Rabenstein an der Pielach

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Rabenstein an der Pielach
Wappen von Rabenstein an der Pielach
Rabenstein an der Pielach (Österreich)
Rabenstein an der Pielach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 36,22 km²
Koordinaten: 48° 4′ N, 15° 28′ OKoordinaten: 48° 3′ 55″ N, 15° 28′ 1″ O
Höhe: 344 m ü. A.
Einwohner: 2.513 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 69 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3203
Vorwahl: 02723
Gemeindekennziffer: 3 19 35
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 6
3203 Rabenstein an der Pielach
Website: www.rabenstein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Kurt Wittmann (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
15
5
1
15 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Rabenstein an der Pielach im Bezirk Sankt Pölten-Land
Altlengbach Asperhofen Böheimkirchen Brand-Laaben Eichgraben Frankenfels Gerersdorf Hafnerbach Haunoldstein Herzogenburg Hofstetten-Grünau Inzersdorf-Getzersdorf Kapelln Karlstetten Kasten bei Böheimkirchen Kirchberg an der Pielach Kirchstetten Loich Maria-Anzbach Markersdorf-Haindorf Michelbach Neidling Neulengbach Neustift-Innermanzing Nußdorf ob der Traisen Ober-Grafendorf Obritzberg-Rust Prinzersdorf Pyhra Rabenstein an der Pielach Schwarzenbach an der Pielach Weinburg Statzendorf Stössing Traismauer St. Margarethen an der Sierning Perschling Wilhelmsburg (Niederösterreich) Wölbling St. Pölten NiederösterreichLage der Gemeinde Rabenstein an der Pielach im Bezirk Sankt Pölten-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Rabenstein im Frühling
Rabenstein im Frühling
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Rabenstein ist eine Marktgemeinde mit 2513 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich, südlich von Sankt Pölten.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rabenstein an der Pielach liegt inmitten des Pielachtales im Mostviertel in Niederösterreich. Die Marktgemeinde erstreckt sich in einer Seehöhe von 344-849 m auf einer Fläche von 36,25 Quadratkilometer. 45,51 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Die höchste Erhebung ist der Geisbühel (849 m) mit der etwas östlich des Gipfels stehenden Josef-Franz Hütte.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Deutschbach (220)
  • Dorf-Au (525)
  • Königsbach (138)
  • Markt (818)
  • Röhrenbach (40)
  • Steinklamm (197)
  • Tradigist (358)
  • Warth (107)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Rabenstein. Es gibt keine gesonderten Katastralgemeinden, sondern lediglich Ortsteile.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rabenstein an der Pielach um 1906

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rabenstein im Jahr 1136 im Zusammenhang mit Wilhelm von Ramingstein, der dem Geschlecht der Babenberger angehörte. Der unterhalb der Burg angelegte Ort spielte als Herrschaftssitz eine wichtige Rolle in der Besiedelung des Pielachtals im 12. Jahrhundert. Bereits 1280 scheint Rabenstein erstmals als „Markt“ auf und ist damit der älteste Ort im Pielachtal. 1683 als die Türken einbrachen, wurde die Burg Rabenstein einen Monat hindurch belagert, doch konnte sie nicht eingenommen werden.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Rabenstein der älteste Markt im Pielachtal ist, wurde erst 1983 das Recht zur Führung eines Marktwappens verliehen. Der Markt war anfangs unter der Führung von den Geschlecht der Ramingsteins, sodass es nicht erforderlich war, die Rechte des Marktes privilegienmäßig zu untermauern. Somit hatte der Markt bis 1848 weder Siegel noch Wappen. Erst nach der Konstituierung der freien Marktgemeinde Rabenstein im Jahre 1854 wurde von der Gemeindeführung "ein auf einem Felsen sitzender Rabe" ins Siegel aufgenommen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist seit dem Jahr 2000 Kurt Wittmann, Hubert Gansch ist Vize-Bürgermeister (seit 2012) und Gottfried Auer ist Amtsleiter. Im Gemeinderat der Klimabündnis- und FAITRADE-Marktgemeinde gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung: Liste ÖVP 15, SPÖ 5, FPÖ 1

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Partnergemeinde ist der gleichnamige Ortsteil der Stadt Chemnitz in Deutschland.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 99, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 89. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.063. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,02 Prozent.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mariazellerbahn
Bahn

Rabenstein liegt an der Mariazellerbahn. Es gibt insgesamt drei ebenerdige Bahnsteige. Im Bahnhofsgebäude befindet sich ein Warteraum und ein öffentliches WC. Ausgangspunkt der Mariazellerbahn ist St. Pölten, von hier führt die Strecke in das Pielachtal. In Laubenbachmühle beginnt die Bergstrecke. Endpunkt der Bahn ist der weltberühmte Wallfahrtsort Mariazell.

Straße

Rabenstein liegt an der Bundesstraße 39, die Rabenstein mit St. Pölten und Mariazell verbindet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruine Rabenstein
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rabenstein an der Pielach
  • Bärntallacke: Zwei mächtige uralte Linden - eine davon mit acht Meter Umfang - bilden gemeinsam mit der Lacke dieses am Pielachtaler Rundwanderweg 652 situierte Naturdenkmal am sogenannten "Weg der ewigen Tränen" zwischen Geiseben und Kaiserkogel
  • Burgruine Rabenstein, im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts auf einem bewaldeten Felsen in der Pielachschleife von einem Wichard von Rabenstein, der sich von Hohenstauf nannte, erbaut. Nach dem Erlöschen seines Geschlechts im Namensträgerstamm, kam die dazugehörige Grundherrschaft teils an die Landesfürsten, teils an die Adelsfamilien der Landenberger; Maissauer; Scheck von Wald; die Seisenegger; Hohenberger u.a. und wurden von den Sinzendorfer mit der Grundherrschaft und Schloss Fridau vereinigt. Im 17. Jahrhundert verfiel sie Burg zur Ruine. Auf einem Votivbild in der Rabensteiner Pfarrkirche hat sich eine Abbildung aus dieser Zeit erhalten. (siehe: Gerhard Stenzel: Von Burg zu Burg in Österreich. Mit Luftbildaufnahmen von Lothar Beckel. Verlag Kremayr & Scheriau Wien, 2. verbesserte und erweiterte Auflage, 1973 ISBN 3 218 00278 8, S. 213)
  • Geisbühel (849 m) mit Josef Franz-Hütte (841 m)
    • NAT-URwald am südwestlichen Rücken des Geisbühels
    • Spitzmauer: Felsen am Geisbühel als Aussichtspunkt auf das obere Pielachtal und den Ötscher
  • Pfarrkirche: spätgotische, dreischiffige Staffelkirche, in der Kardinal Franz König am 5. August 1905 getauft wurde
  • Pielachtalbad
  • Rabensteiner Gemeinde- und Kulturzentrum (GuK)
  • Westerndorf am „Greenhorn Hill“
  • 3K-Galerie „die Fabrik“
  • Andreaskirche, ein Gotteshaus (ohne Turm und Dorf) auf einer Anhöhe zwischen Rabenstein und Kirchberg

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neujahrsempfang des Bürgermeisters
  • Jungbürgerfeier
  • Rabensteiner Kultur-Frühling
  • Nationale und internationale Turniere vom Ravenstone Beachvolleyball-Club
  • Karibikfest
  • Kardinal König-Gespräch (letzter Samstag im August)
  • Rabensteiner Kultur-Herbst
  • Stelzenschießen der Rabensteiner Schützengilde, jährlich immer an dem Wochenende um den 15. November
  • Rabensteiner Advent

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rabenstein an der Pielach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien