreichen, entfernte RT das Wort Russland aus dem Namen.[26] Der seit dem Start 2005 verwendete Name „Russia Today“ wurde 2009 auf das Kürzel „RT“ verkürzt, das seitdem auch als Logo in sämtliche Sprachversionen übernommen wurde. Die 2007 gestartete arabische Version trug ursprünglich den Namen Rūsiyā al-Yaum (روسيا اليوم, arabisch für „Russland heute“)[27] und verwendet inzwischen die englische Bezeichnung „RT Arabic“.[28] Zur Begründung der Abkehr vom früheren Sendernamen „Russia Today“ verwies die Chefredakteurin 2010 auf bessere Marktaussichten unter dem neutraleren Namen RT, der nicht länger nahelege, dass die Nachrichten aus Russland stammten.[27] Der spanische Programmname war von Anfang an nicht eindeutig russlandbezogen, hier startete der Sender 2009 unter dem Namen „RT Noticias“ (Spanisch für „RT Nachrichten“) und heißt inzwischen „RT en Español“ („RT auf Spanisch“).[29]

Budget[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RT ist mit einem Budget von umgerechnet etwa 250 Mio. Euro jährlich (Stand: 2013) ausgestattet. Das Budget wird aus dem Staatshaushalt der russischen Föderation bezahlt.[1] Infolge des Währungsverfalls bei gleichzeitigem Rückgang der Öl- und Gaseinnahmen musste RT schon Anfang 2015 massive Kürzungen im Programm vornehmen. Der zweitwichtigste Kanal im Englischen soll so wenig Kürzungen wie möglich erleiden müssen, es sei aber geplant, das Budget der arabischen und spanischen Sender abzuspecken.[30]

Programm des Senders[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachrichten aus internationaler und russischer Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport sowie Dokumentarfilme, Politmagazine (IMHO, In Context) und die täglich ausgestrahlte politische Talkshow „Spotlight with Al Gurnov“ machen das Programm des Senders aus. Das Programm des englischsprachigen Nachrichtensenders RT besteht aus Segmenten, die zwischenzeitlich durch Programmankündigungen unterbrochen werden. Dokumentationen und Talk-Formate werden meist mehrfach ausgestrahlt, häufig auch mehrere Male an einem Tag. Zu jeder vollen Stunde werden halbstündige Nachrichten gesendet.[31]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RT International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dmitri Medwedew zu Gast bei RT mit der Chefredakteurin Margarita Simonjan

RT gilt als ein zentrales Mittel im Kampf um die öffentliche Meinung im Ausland und ein wichtiges Element der anfänglichen Soft-Power-Strategie der russischen Regierung. RT wird von Wissenschaftlern als Sprachrohr des Kreml bewertet,[32][1] der von einem leitenden Redakteur gegenüber Peter Pomerantsev geäußerte Satz „Es gibt keinen objektiven Journalismus“ war gemäß jenem ein Euphemismus dafür, dass der Kreml die vollkommene Kontrolle über die Wahrheit bei RT besaß.[33] Pascal Bonnamour, der Leiter der europäischen Abteilung von Reporter ohne Grenzen, bezeichnete den Sender 2005 kurze Zeit nach seiner Gründung als einen weiteren Schritt des Staates, Informationen zu kontrollieren.[34] In den ersten vier Jahren wurden Ereignisse und Personen aus der russischen und sowjetischen Geschichte in einem positiven Licht dargestellt; 2007 zeigte der Sender etwa Josef Stalin mit einer Feder in seiner Hand und beschrieb ihn als Autor romantischer Gedichte.[6]

Ab dem Jahr 2008 fokussierten die Themen weniger auf Positives aus Russland und mehr auf Negatives im Ausland;[25] die Berichterstattung wandelte sich weg von der vorherigen positiven Soft-Power-Strategie zu einer "raschen, andauernden und repetitiven Propaganda", die keinen Anspruch auf Konsistenz habe. Sie "unterhalte, sie verwirre und sie überwältige die Zuschauer", so die Autoren der Rand Corporation im 2016.[35]

Eine der angewandten propagandistischen Taktiken ist die Vermeidung eines strittigen Punktes durch Gegenvorwürfe und Vergleiche und die Behauptung doppelter Standards (Whataboutismus):[36] Zweifel an der Parlamentswahl in Russland 2011 konterte RT mit Hinweisen auf die umstrittene Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2000; auch berichtete RT ausführlich über amerikanische Polizeieinsätze im Zusammenhang mit Occupy Wall Street-Aktionen und stellte ihnen eine vom Kreml genehmigte Großdemonstration gegenüber, was einen für Russland vorteilhaften Vergleich darstellen sollte, so der Russland-Wissenschaftler Stephen F. Cohen. Cohen, häufiger Gast bei RT, betonte (in Bezug auf die Syrienberichterstattung 2012), RT und CNN seien beide wie das „Klatschen mit einer Hand“. RT sei in seiner Bemühung zur Darstellung von alternativen Standpunkten gezwungen, mit marginalen, anstößigen und oft irrelevanten Personen zu sprechen, deren Positionen ans Absurde grenzten, kommentiert das US-Politmagazin The New Republic.[37]

RT wird immer wieder beschuldigt, Verschwörungstheoretikern unterschiedlicher Art eine Plattform zu geben.[38]

RT bot Julian Assange eine mediale Plattform.[39] Einige amerikanische und deutsche Journalisten bezeichneten RT als anti-amerikanisch[40] und anti-westlich,[41][42] während der Independent RT eine Plattform für scharfe Kritik an der amerikanischen Politik nannte.[43]

Während des Kaukasuskriegs 2008 bezichtigte RT Georgien des Völkermordes.[33] Julia Ioffe vom Columbia Journalism Review beschrieb RT als ein Werkzeug der russischen Regierung, um angebliche Voreingenommenheiten gegenüber Russland in westlichen Medien zu bekämpfen, welches zu einer Verlängerung der auf Konfrontation beruhenden Außenpolitik Putins wurde.[44]

Die britische Medienaufssichtsbehörde rügte RT UK im September 2015 wegen voreingenommener und im Wesentlichen irreführender Berichterstattung über den Ukraine-Krieg und den Bürgerkrieg in Syrien.[45] In einer beanstandeten Sendung behauptete der Sender, in der Ostukraine würde ein von der ukrainischen Regierung unterstützter Völkermord stattfinden. In anderen Bericht behauptete RT UK, die BBC habe in ihrer Darstellung einen Chemiewaffenangriff der Assad-Regierung in Syrien inszeniert.[46] Die Behörde hatte den Sender bereits 2014 wegen mangelnder Objektivität kritisiert.[47]

Die US-Behörden forderten RT am 13. September 2017 auf, sich in den USA unter dem Foreign Agents Registration Act registrieren zu lassen.[48] Die Behörde nannte nach zwei Monaten den definitiven Termin, worauf RT erklärte, sich per 13. November zu fügen.[49]

RT Deutsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Start des deutschsprachigen Programms erklärte der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, RT nutze die aktuelle „Medienverdrossenheit als publizistische Marktlücke“.[50] Olaf Sundermeyer und Christian Mihr, der Geschäftsführer der deutschen Abteilung von Reporter ohne Grenzen, sehen den Sender als Propagandainstrument des Kremls und sind der Ansicht, dass RT Deutsch die Medienfreiheit nutze, um unabhängigen Journalismus zu diskreditieren und eine wachsende Medienverdrossenheit zu verstärken.[51] Der Geschäftsführer des Netzwerks für Osteuropa-Berichterstattung, Hanno Gundert, betrachtet den Sender als Teil der Strategie des Kremls, unter dem Deckmantel des Journalismus das Meinungsbild in Europa zu spalten.[16] Carsten Luther, Redakteur der deutschen Wochenzeitung Die Zeit, analysierte die RT-Methode: Zwar sei nicht alles gelogen und verbogen, und manch kritischer Beitrag habe seine Berechtigung, jedoch sei es insgesamt „haarsträubend, was dort als Journalismus verkauft wird“.[52] Ebenfalls konstatierte Gemma Pörzgen, im Vorstand von Reporter ohne Grenzen: Mit Journalismus hat Russia Today aus meiner Sicht wenig zu tun. Das ist ein gezieltes Propaganda-Instrument der russischen Regierung.[53] Der Politologe Stefan Meister von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik sagte über den Sender, RT suche sich gezielt Themen aus, die das westliche demokratische System in Frage stellen, und greife das pluralistische Mediensystem an, indem behauptet werde, dass alle Medien lügen.[26] Im Handelsblatt folgerte Andreas Macho nach einer Untersuchung des Programms des deutschen Ablegers von RT im November 2014: „Unterm Strich verbreitet RT Deutschland mehr Unwahrheiten, Verkürzungen und Verfälschungen, als es diese – wie die Moderatoren ständig versprechen – aufklären würde.“[54] Die Tageszeitung fasste die Auswahl der Gesprächspartner der ersten Wochen von RT Deutsch mit „entweder flammende Antiamerikaner oder EU-Gegner vom linken und rechten Rand“ zusammen.[55] Der NDR hat sich in seinem Medienmagazin Zapp mit einigen der ersten Artikeln und Videos von RT Deutsch beschäftigt und zeigt an einigen konkreten Beispielen, wie die Redaktion Texte verzerrt übersetzt und falsche Behauptungen aufstellt.[56] Markus Beckedahl von Netzpolitik.org gab an, dass er und die Netzpolitik-Autoren RT grundsätzlich keine Interviews geben werden, um sich nicht instrumentalisieren zu lassen und nicht „neben irgendwelche Rechtsaußen“ einsortiert zu werden.[26][57] Harald Neuber von Telepolis zitierte eine SurveyMonkey-Umfrage von RT Deutsch, der zufolge sich die Leser und Zuschauer von RT Deutsch vor allem aus „Nichtwählern, Anhängern der Linkspartei und der Alternative für Deutschland“ zusammensetzen.[58]

Laut Sebastian Bartoschek habe sich RT Deutsch besonders gut in verschwörungstheoretischen und AfD-Kreisen etablieren können, es gelinge dem Sender jedoch nicht, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Der Sender falle vor allen durch seine Liveübertragungen auf, etwa von Pegida-Märschen. Bemerkenswert sei, dass RT-Beiträge unter Nutzern „kritiklos konsumiert und weiterverbreitet“ werden, während „die sogenannten Mainstreammedien unter Generalverdacht stehen“, so Bartoschek. Im Fall Lisa hatte RT Deutsch mit Vorwürfen auf sich aufmerksam gemacht, dass „russophobe Mainstreammedien“ in Deutschland „das Schicksal eines Mädchens auf schamlose Weise“ politisch ausbeuten würden.[59] Von der russischen Onlinezeitung russland.NEWS wird RT Deutsch wegen seiner Selbstdarstellung als Alternativmedium kritisiert, obwohl der Sender real nur „die dafür auch finanzierte deutschsprachige Stimme des russischen Mainstreams“ darstellt.[60] RT Deutsch selbst bestreitet die Bevorzugung rechter Kreise und betrachtet sich als ausgewogen. Programmdirektiven aus Moskau wurden vom Chefredakteur Igor Radionov in einem Interview ebenfalls bestritten[23] Demgegenüber befand die ehemalige RT Deutsch-Mitarbeiterin Lea Frings im Februar 2016 in einem Interview des NDR, dass RT Deutsch gezielt Rechte und Verschwörungstheoretiker in ihrer Meinung bestätige.[61] Zu ähnlichen Ergebnissen kommt das Recherchezentrum Correctiv in einer Ende 2016 abgeschlossenen Analyse: RT Deutsch biete europakritischen Politikern von ganz links und ganz rechts eine Bühne, „Hauptsache die Interviewten sind Merkel- und europakritisch“.[62]

Auswertung durch das Bundespresseamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Darstellung des Magazins Stern wertet das Bundespresseamt seit 2014 die Inhalte von RT Deutsch, ähnlich wie die anderer Medien wie Bild.de, Spiegel Online oder Stern.de, systematisch aus und protokolliert diese. Dies entspricht seiner Aufgabe, die u.a. darin besteht, die Bundesregierung über die weltweite Nachrichtenlage und die öffentliche Meinung zu informieren (Medienbeobachtung). Anders als über die Inhalte anderer Medien, die im Intranet der Bundesregierung für alle Regierungsmitarbeiter zugänglich seien, würden die Protokolle zu RT Deutsch jedoch nur einem kleinen Kreis um Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert zur Verfügung gestellt (Stand August 2016).[63]

Kritik von RT-Journalisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liz Wahl, ehemalige Moderatorin

Im März 2014 kritisierte die Moderatorin Abby Martin von RT America vor laufender Kamera die Politik Russlands im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Sie verurteilte die Besetzung der Krim durch russische Truppen. „Ich werde nicht hier sitzen und eine militärische Aggression entschuldigen oder verteidigen“, sagte Martin.[64]

Einen Tag nach Martins Kritik sorgte die Moderatorin Liz Wahl für Aufmerksamkeit in den internationalen Medien, weil sie vor laufender Kamera ihren Job bei RT America kündigte. Sie begründete diesen Schritt in nachfolgenden Interviews mit der nach ihrer Meinung zu einseitigen Berichterstattung des Senders im Zuge des Ukraine-Kriegs. Sie sagte, der Sender würde die Taten Putins beschönigen, in einem späteren Interview sagte sie, RT verbreite pure Propaganda. Der Sender warf ihr vor, ihre Kritik während einer Sendung anstatt eines Gesprächs angebracht zu haben.[65]

Im Juli 2014 kündigte auch die Reporterin Sara Firth vom britischen RT-Ableger aus Protest gegen die Berichterstattung des Senders über den Absturz von Malaysia-Airlines-Flug 17. Sie bezeichnete die RT-Berichte über den Absturz und die Schuldzuweisungen an die Ukraine als „völlig an den Fakten vorbei“. „Ich konnte nicht mehr. Jeden Tag lügen wir und entwickeln dafür immer verführerischere Methoden“, so Firth.[66] RT begründete Firths Kündigung damit, dass sie ein anderes Verständnis von Wahrheit habe als der Sender.[67]

Im Herbst 2015 wurde die Kritik der ehemaligen RT-Reporterin Lea Frings an der Arbeit von RT Deutsch erstmals publik.[68] Im Februar 2016 gab Frings, die aus der Mahnwachen-Bewegung kommt, dem Medienmagazin Zapp ein Interview, in dem sie über Manipulation und einseitige Berichterstattung bei RT sprach.[59] Der Sender habe sich für ein bestimmtes Publikum entschieden. RT Deutsch bediene „eher rechte Kreise“ und „bestätigt und reproduziert Verschwörungstheoretiker“. Auf die Frage, ob dort journalistisch gearbeitet werde, sagte sie: „Ich sehe Beiträge, wo verschiedene journalistische Kriterien nicht erfüllt werden.“ Dies gelte in Bezug auf die unkommentierten Wortmeldungen der Studiogäste. In vielen Beiträgen werde „schlichtweg das Weltbild der Verschwörungstheorie transportiert“.[69]

Propagandatechniken RTs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Untersuchung des Russian Analytical Digest von 2015 zum „Informationskrieg[70] ermittelte ein Forscherteam der George Washington University, welche Methoden RT auf Youtubekanälen in den verschiedenen Sprachversionen anwendet, um seine Ziele zu erreichen:

  • fokussierte Botschaften (focused messaging): Jedes Landes-Publikum wird differenziert und flexibel mit einer bestimmten Mischung von politischen und nicht-politischen Themen auf Aspekte seines Landes angesprochen, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu gewinnen (credibility).
    • Beispielsweise biete RT in den USA eher alternativen linksliberalen Meinungen eine Plattform, in Europa eher Meinungen vom rechten Rand.[71][72]
  • Dabei folgen die Sendungen den Themen des üblichen Nachrichtenprogramms, machen dabei aber die russische Perspektive in Form einer „alternativen zweiten Meinung“ deutlich.
  • Themen von allgemeinem Interesse teils schockierender Art und Technologiethemen ohne regionalen Bezug werden dargestellt, um die Aufmerksamkeit von Zuschauern zu wecken und sie später auf die politischen Themen zu lenken. (siehe auch Human Interest-Themen und Clickbaiting)
  • Inhaltlich greift RT die Kriterien auf, die westliche Länder bei ihrer Kritik an Russland verwenden: Demokratie, Freiheit, Transparenz, Gerechtigkeit und Effizienz. Auf diese Weise sollen Zweifel am westlichen „Narrativ“ geweckt werden, inwiefern die Standards auch selbst erfüllt werden (siehe auch Whataboutism, Tu quoque und Argumentum ad hominem).
  • Sonderthemen werden berücksichtigt, die von den anderen Medien eher vernachlässigt werden, um Interesse und Sympathie zu wecken, diese Sendungen fügen sich aber immer in die außenpolitische Ziele Russlands ein.

Das Ergebnis der Studie war, dass im Untersuchungszeitraum (20. Januar bis 19. Mai 2015) in einzelnen Ländern besonders die human interest topics die größte Resonanz hervorriefen, besonders bei RT im arabischen Sprachraum, wo wiederum die Berichte zur Ukraine nur geringes Interesse fanden und daher auch kaum angeboten wurden. Dagegen hatten bei den 1,4 Millionen angeschauten deutschen RT-Videos ein großer Teil Bezug zu den Themen Ukraine und Europa.

  • Als eine weitere Methode wurde unter anderem von der NYT die Desinformation bezeichnet, um mit einer Flut von Alternativdeutungen die offiziellen Nachrichten zu unterminieren und eine Art von „politischer Paralyse“ zu fördern, wie etwa beim Abschuss der Malaysia-Maschine über der Ukraine.[73]
  • Peter Pomerantsev wies darauf hin, ein Schlüssel zum Erfolg von RT liege darin, dass es die meisten äußeren Merkmale der anderen Programme übernommen habe, es wirke in der Aufmachung von Musik, Bildern und Sprechern wie jeder andere 24/7-Nachrichtenkanal.[74] RT bringe auch echte Reportagen, die auch auf einem anderen Kanal laufen könnten, was es manchmal wie andere Nachrichtenkanäle erscheinen lasse, ergänzte Johan O’Sullivan Pomerantsevs Darstellung.[75]
  • Die Verbreitung von Fake News wird als weiteres wirkungsvolles Mittel der RT-Propaganda beschrieben.[76]

Mediale Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeine Einschätzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Studie der George Washington Universität von 2015 sind sichere Aussagen über den Meinungswandel der Zuschauer derzeit noch nicht möglich.[77]

Der Kommunikationswissenschaftler Thomas Petersen analysierte 2015 Ergebnisse von Umfragen des Allensbach-Instituts und kam zu dem Schluss, da die russische Sicht des Ukrainekrieges (wie beispielsweise die Behauptung eines Putsches) in Deutschland nur die Zustimmung einer vergleichsweise kleinen Minderheit erhielten, sei der Einfluss der russischen Propaganda gering: „Man erkennt an den Umfrageergebnissen die Grenzen der Möglichkeiten politischer Propaganda.“[78]

Der Osteuropa-Historiker Dmitri Stratievski hielt dagegen 2016 Russlands Informationsstrategie in Deutschland für effizient. Die Beiträge von RT und Sputnik würden im Netz häufig zitiert und auf Facebook geteilt. „Sie werden in der Russland- oder Flüchtlingsdebatte nicht selten als eine ernsthafte Quelle wahrgenommen, zumindest als eine weitere, die etablierten Medien ergänzende.“ Besonders das Appellieren an die russischstämmige Bevölkerung sei deutlich erfolgreicher, da hier mit dem Effekt einer „Stimme aus der Heimat“ gespielt werde.[79][80]

In den Russland-Analysen stellte die Osteuropa-Historikerin und Politologin Susanne Spahn 2016 dar, dass Russland vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs seine Informationspolitik in Deutschland und anderen EU-Staaten intensiviere und versuche, das Ukraine-Bild in der Öffentlichkeit zu beeinflussen und Stereotype über die Ukraine (z.B. dass die Ukraine kein richtiger Staat sei) zu verbreiten. Die Berichterstattung russischer Staatsmedien zum Ukrainekrieg werde durch „Falschdarstellungen und Geschichtsklitterung“ dominiert, um ein Feindbild zu konstruieren und die russische Intervention zu rechtfertigen. RT als Auslandssender spiele die wichtigste Rolle. Der Sender deute den Ukraine-Konflikt um und stelle Russland als das Opfer, die Ukraine und westliche Staaten hingegen als Aggressoren hin. Es sei zwar noch zu früh, endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen, Daten einer Allensbach-Umfrage zeigten jedoch, dass die russische Propaganda weitgehend unwirksam sei, da nur eine Minderheit der Deutschen der russischen Sicht auf den Ukrainekrieg zustimmt. Deutsche Fürsprecher für Russland in Deutschland seien effektiver als russische Staatsmedien.[81]

