Radschab

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Dieser Artikel widmet sich dem islamischen Monat Radschab, das ehemalige libysche Staatsoberhaupt behandelt der Artikel Muhammad az-Zaruq Radschab.

Der Radschab (arabisch ‏رجب‎, DMG Raǧab) ist der siebte Monat des Muslimischen Kalenders. Als Vormonat des Schaʿban folgt er dem Dschumada th-thaniyya. Der Name ist von radschaba abgeleitet, was mit "respektieren" übersetzt wird; der Monat trägt den Beinamen al-fard, „der Einzige“.

Bedeutung[Bearbeiten]

Der Radschab ist im Islam der Monat der Himmelsreise des Propheten Mohammed (in der Nacht zum 27. Tag des Monats, siehe al-Isra) und ist einer der vier heiligen Monate im islamischen Mondkalender, galt jedoch schon in vormuslimischer Zeit als geheiligter Monat mit einer speziellen Bedeutung: So sollten während des Radschab keine Fehden ausgetragen werden. Die heiligen Monate zeichnen sich dadurch aus, dass eine Sünde in ihnen schwerwiegender zählt, hingegen eine gute Tat, ein Fastentag und Gebete mehr Belohnung zur Konsequenz haben, wie vom Prophetengefährten und Koran-Kommentatoren Ibn Abbas auch erklärt wird:

„(…) Er [Allah] hat die vier Monate für heilig erklärt (…) und die Sünden in ihnen als schwerwiegender [bestimmt] und die gute Tat und die Belohnung schwerwiegender [gemacht].“

Ibn Abbas

Der Radschab gilt als ein günstiger Monat für die Durchführung der „kleinen Pilgerfahrt“ Umra. In den ragha'ib-Nächten zu Beginn des Monats wird der Empfängnis des Propheten gedacht. Für manche gelten der 11. und der 13. Tag des Monats als negative Tage.

In Kairo wurde Mitte des Monats der Zainab bint Ali gedacht, im Iran galt dieser Tag als „Tag der Öffnung“, an dem die Himmelspforte geöffnet wurde. Im indischen Raum wurde an einem beliebigen Freitag im Monat des Salar Masʿud gedacht.

Der Name des Monats ist auch als Vorname üblich (türkische Variante: Recep).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]