Radeberger Gruppe

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Radeberger Gruppe KG

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Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 1952
Sitz Frankfurt am Main,
DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Sprecher der Geschäftsführung: Guido Mockel[1]
Mitarbeiterzahl ca. 7.000 (2019)[2]
Umsatz 1,9 Mrd. € (2019)[2]
Branche Getränkeherstellung und -vertrieb
Website www.radeberger-gruppe.de

Die Radeberger Gruppe KG mit Sitz in Frankfurt am Main ist die größte Brauereigruppe in Deutschland. Sie produziert an 16 Standorten Bier und alkoholfreie Getränke.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Erwerb der Aktienmehrheit an der Binding-Brauerei durch die Dr. August Oetker KG entstand 1952 der für Bier und alkoholfreie Getränke zuständige Geschäftsbereich der Oetker-Gruppe. Im Juli 2002 wurde die Binding-Gruppe in Radeberger Gruppe umbenannt.

Unter dem Gruppendach werden bekannte Marken geführt wie Radeberger Pilsner, Jever, Schöfferhofer Weizen und Selters. Der Umsatz beträgt etwa 1,9 Milliarden Euro (2019). Nach eigenen Angaben hat die Radeberger-Gruppe bei einem Absatz von 13 Millionen Hektolitern in Deutschland einen Marktanteil von 15 Prozent.[2]

Das Bundeskartellamt verhängte am 2. April 2014 gegen die Radeberger-Gruppe und weitere Brauereien in Deutschland sowie den Verband Rheinisch-Westfälischer Brauereien e. V. Geldbußen wegen verbotener Preisabsprachen bei Bier in Höhe von insgesamt 231,2 Millionen Euro.[3]

Ende 2017 wurde die Marke Bionade an den Getränkehersteller Hassia Mineralquellen verkauft.[4]

Der Hopfenhändler BarthHaas setzte die Radeberger Gruppe mit Stand Ende 2019 auf Platz 23 der 40 größten Brauereigruppen der Welt.[5]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus Kölscher Brautradition, Kölsch-Marken der Radeberger-Gruppe

Produktion alkoholfreier Getränke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Biermarken der Radeberger Gruppe sind:

Daneben vertreibt die Radeberger Gruppe die Marken Krušovice Královský Pivovar, Guinness- und Kilkenny-Fass- und Flaschenbier sowie Produkte von Stowford Cider in Deutschland. Die Königliche Brauerei Krušovice in Tschechien, die von 1994 bis 2007 zur Radeberger Gruppe gehörte, wurde im Juni 2007 von Heineken erworben. Der Vertrieb in Deutschland erfolgt aber weiterhin durch die Radeberger Gruppe.[7] Seit 2015 produziert und vertreibt die Radeberger Gruppe zusätzlich die Produkte aus dem Hause PepsiCo.[8]

Außerdem gehört der Gruppe die Mineralwassermarke Selters.

Beteiligungen an Getränkefachgroßhandlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DGL Deutsche Getränke Logistik, Lingen (50 % Joint Venture mit Veltins (50 %) hierzu gehören
    • Essmann, Lingen sowie Westdeutsche Getränke Logistik, Westdeutsche Getränke Handel, Dortmund)
  • Getränke Hoffmann, Blankenfelde-Mahlow OT Groß Kienitz (100 %)
  • Getränke Preuss Münchhagen, Berlin (100 %); (ehemals Bierpark Münchhagen, Blumberg und Fritz Preuss Bier-Import GmbH Berlin)
  • Schenker, Senftenberg (100 %)
  • ESG Getränke, Kabelsketal (100 %)
  • Wigem, Mainz (100 %)
  • Helmke, Dresden (100 %)
  • Osna & Krause, Osnabrück (100 %)
  • Weidlich, Dortmund (100 %)
  • Cohrt, Kiel (100 %)
  • Botzum, Hanau (100 %)
  • Siems, Kaltenkirchen (100 %)
  • Schneider & Berger, Freiberg (30 %)
  • Getränkeland Heidebrecht, Elmenhorst (15 %)
  • Löffelsend & Weincompagny, Potsdam (40 %)
  • Otto Pachmayr, Oberhaching (100 %)[9]

Beteiligungen an Getränkelieferdiensten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Oktober 2020 übernahm die Radeberger Gruppe den Getränkelieferanten Flaschenpost. Am 2. Dezember wurde die Übernahme vom Bundeskartellamt freigegeben.[10] Durstexpress wurde daraufhin umgeflaggt und dem 2012 gegründeten Start-Up angegliedert.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Radeberger Gruppe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Management. radeberger-gruppe.de, abgerufen am 22. Juli 2021.
  2. a b c Kennzahlen. In: radeberger-gruppe.de, abgerufen am 30. Juli 2020
  3. Kartellverfahren gegen Bierbrauer mit weiteren Geldbußen abgeschlossen. Bundeskartellamt, 2. April 2014, abgerufen am 24. Oktober 2021.
  4. Tillmann Neuscheler: Bionade wechselt Besitzer. In: faz.net. 10. Oktober 2017, abgerufen am 24. Oktober 2021.
  5. BarthHaas Bericht 2019-2020 Deutsch. (pdf) BarthHaas, Oktober 2020, S. 13, abgerufen am 24. Oktober 2021.
  6. Übernahme – Radeberger holt sich Dom-Kölsch. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 24. Oktober 2013, S. 25
  7. Heineken kauft tschechische Brauerei Krusovice. In: Handelsblatt.com. 15. Juni 2007, abgerufen am 16. Juni 2010.
  8. Kooperation mit PepsiCo Deutschland startet zum 1. Januar 2015. 21. Januar 2014, abgerufen am 20. Mai 2014.
  9. Übernahme von Großhändler Pachmayr. Radeberger Gruppe. Lebensmittel Praxis, 19. März 2020, abgerufen am 2. April 2020.
  10. Radeberger (Dr. Oetker) kann Flaschenpost erwerben – Bundeskartellamt gibt Fusion frei. Bundeskartellamt, 2. Dezember 2020, abgerufen am 30. Dezember 2020.
  11. Florian Kolf, Katrin Terpitz: Mit der Flaschenpost-Übernahme gelingt Oetker-Chef Christmann der erste große Coup. Handelsblatt, 2. November 2020, abgerufen am 30. Dezember 2020.