Innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft

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Innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft

(Innogy Stiftung)

Rechtsform: gGmbH
Zweck: Förderung gesellschaftlicher und kultureller Projekte mit Bezug zur Energiewende
Vorsitz: Peter Terium, Reinhard Hüttl, Heike Kahl, Jürgen Kluge, Hildegard Müller, Filip Thon, Frank Weigand, Bernd J. Wieczorek
Geschäftsführung: Stephan Muschick, Marcus Prinz
Bestehen: seit 1998
Stifter: innogy SE
Stiftungskapital: 60 Mio. Euro (2013) [1]
Sitz: Essen
Website: innogy-stiftung.com

Die Innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft (Eigwenschreibweise: innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft), ehemals RWE Stiftung für Energie und Gesellschaft, ist ein deutsches Unternehmen in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Sie ging 2016 aus der RWE Stiftung hervor und gehört heute zu innogy SE, einer Tochterfirma des deutschen Energieversorgers RWE.[2] Die Innogy Stiftung beschäftigt sich mit gesellschaftlichen und kulturellen Fragen der Energiewende.

Ursprünglich hervorgegangen ist das Unternehmen aus der RWE Jugendstiftung. Diese war 1998 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der RWE AG gegründet worden.[3] Nach der Umwidmung in die RWE Stiftung 2009[4] stand die Förderung von sozialen Projekten, von Kunstprojekten und von Bildungsprojekten im Mittelpunkt. Zwar sollten diese Projekte einen inhaltlichen Bezug zu Energie aufweisen, doch dieser blieb häufig rein metaphorisch oder symbolisch.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen möchte einen Beitrag zur europäischen Energiewende leisten. Dafür hat sie drei Kernbereiche ihrer Arbeit definiert: Energie und Bildung, Energie und Kultur sowie Energie und soziale Innovation.[5] Dabei richtet sich das Unternehmen an die Zivilgesellschaft, an Wirtschaft, Kultur sowie Bildung und Wissenschaft.[6]

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 fördert die Stiftung mit dem Programm Visit junge Künstler, die in ihrer Arbeit Fragen zur Energiewende künstlerisch behandeln.[7] Die Künstler entwickeln in je sechs Monaten ihre künstlerischen Arbeiten an den deutschen oder internationalen Standorten von RWE und innogy.

Im Jahr 2015 hat die innogy Stiftung gemeinsam mit dem Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna den Wettbewerb International Light Art Award (ILAA) ins Leben gerufen. Anlass war das Internationale Jahr des Lichts der UNESCO. Am 22. Januar 2015 wurde der Preis im Haus der Berliner Festspiele an die Künstler Martin Hesselmeier und Andreas Muxel für ihre Installation The weight of light vergeben.[8] Der Gewinner des International Light Art Award 2017 ist der japanische Künstler Satoru Tamura mit der Lichtinstallation “Point of Contact for Unna”.[9]

Am 21. Mai 2015 gab die Stiftung bekannt, dass sie das Projekt "Energieavantgarde Anhalt" mit einem Gesamtbetrag von 1,5 Millionen Euro unterstützen wird. In dem Projekt werden Potenziale und Grenzen eines regionalen Energiesystems getestet. Nach Darstellung der Projektinitiatoren werde die Region Anhalt damit zum Real-Labor für die Energiewende. Die Zusammenarbeit mit der Stiftung ist zunächst auf drei Jahre angelegt.[10]

Ein weiteres Projekt, das die Stiftung unterstützt, heißt “Netzausbau macht Schule”.[11] Die Deutsche Gesellschaft e.V. entwickelte das Planspiel, bei dem Schüler in die Rollen von Kanzler, Ministern, Verbands-Mitgliedern und Wirtschafts-Akteuren schlüpfen und über sogenannte Smart Grids diskutieren.[12] Im Frühjahr 2018 sollen die Schüler in Berlin ihre Ergebnisse präsentieren.

Im Oktober 2017 findet im Ruhrgebiet das Literaturfestival Lit.RUHR statt.[13][14] Die innogy Stiftung tritt hier als Förderer auf mit Blick auf das Thema Energiebildung.[15]

Die Stiftung unterstützt noch weitere Projekte wie “Refugee’s Kitchen”, “Pylonia” und die “Akademie für Energie und Akzeptanz” und ist gemeinsam mit der 100 % erneuerbar Stiftung und dem Institute for Advanced Sustainability Studies Mitgründer des Energiewende-Denkfabrik dynamis.[16]

Partner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Projektebene arbeitet die Stiftung unter anderem mit dem Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik, der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und dem European Youth Parliament zusammen. [17] [18] [19]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Niedrige Zinsen: RWE lässt Stiftung Kapital verbrauchen. Focus Money Online, abgerufen am 14. April 2015.
  2. Gesellschaften rwe.com, abgerufen am 7. September 2017
  3. innogy Stiftung innogy-stiftung.com, abgerufen am 7. September 2017
  4. innogy Stiftung innogy-stiftung.com, abgerufen am 7. September 2017
  5. Neue Energie für unsere Gesellschaft innogy-stiftung.com, abgerufen am 7. September 2017
  6. Das Energiesystem der Zukunft gestalten innogy-stiftung.com, abgerufen am 7. September 2017
  7. VISIT Artist in Residence Programm der innogy Stiftung visit.innogy-Stiftung.com, abgerufen am 7. September 2017
  8. Der Tagesspiegel (23. Januar 2015). Die unerträgliche Leichtigkeit des Lichts.
  9. Japanischer Künstler Tamura gewinnt International Light Art Award monopol Magazin vom 24. April 2017, abgerufen am 7. September 2017
  10. Millionen Spende für RWE Mitteldeutsche Zeitung vom 21. Mai 2015, abgerufen am 14. Juli 2015
  11. Netzausbau macht Schule innogy-Stiftung.com, abgerufen am 7. September 2017
  12. Netzausbau macht Schule netzausbaumachtschule.de, abgerufen am 7. September 2017
  13. Das Ruhrgebiet bekommt ein neues Literatur-Festival Ruhr Nachrichten vom 5. September 2017, abgerufen am 7. September 2017
  14. Internationales Literaturfest lit.RUHR lit.ruhr/de, abgerufen am 7. September 2017
  15. Kinderleichte Energiebildung bei der lit.RUHR innogy-Stiftung.com, abgerufen am 7. September 2017
  16. Energie fürs Quartier sucht Projektteams waz.de, abgerufen am 8. September 2017
  17. Förderer wcge.org, abgerufen am 8. September 2017
  18. Think Lab Energie – Gesellschaft – Wandel sdw.org, abgerufen am 8. September 2017
  19. Partners eyp.org, abgerufen am 8. September 2017