Radio OKJ

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Radio OKJ (rokj) ist ein offener Hörfunkkanal mit Sitz in Jena. Das Bürgerradioprojekt sendet auf der UKW-Frequenz 103,40 MHz und im Kabelnetz auf der Frequenz 107,90 MHz, und wird von der Thüringer Landesmedienanstalt unterstützt.

Sendebetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bei Radio OKJ ausgestrahlten Sendungen kommen entweder aus den Sendestudios des zentralen „Funkhauses“ im Medienzentrum Schillerhof/Jena oder aus den Rundfunkstudios des „Campusradios“.

Die Sendungen von Radio OKJ werden zwar flächendeckend über Ostthüringen ausgestrahlt, sind jedoch wegen topographischer Gegebenheiten nicht überall terrestrisch empfangbar. In der Regel reicht der Empfang in West/Ost-Richtung von Apolda bis Eisenberg bzw. Altenburg und in Nord/Süd-Richtung von der Landesgrenze Sachsen-Anhalt bis nach Orlamünde bzw. Triptis. Das Radio-OKJ-Programm MAX.FM ist samstags per Funkschaltstrecke thüringenweit zu hören, von Eisenach über Nordhausen, Erfurt, Weimar bis nach Jena und Eisenberg.

Einige Programme von Radio OKJ sind per Streaming im Internet empfangbar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 wurde in Jena der Trägerverein für Bürgerrundfunk und Bürgerradio gegründet, an welchem der frühere HR-Moderator und kommunale leitende Beamte Rainer W. Sauer mitarbeitete. 1998 erhielt der Trägerverein die Sendelizenz für Thüringens ersten vereinsgetragenen Lokalradiosender. Am 13. März 1999 nahm der Offene Hörfunkkanal Jena den Sendebetrieb auf. Im Laufe des Jahres 1999 formierte sich im OK Jena unter dem Namen „Radio Jena“ eine Rundfunkinitiative für ein regelmäßiges lokales Hörfunkprogramm.

Am 1. Januar 2000 nahm Radio Jena seinen Sendebetrieb auf und produzierte seither neben den regelmäßigen, etwa fünfstündigen, lokalen Nachrichten- und Infosendungen auch einige herausragende Hörfunkproduktionen, für die Radio Jena und Radio OKJ bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurden. Darunter sind eine Nominierung für den Deutsch-Französischen Journalistenpreis, die Auszeichnungen mit dem ÖTV-Radiopreis 2000 und dem TLM-Hörfunkpreis 2001 sowie als „beste Hörfunksendung Thüringens“ für das Dokumentarhörspiel „9. November 1989“.

Seit der Funkausstellung 2001 sendet rj auch als Radiowelle über Ostthüringen hinaus. Aus dem Radiowellen-Testprojekt wurde im Jahre 2003 „Radio Jena CBQ“ und seit 2007 „ZONOmynewradio“. Vor allem mit den langen Radionächten von bis zu 10 Stunden Länge hat sich die "Zono-Radiowelle" inzwischen bundesweit einen Namen gemacht, egal ob zum 80. Geburtstag des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch oder zum 70. Todestag Kurt Tucholskys, ob für Musiker wie Heinz Rudolf Kunze oder Heiner Lürig oder für verschiedene Kulturnächte. Im Sommer 2007 hatte Radio Jena einen eigenen, inzwischen eingestellten „Kabarett Kanal“. Am 28. Februar 2008 erreichte Radio Jena nach eigenen Angaben die bislang größte Hörerzahl, als man aus dem Volksbad in Jena die Entscheidung über die „Stadt der Wissenschaft 2009“ live über Antenne und im Internet übertrug und andere Radiosender das Signal übernahmen.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]