Radio Jena

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Radio Jena (rj), ein lokales Hörfunkprogramm für Ostthüringen, welches regelmäßig über die Frequenzen des offenen Hörfunkkanals Radio OKJ (rokj) ausgestrahlt wird, ist ein Bürgerradioprojekt im Freistaat Thüringen mit Sitz in Jena. Der offene Hörfunkkanal Radio OKJ wird dabei von der Thüringer Landesmedienanstalt/TLM unterstützt, während das lokale Hörfunkprogramm Radio Jena von einer Rundfunkinitiative aus verschiedenen Nutzern des Radio OKJ getragen wird. Lizenziert wurde der Bürgerrundfunk auf der UKW-Frequenz 103,40 MHz und im Kabelnetz auf der Frequenz 107,90 MHz.

Sendebetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bei Radio OKJ ausgestrahlten Sendungen kommen entweder aus den Sendestudios des zentralen „Funkhauses“ im Medienzentrum Schillerhof/Jena oder aus den Rundfunkstudios des „Campusradios“. Radio Jena verfügt über Hörfunk-Studios in Jena; aus den „JenaFarm“-Studios am Saalbahnhof in Jena produziert rj auch Livesendungen für das eigene Thüringer Internetradio ZONO.

Die Sendungen von Radio OKJ, zu denen auch Radio Jena gehört, werden zwar flächendeckend über Ostthüringen ausgestrahlt, sind jedoch wegen topographischer Gegebenheiten nicht überall terrestrisch empfangbar. In der Regel reicht der Empfang in West/Ost-Richtung von Apolda bis Eisenberg bzw. Altenburg und in Nord/Süd-Richtung von der Landesgrenze Sachsen-Anhalt bis nach Orlamünde bzw. Triptis. Das Radio-OKJ-Programm MAX.FM ist samstags per Funkschaltstrecke thüringenweit zu hören, von Eisenach über Nordhausen, Erfurt, Weimar bis nach Jena und Eisenberg. Radio Jena-Produktionen werden im Rahmen von Programmübernahmen und Programmaustausch auch von anderen freien Bürgerradios, NKLs und Offenen Hörfunkkanälen ausgestrahlt.

Einige Programme von Radio OKJ streamen ihren Programme im Internet. Radio Jena verzichtete bis zum Februar 2007 auf ein direktes Media-Streaming seiner Programme. Am 12. Februar 2007 übernahm rj das Radioportal „Cosmic Radio“ und sendet seit Februar 2008 mit „ZONOmynewradio“ ein 24 h-Vollprogramm im Internet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 wurde in Jena der Trägerverein für Bürgerrundfunk und Bürgerradio gegründet, an welchem der frühere HR-Moderator und kommunale leitende Beamte Rainer W. Sauer mitarbeitete. 1998 bekam der Trägerverein die Sendelizenz für Thüringens ersten vereinsgetragenen Lokalradiosender erteilt und nahm am 13. März 1999 mit seinem Offenen Hörfunkkanal Jena den Sendebetrieb auf. Im Laufe des Jahres 1999 formierte sich im OK Jena unter dem Namen „Radio Jena“ eine Rundfunkinitiative für ein regelmäßiges lokales Hörfunkprogramm.

Am 1. Januar 2000 nahm Radio Jena seinen Sendebetrieb auf und produzierte seither neben den regelmäßigen, etwa fünfstündigen, lokalen Nachrichten- und Infosendungen auch einige herausragende Hörfunkproduktionen, für die Radio Jena und Radio OKJ bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurden. Darunter sind eine Nominierung für den Deutsch-Französischen Journalistenpreis, die Auszeichnungen mit dem ÖTV-Radiopreis 2000 und dem TLM-Hörfunkpreis 2001 sowie als „beste Hörfunksendung Thüringens“ für das Dokumentarhörspiel „9. November 1989“.

Seit der Funkausstellung 2001 sendet rj auch als Radiowelle über Ostthüringen hinaus. Aus dem Radiowellen-Testprojekt wurde im Jahre 2003 „Radio Jena CBQ“ und seit 2007 „ZONOmynewradio“. Vor allem mit den langen Radionächten von bis zu 10 Stunden Länge hat sich die "Zono-Radiowelle" inzwischen bundesweit einen Namen gemacht, egal ob zum 80. Geburtstag des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch oder zum 70. Todestag Kurt Tucholskys, ob für Musiker wie Heinz Rudolf Kunze oder Heiner Lürig oder für verschiedene Kulturnächte. Im Sommer 2007 hatte Radio Jena einen eigenen, inzwischen eingestellten „Kabarett Kanal“. Am 28. Februar 2008 erreichte Radio Jena nach eigenen Angaben die bislang größte Hörerzahl, als man aus dem Volksbad in Jena die Entscheidung über die „Stadt der Wissenschaft 2009“ live über Antenne und im Internet übertrug und andere Radiosender das Signal übernahmen.

Originale Sende-Formate von Radio Jena[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sounds vom Synthesizer von 1984 und 1985 (zunächst als Hörfunkserie des Hessischen Rundfunks, inzwischen in exklusiver Dauerlizenz bei Radio Jena)
  • Stadtrat Live - Liveübertragung von Stadtratssitzungen
  • Kabarett Kanal - Literarische Sendungen wie "Die letzte Lesung" oder Livemitschnitte
  • Die lange … Nacht im Radio u. a. für Heinz Rudolf Kunze 2002, Hanns Dieter Hüsch 2005 und 2007, Heiner Lürig 2003, eine senderübergreifende Produktion für das ganze Bundesgebiet
  • Falkmaster und Jonas- Musiksendung mit Gästen, mit Falk Grosse und Jonas Schultheiß.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]