US-Präsidentschaftswahlen 2016 und medialer Fußabdruck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der CIA-Report in seiner freigegebenen Version analysiert im Anhang ausführlich die Entwicklung von RT und auch die mögliche Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahlen 2016 durch RT America. Der Bericht konstatiert, RT America habe schon im Vorfeld der Wahlen seine übliche kritische Darstellung der USA erweitert und das Wahlsystem als undemokratisch dargestellt, der Einfluss auf den Wahlkampf sei die „letzte Facette“ ihrer antiamerikanischen Nachrichten, die das Vertrauen der Zuschauer in die demokratischen Prozesse und in die Kritik der USA am russischen politischen System zu unterminieren suchten. RT expandiere außerdem aggressiv und mit höchster Priorität in die Sozialen Medien hinein, um das Publikum zu vergrößern und mögliche Regulierungen des Fernsehprogramms zu umgehen. Die Reichweite und die Zuschauerzahlen von RT schätzte der Bericht sehr hoch ein, gestützt auf eine Untersuchung zu Großbritannien und Aussagen von RT selbst (Margarita Simonyan). Im Bericht werden RT/RT America in einer Tabelle zum Fußabdruck bei den sozialen Medien (social media footprint) hinsichtlich Zuschauerzahlen und Abonnenten von Youtube-Sendungen im Vergleich zu CNN/CNN international, Al Jazeera und BBC World Spitzenwerte zugewiesen.[82]

Technische Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übertragungsfahrzeug von RT in Moskau

Seit 2005 sendet RT rund um die Uhr in englischer Sprache und kann über Satellit (in Europa über Hotbird-6, Astra 1KR und Eurobird 1) und abhängig vom lokalen Kabelnetzbetreiber auch im digitalen Kabel empfangen werden. RT bemüht sich entsprechend auch um eine Einspeisung in Kabelnetze; in Deutschland kann RT z. B. im Netz von Unitymedia und im Raum Köln-Bonn-Aachen im Netz von NetCologne empfangen werden.

Insgesamt wird RT auf über 20 Satelliten weltweit verbreitet. Während RT Englisch z. B. auf Hotbird 13° Ost, Astra 19,2° Ost und Astra/Eutelsat 28,2° Ost jeweils in SD und HD ausgestrahlt wird, ist RT Arabisch in Deutschland am einfachsten über Hotbird 13,0° Ost und RT Spanisch über 19,2° Ost zu empfangen, jeweils nur in SD. In Deutschland ist RT USA nur mit Aufwand im C-Band über NSS-806 auf 40,5° West zu empfangen (HD und SD). RT Д in englischer Sprache ist in Deutschland nur über Hotbird 13,0° Ost zu empfangen, und zwar sowohl in HD als auch in SD. Die verschiedenen RT-Kanäle können über die Webseite des Senders auch im Internet über Live-Streaming empfangen werden. Das jeweilige Programm ist auch über den Peer-to-peer-Dienst Livestation verfügbar. Außerdem werden einzelne Beiträge in einem eigenen Kanal auf YouTube verbreitet, der im Juni 2013 die Marke von 1 Milliarde Zugriffe überschritt. Politische Videos des Kanals wurden etwa 4 Millionen Mal aufgerufen (ca. 1 % der Gesamtzugriffe). Ein Großteil der meistaufgerufenen Clips des Senders beschäftigt sich mit Naturkatastrophen, Unfällen, Verbrechen und Naturereignissen. Unter den fünf meistgesehenen Videos sind Clips über das Tōhoku-Erdbeben 2011, den Meteor von Tscheljabinsk und einen obdachlosen Amerikaner mit „goldener Stimme“. Laut einem von RIA Nowosti erstellten Dokument, das 2013 der Presse zugespielt wurde, sind die vergleichsweise hohen Abrufzahlen dadurch zu erklären, dass RT nicht-originale Inhalte auf YouTube hochlädt, die andere TV-Kanäle wegen Urheberrechtsbeschränkungen nicht hochladen.[83]

