Radkersburger Bahn

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Spielfeld-Straß–Bad Radkersburg–Ljutomer
Streckennummer (ÖBB): 46201
Streckennummer: 42
Kursbuchstrecke (ÖBB): 502
Streckenlänge: 31,095 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 20 
Minimaler Radius: 143 m
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Betreiber: Österreich: ÖBB
Slowenien: Slovenske železnice
Bundesland (A): Steiermark
Region (SLO): Pomurska
Strecke – geradeaus
Südbahn von Maribor
Bahnhof, Station
0,0 Spielfeld-Straß S-Bahn Steiermark S-Bahn Steiermark 263 m ü. A.
   
Abzweig nach Graz
Haltepunkt, Haltestelle
3,840 Schwarza S-Bahn Steiermark 248 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
6,100 Lichendorf S-Bahn Steiermark 247 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
7,880 Weitersfeld a. d. Mur S-Bahn Steiermark 244 m ü. A.
Bahnhof, Station
11,708 Mureck S-Bahn Steiermark 237 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
14,310 Gosdorf S-Bahn Steiermark 234 m ü. A.
   
17,700 Diepersdorf (bis 2005) 230 m ü. A.
   
20,100 Weixelbaum an der Mur (bis 2005) 225 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
22,529 Purkla S-Bahn Steiermark 222 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
26,295 Halbenrain S-Bahn Steiermark 221 m ü. A.
Bahnhof, Station
30,731 Bad Radkersburg S-Bahn Steiermark 202 m ü. A.
   
31,095 (Gleisende)
   
~32,5 Staatsgrenze Österreich-Slowenien
   
23,050 (Gleisende)
Bahnhof ohne Personenverkehr
22,717 (ex 33,4) Gornja Radgona/Oberradkersburg (nur Güterzüge)
Bahnhof ohne Personenverkehr
17,155 (ex 39,6) Slatina Radenci/Bad Radein (nur Güterzüge)
   
13,1 (ex 43,79) Hrastje-Mota/Eich-Mautdorf (stillgelegt)
   
9,4 (ex ~47,5) Bučečovci/Wudischofzen (stillgelegt)
Bahnhof ohne Personenverkehr
4,665 Križevci pri Ljutomeru/Kreuzdorf (nur Güterzüge)
   
(ex 56,2) von Murska Sobota
Bahnhof, Station
0,0 (ex 56,5) Ljutomer/Luttenberg
Strecke – geradeaus
von Ormož

Die Radkersburger Bahn ist eine Bahnstrecke entlang der Mur, die die Stadt Bad Radkersburg mit der Österreichischen Südbahn verbindet. Die Strecke ist eingleisig und nicht elektrifiziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Errichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Radkersburger Bahn wurde von der k.k. priv. Südbahngesellschaft konzessioniert und errichtet. Der Bau bot keinerlei nennenswerte Probleme. Die Eröffnung des ersten Abschnittes zwischen Spielfeld-Straß und Radkersburg erfolgte am 12. Juli 1885.[1]

Am 16. Oktober 1890 erfolgte die Inbetriebnahme des Abschnittes von Radkersburg bis Luttenberg (heute Ljutomer). Bis zur Übernahme der k.k. priv. Südbahngesellschaft durch die ÖBB wurde die Strecke von der Südbahngesellschaft betrieben.

Teilung der Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Ende des Ersten Weltkriegs fiel der südliche Teil der Steiermark an Jugoslawien, wodurch auch die Eisenbahnstrecke im km 32,5 geteilt wurde. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Abschnitt zwischen Radkersburg und Gornja Radgona/Oberradkersburg am 17. April 1945 eingestellt und später abgetragen. Das Streckenende befindet sich seitdem im km 31,095. Auf dem heute slowenischen Teil zwischen Gornja Radgona/Oberradkersburg und Ljutomer/Luttenberg gibt es nur noch Güterverkehr.

Streckenverlauf Radkersburger Bahn

Aktuelle Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Bad Radkersburg

Die Radkersburger Bahn kam in ihrer Bedeutung auf Grund ihres Einzugsgebietes nie über eine regionale Bahnlinie hinaus und war mehrmals einstellungsgefährdet.

Sicherung des Fortbestands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 wurden die Weichen für einen Weiterbestand der Bahnstrecke gestellt. Auf Grund des laufenden Verkehrsdienstevertrages mit dem Land Steiermark wurden nach Drängen der neuen Landesregierung im Herbst 2006 in Absprache zwischen der ÖBB-PV AG und der ÖBB-Infrastruktur-Betriebs AG in verschiedenen Bahnhöfen und Haltestellen zum Teil umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt. Durch diese Maßnahmen − vor allem durch die Erhöhung der Bahnsteigkanten auf mindestens 38 cm − wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass mit Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 die neue Triebwagengeneration Reihe 5022 der ÖBB eingesetzt werden konnte. Damit wurde in Verbindung mit dem bereits zuvor errichteten Zugleitbetrieb auch die Grundlage für eine wirtschaftliche Betriebsführung geschaffen, die den Fortbestand dieser Eisenbahnstrecke sichern soll.

Im Jänner 2015 wurde über eine Machbarkeitsstudie zum Wiederaufbau der Eisenbahn zwischen Radkersburg und Gornja Radgona berichtet. Für den Bau dieser 2,85 km langen Eisenbahnstrecke mit einer 150 Meter langen Brücke über die Mur wurden Kosten von rund 20 Millionen Euro genannt.[2] Im Jänner 2016 wurde vom steirischen Landtag die Errichtung der Strecke formal beschlossen.[3]

S-Bahn Steiermark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 wird die Strecke als S-Bahn Steiermark bezeichnet und ist somit Teil des Netzes der S-Bahn Steiermark.

Würdigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 gab die österreichische Post eine Sonderbriefmarke 125 Jahre Grenzlandbahn Spielfeld-Straß - Bad Radkersburg heraus.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Inland. (…) Eisenbahn Radkersburg–Spielfeld. In: Wiener Zeitung, Nr. 159/1885, 15. Juli 1885, S. 2, Mitte links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz.
  2. Die Weichen für die Bahn wurden gestellt. In: Kleine Zeitung. Ausgabe Südost, 15. Jänner 2015, abgefragt 20. Jänner 2015
  3. Bahnausbau Radkersburg-Slowenien beschlossen auf ORF Steiermark vom 20. Jänner 2016 abgerufen am 20. Jänner 2016
  4. Eintrag zu Radkersburger Bahn im Austria-Forum (als Briefmarkendarstellung) abgerufen am 28. Oktober 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Radkersburger Bahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien