Rabenhof (Wien)

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Rabenhof, von der Baumgasse aus gesehen
Die markante Sichtziegelfassade im unteren Stockwerksbereich
Der Kindergartenbereich, davor die Skulptur Tanzende von Otto Hofner (1930)

Der Rabenhof ist einer der größten Gemeindebauten Wiens im 3. Wiener Gemeindebezirk, Landstraße, zwischen Rabengasse, St.-Nikolaus-Platz, Kardinal-Nagl-Platz, Hainburger Straße und Baumgasse bei der U-Bahn-Station Kardinal-Nagl-Platz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rabenhof wurde nach Plänen der Architekten Heinrich Schmid und Hermann Aichinger auf dem Gelände der ehemaligen Krimskykaserne in mehreren Abschnitten erbaut. Eröffnet im Jahr 1927, trug der Wohnbau von 1931 oder 1932 bis 1934 den Namen Austerlitzhof – nach dem 1931 verstorbenen sozialdemokratischen Politiker Friedrich Austerlitz. Nach dem Februaraufstand wurde er in Rabenhof umbenannt. Da 1949 ein anderer Gemeindebau im 16. Bezirk den Namen Austerlitzhof bekam, wurde der Name Rabenhof in der Zweiten Republik beibehalten.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nur zu 38 % verbaute Anlage umfasst 78 Stiegen mit 1112 Wohneinheiten, einen Kindergarten, zwei Spielplätze sowie das Rabenhof Theater, das von 1934 bis 1971 als Kino fungierte. Eine Gedenktafel erinnert an die Widerstandskämpferin Grete Jost, die einst hier gewohnt hat. Der Bildhauer Heinz Leinfellner hatte im Rabenhof sein Atelier.[1]

Der Rabenhof ist auf einer 1958 erschienenen, von Adalbert Pilch gestalteten Briefmarke abgebildet. Es handelte sich um eine österreichische Dauermarke der Serie Österreichische Baudenkmäler im Wert von 1,50 Schilling. Er war zuvor aus einer ähnlichen Perspektive bereits in der Serie "Wiederaufbau" von 1948 dargestellt, dort allerdings noch mit deutlich sichtbaren Kriegsschäden am Gebäude neben dem Hauptturm.[2]

Die Wohnhausanlage war bereits mehrmals Filmkulisse, unter anderem für Tatort und Kommissar Rex. Es existieren ein Mieterbeirat sowie eine eigene Zeitung und Homepage.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bezirksmuseum Landstraße – Heinz Leinfellner und der Rabenhof
  2. [1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rabenhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Gemeindebau Rabenhof im digitalen Kulturgüterkataster der Stadt Wien (PDF-Datei)
  • Eintrag über Rabenhof im Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie

Koordinaten: 48° 11′ 44″ N, 16° 24′ 5″ O