Deutsche Sender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Thüringen strahlt der Lokalsender Salve TV Sendungen von RT Deutsch täglich aus und wurde dafür von Politikern mehrerer Parteien des Thüringer Landtags kritisiert. Werner Pidde (SPD) bezeichnete die Sendungen als „einseitig“ und „aus russischer Sicht“, Gerold Wucherpfennig (CDU) kritisierte, dass ein „Lokalsender staatliche russische Auslandspropaganda ausstrahlt“, und Madeleine Henfling (Grüne) sprach von „unkommentierter Ausstrahlung ohne journalistische Auseinandersetzung“. Kirsten Kramer, die stellvertretende Direktorin der Thüringer Landesmedienanstalt, sagte, dass die Programme von Salve TV intensiv beobachtet werden, es aber kein Aufsichtsverfahren oder einen Verbotstatbestand gebe. Salve-Chef Klaus-Dieter Böhm verteidigte die Übernahme der RT-Sendungen, die Ausstrahlung solle „ein Gegenpol zur Anti-Putin-Berichterstattung deutscher Medien“ sein.[84][85]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Russia Today – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Der Kreml auf allen Kanalen: Wie der russische Staat das Fernsehen lenkt. (PDF), Reporter ohne Grenzen, Oktober 2013, S. 32 ff.
  2. Wahlen in Russland – Wie westliche PR-Agenturen Putins Image aufpolieren. In: sueddeutsche.de. 4. März 2012; abgerufen am 15. Dezember 2014.
  3. a b Marc Stegherr, Kerstin Liesem: Die Medien in Osteuropa: Mediensysteme im Transformationsprozess. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-92487-8, S. 331f.
  4. a b Julian Evans: Spinning Russia. In: Foreign Policy, 1. December 2005.
  5. Robert Parsons: Russia: New State Channel Goes Global In English. In: Radio Free Europe, 16. September 2005.
  6. a b Propaganda mit Stalin. In: Der Spiegel. Nr. 47, 2007 (online).
  7. Другое телевидение. Auf: Comnews.ru, 19. September 2012. (Interview mit dem Geschäftsführer der Organisation „TV-Novosti“, Alexei Nikolow)
  8. Marcel H. Van Herpen: Putin's Propaganda Machine: Soft Power and Russian Foreign Policy. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, ISBN 978-1-4422-5362-9, S. 71.
  9. Katja Gloger: Putins Welt: Das neue Russland, die Ukraine und der Westen. Berlin Verlag, München 2015, ISBN 978-3-8270-7854-4, S. 91 f.
  10. Christoph Lanz: Russia Today: Putins Welt In: Berliner Zeitung, 14. Dezember 2012.
  11. Ruptly – die russische TV-Agentur in Berlin (Memento vom 16. September 2013 im Internet Archive). In: Zapp (Magazin), 11. September 2013.
  12. freevideo.rt.com (Mediathek); 2012 umgestellt auf RT Ruptly, ab 2013 keine kostenlosen Angebote mehr und inzwischen nicht mehr erreichbar
  13. Russia Today chases ratings with controversy. In: Public Radio International. (pri.org [abgerufen am 20. Februar 2017]).
  14. Steffen Grimberg: russiatoday100.html Russia Today jetzt auch auf Deutsch. In: NDR, 10. November 2014.
  15. Hannah Beitzer und Julian Hans: Russia Today in Deutschland: Das neue Wettrüsten. In: Süddeutsche Zeitung, 1. Dezember 2014.
  16. a b Charlotte Horn: RT Deutsch – Putins Propaganda-Kolonne rollt. In: NDR, 25. November 2014.
  17. tagesspiegel.de
  18. Stefan Niggemeier: "Ich glaube nicht, dass wir jedem Verrückten ein Podium bieten". In: Krautreporter, 13. November 2014.
  19. deutsch.rt.com
  20. deutsch.rt.com
  21. deutsch.rt.com am Ende des Beitrags
  22. russland.news
  23. a b jungewelt.de
  24. russland.news
  25. a b Marcel H. Van Herpen: Putin's Propaganda Machine: Soft Power and Russian Foreign Policy Verlag Rowman & Littlefield, 2015, ISBN 978-1-4422-5362-9, S. 72.
  26. a b c d Claudia von Salzen: RT Deutsch: Stimmungsmacher für Wladimir Putin. In: Der Tagesspiegel, 22. Dezember 2014.
  27. a b Nikolaus von Twickel: Russia Today Courts Viewers With Controversy. In: The Moscow Times, 17. März 2010. Abgerufen am 3. Februar 2015 (englisch).
  28. معلومات عامة حول القناة („Allgemeine Informationen über den Kanal“), auf der Webseite von RT Arabic, abgerufen am 3. Februar 2015 (arabisch)
  29. Quiénes somos („Wer wir sind“), auf der Webseite von RT en Español, abgerufen am 3. Februar 2015 (spanisch)
  30. Elke Windisch: Russische Medien auf Sparkurs: Russia Today Deutsch vor dem Aus? In: Der Tagesspiegel, 30. Januar 2015.
  31. rt.com
  32. Vgl. z. B.
    • Ilya Yablokov: Conspiracy Theories as a Russian Public Diplomacy Tool: The Case of Russia Today (RT). In: Politics. 35, Nr. 3–4, November 2015, S. 301–315. doi:10.1111/1467-9256.12097.
    • Gary D. Rawnsley: To Know Us is to Love Us: Public Diplomacy and International Broadcasting in Contemporary Russia and China. In: Politics. 35, Nr. 3–4, November 2015, S. 273–286. doi:10.1111/1467-9256.12104.
    • Peter Pomerantsev: The Kremlin's Information War. In: Journal of Democracy. 26, Nr. 4, Oktober 2015, S. 40–50. doi:10.1353/jod.2015.0074.
    • Lilia Shevtsova: Forward to the Past in Russia. In: Journal of Democracy. 26, Nr. 2, April 2015, S. 22–26. doi:10.1353/jod.2015.0028.
    • Nils S. Borchers: "Do You Really Think Russia Should Pay Up for That?" How the Russia-Based TV Channel RT Constructs Russian-Baltic Relations. In: Javnost – The Public: Journal of the European Institute for Communication and Culture. 18, Nr. 4, 2011, S. 89–106. doi:10.1080/13183222.2011.11009069.
