Radikaler Feminismus

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Der Radikale Feminismus ist eine Strömung der feministischen Theorie.

Simone de Beauvoir bezeichnete den radikalen Feminismus, nach Juliet Mitchell, als feministische Theorie, welche den Standpunkt vertritt, dass nicht das System Frauen unterdrückt, sondern die Männer die Unterdrücker sind. In erster Linie handelt es sich, laut radikalem Feminismus, in unserer Gesellschaft um einen psychologischen Machtkampf, den die Männer gewinnen, weil ihnen alle Gesellschaften den Vorrang zugebilligt haben.[1] Die Autorin und radikale Feministin Anne Koedt erweitert den Begriff, indem sie hinzufügt, dass der radikale Feminismus den Einsatz für die vollständige Abschaffung der von der Gesellschaft konstruierten Geschlechterrollen beinhalte. Der Position des radikalen Feminismus liegt zugrunde, dass beide Geschlechterrollen, sowohl die männliche als auch die weibliche, gesellschaftlich erlernt und nicht biologisch bedingt sind. Laut Koedt geht der radikale Feminismus davon aus, dass diese Geschlechterrollen männliche, politische Konstrukte sind, die zur Aufrechterhaltung der männlichen Vorherrschaft und ihres überlegenen Status dienen. Weiter sagt Koedt, dass eine radikale Feministin/ein radikaler Feminist eine Person ist, welche sich nicht nur darauf beschränkt, in ihrem Privatleben für Gleichberechtigung zu sorgen, sondern auch auf politischer Ebene das sexistische gesellschaftliche Konstrukt der Geschlechter abschaffen will.[2] "Man wird nicht als Frau geboren, man wird erst dazu ..."[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht. Rowohlt, Hamburg 1951, DNB 450285936.
  • Jutta Menschik (Hrsg.): Grundlagentexte zur Emanzipation der Frau. Pahl-Rugenstein Verlag, Köln 1976, ISBN 3-7609-0543-9.
  • Juliet Mitchell: Woman's estate. Penguin, Harmondsworth 1971, ISBN 0-14-021425-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Simone de Beauvoir: Ich bezeichne mich selbst als Feministin. 1974.
  2. Anne Koedt: Lesbianism and Feminism. In: Radical Feminism. 1971.
  3. Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau. 1968.