  33. a b Peter Pomerantsev: Nichts ist wahr und alles ist möglich: Abenteuer in Putins Russland Deutsche Verlags-Anstalt 2015, ISBN 978-3-421-04699-4, Seite 67
  34. Nikita Prokunin, Andrey Kozenko: Reporters Without Borders Don’t Fancy Russia Today. In: Kommensant, 21. Oktober 2005.
  35. The Russian “Firehose of Falsehood” Propaganda Model, Rand Corporation, 2016
  36. Kremlin TV Loves Anti-War Protests—Unless Russia Is the One Waging War, The NewRepublic, 2. März 2014; "It has even created an institution that is dedicated solely to the task of whataboutism. It's called Russia Today."
  37. …in striving to bring the West an alternate point of view, [RT] is forced to talk to marginal, offensive, and often irrelevant figures who can take positions bordering on the absurd. […] ‘I’m highly suspicious about the narrative I’m getting on CNN,’ he says. ‘It seems to be the flip side of RT. It’s too black and white, too virtuous and simple. Each side sounds like one hand clapping.’ RT might have a hard Kremlin slant, but Cohen argues that ‘any intelligent viewer can sort this out. I doubt that many idiots find their way to RT. First, you have to pay a lot for cable, and then you have to get way up in the numbers to find it.’” Jesse Zwick: Pravda LiteThe New Republic, 14. März 2012
  38. Julia Ioffe:What Is Russia Today?The Kremlin’s propaganda outlet has an identity crisis – Columbia Journalism Review, 28. September 2010 "… RT dedicated a twelve-minute interview to Hank Albarelli, a self-described American “historian” who claims that the CIA is testing dangerous drugs on unwitting civilians. … On a recent episode of Peter Lavelle’s CrossTalk, the guests themselves berated Lavelle for saying that the 9/11 terrorists were not fundamentalists. (The “Truther” claim that 9/11 was an inside job makes a frequent appearance on the channel, though Putin was the first to phone in his condolences to President Bush in 2001.) “I like being counterintuitive,” Lavelle told me. “Being mainstream has been very dangerous for the West.” This oppositional point of view was especially clear when RT rolled out a series of ads in the U.K. that featured images of Obama and Iran’s Mahmoud Ahmadinejad and asked, 'Who poses the greater nuclear threat?' or conflated pictures of a polar bear and an alien next to the text: 'Climate Change: Science fact or science fiction?' "
  39. Russia Today strahlt TV-Projekt von WikiLeaks-Gründer Assange aus – 2012
  40. www.newrepublic.com
  41. www.aljazeera.com
  42. Der Krieg der Bilder. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 15. Dezember 2014 (undatiert).
  43. "Working for a Kremlin channel does not seem like an obvious choice for Mr Assange, who has devoted his life to fighting governmental opacity, but Russia Today has made a name for itself as a strident critic of US policy." – Assange takes chat-show job with state-funded Russian TV, 2012
  44. Julia Ioffe: What is Russia Today?, 1. September 2010 für Columbia Journalism Review, erwähnt in www.slate.com; "Russia Today was conceived as a soft-power tool to improve Russia’s image abroad, to counter the anti-Russian bias the Kremlin saw in the Western media. Since its founding in 2005, however, the broadcast outlet has become better known as an extension of former President Vladimir Putin’s confrontational foreign policy. Too often the channel was provocative just for the sake of being provocative."
  45. Jasper Jackson: RT sanctioned by Ofcom over series of misleading and biased articles. In: The Guardian. 21. September 2015, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 27. Dezember 2016]).
  46. Jasper Jackson: RT sanctioned by Ofcom over series of misleading and biased articles. In: The Guardian, 21. September 2015.
    UK regulator Ofcom backs BBC in Russian TV case. In: BBC, 21. September 2015.
  47. John Plunkett: Russia Today threatened with Ofcom sanctions due to bias. In: The Guardian, 10. November 2014.
  48. Perry Chiaramonte: Russian network RT told to register as foreign agent in US, it says. Fox News, 13. September 2017.
  49. RT editor says company will register as foreign agent in US, Washington Post, 9. November 2017
  50. RT Deutsch: „Dahinter steht ja der Kreml“ – Bernhard Pörksen im Gespräch mit Brigitte Baetz In: Deutschlandrundfunk, 25. Oktober 2014.
  51. Olaf Sundermeyer: : Im Studio von „RT deutsch“: Mein Auftritt bei Putins Propagandasender (Memento vom 21. November 2014 im Internet Archive). In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. November 2014.
  52. Carsten Luther: RT Deutsch: Das hat uns gerade noch gefehlt. In: Die Zeit, 19. November 2014.
  53. dradiowissen.de
  54. Andreas Macho: Russia Today: Der Propaganda-Sender des Kremls in Deutschland. In: Handelsblatt, 21. November 2014.
  55. Klaus-Helge Donath: Propaganda in Russland: Putins mediale Großoffensive. In: taz.de, 5. Dezember 2014, abgerufen am 3. Februar 2015.
  56. Silvio Duwe, Janina Kalle, Benedikt Scheper: Gegenläufig – Kreml-Sender auf Deutsch (Memento vom 16. November 2014 im Internet Archive). In: Zapp, 11. November 2014.
  57. Markus Beckedahl: Warum wir keine Interviews für Russia Today (RTdeutsch) geben. Auf: Netzpolitik.org, 17. November 2014.
  58. Harald Neuber: Linke, Nichtwähler und AfDler bei RT Deutsch, Telepolis vom 22. September 2015.
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  60. RTdeutsch – alternative Infoquelle?
  61. huffingtonpost.de
  62. correctiv.org
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  64. Ann Kathrin Hermes: Russia-Today-Moderatorin Abby Martin: „Was Russland getan hat, ist falsch!“ (Memento vom 7. März 2014 im Internet Archive). In: Wirtschaftsblatt, 4. März 2014.
    Kritik an Krim-Invasion: Putins widerspenstige Moderatorin. In: Spiegel Online, 4. März 2014
  65. TV-Moderatorin kündigt on air wegen Krim-Krise. In: Zeit Online, 6. März 2014.
  66. Jim Waterson: Russia Today Correspondent Resigns Over Coverage Of Ukrainian Plane. In: BuzzFeed, 18. Juli 2014.
    Peter Seiffert: Putins Propaganda-Sender: Die bizarren Wahrheiten von „Russia Today“. In: Focus, 23. Juli 2014.
  67. Crash John Plunkett: Russia Today reporter resigns in protest at MH17 coverage. In: The Guardian, 18. Juli 2014.
  68. „Sag mal, ist RT Propaganda?“ „Leider ja.“, vice.com, 16. November 2015
  69. „Man zeigt nicht das ganze Bild“. In: Zapp, 17. Februar 2016.
  70. Serie: Russian Analytical Digest (RAD) Titel: Information Warfare Autor(en): Elizabeth Nelson, Robert Orttung, Anthony Livshen, Yelizaveta Layer, Oksana Ryjouk Herausgeber: Stephen Aris, Matthias Neumann, Robert Orttung, Jeronim Perović, Heiko Pleines, Hans-Henning Schröder, Aglaya Snetkov Ausgabe: 177 Verlag(e): Center for Security Studies (CSS), ETH Zurich; Research Centre for East European Studies, University of Bremen; Institute for European, Russian and Eurasian Studies, George Washington University Publikationsjahr: 2015 PDF
  71. Pravda Lite. In: New Republic. 14. März 2012; abgerufen am 8. Januar 2017.
  72. Patrick Hilsman: Have you been watching Russian government propaganda? In: The Seattle Globalist. 6. Mai 2015; abgerufen am 8. Januar 2017: „RT presents itself as a liberal alternative in the United States, but in Europe it is the flagship of resurgent nationalist parties. Liberal im englischen Sprachgebrauch entspricht im Deutschen eher linksliberal oder sozialliberal http://www.nzz.ch/wirtschaft/liberal--was-soll-das-heissen-1.18705344“
  73. Neil Macfarquhar: A Powerful Russian Weapon: The Spread of False Stories. In: The New York Times. 28. August 2016, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 27. Dezember 2016]).
  74. Peter Pomerantsev: Nothing is True and Everything is Possible: Adventures in Modern Russia. Faber & Faber, 2015, ISBN 978-0-571-30803-3 (books.google.de [abgerufen am 28. Dezember 2016]): „Russia Today began to look and sound like any 24/7 news channel: the thumping music before the news flash, the earnest pretty newscasters, the jock-like sports broadcasters. (keine Seitenangabe in der verlinkten Google-Books-Vorschau des Textes)“
  75. Russia Today is Putin's weapon of mass deception. Will it work in Britain? In: The Spectator. 6. Dezember 2014 (spectator.co.uk [abgerufen am 28. Dezember 2016]): „RT does cover genuine reports about legitimate stories, seriously and without obvious bias, which makes it seem at times like any other news network. Not everything is a façade of lies. But RT is about a great deal more than that — and less.“
  76. Neil Macfarquhar: A Powerful Russian Weapon: The Spread of False Stories. In: The New York Times. 28. August 2016, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 31. Dezember 2016]).
  77. Elizabeth Nelson, Robert Orttung, Anthony Livshen: Measuring RT’s Impact on YouTube. (PDF) In: Russian Analytical Digest. Nr. 177, Dezember 2015.
  78. Thomas Petersen: Allensbach-Studie: Die Grenzen der Propaganda. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 18. März 2015, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 27. Dezember 2016]).
  79. Bundeszentrale für politische Bildung: Analyse: Die Wirkung der Staatsmedien Russlands in Deutschland | bpb. In: www.bpb.de. Abgerufen am 27. Dezember 2016.
  80. auch in: RUSSLAND-ANALYSEN NR. 317, 03.06.2016
  81. Susanne Spahn: Das Ukraine-Bild in Deutschland: Die Rolle der russischen Medien Wie Russland die öffentliche Meinung in Deutschland beeinflusst, Berlin In: RUSSLAND-ANALYSEN NR. 317, 03.06.2016, S. 2 PDF
  82. David E. Sanger: Putin Ordered ‘Influence Campaign’ Aimed at U.S. Election, Report Says. In: The New York Times. 6. Januar 2017, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 8. Januar 2017]).
  83. Katie Zavadski: Failing Mission: Putin's Propaganda TV Lies About Its Popularity. In: The Daily Beast, 17. September 2015.
  84. Viola Schenz: Kritik an Salve TV: Privatpropaganda. In: Süddeutsche Zeitung, 1. Juni 2015.
  85. „Russland ist nicht unser Feind“: Thüringer Lokalsender zeigt RT Deutsch. Auf: N-tv, 1. Juni 2015.

Koordinaten: 55° 46′ 17,8″ N, 37° 42′ 51,8″ O