Raifun

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Raifun
Der Suco Raifun liegt im Nordosten des Verwaltungsamts Maliana. Der Ort Raifun liegt im Osten des Sucos.
Daten
Fläche 10,86 km²[1]
Einwohnerzahl 1,623 (2015)[1]
Chefe de Suco Alberto Amaral Fernandes
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Nunutana 156
Raifun Foho 170
Raifun Vila 1.297
Raifun (Osttimor)
Raifun
Raifun
Koordinaten: 9° 0′ S, 125° 17′ O

Raifun (tetum Rai Foun; deutsch „Neues Land“, auch Rai Fun) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Maliana (Gemeinde Bobonaro). Außerdem tragen zwei Orte im Suco diesen Namen.

Die Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Osten des Ostteils liegen die Orte Nunutana und Raifun (Raefun, Raetun)[2][3] An der Überlandstraße im Osten des Westteils liegen die Orte Dirumdesan und Raifun Vila (Rai Foun Bila). Westlich von Dirumdesan liegt das Flugfeld von Maliana (8° 58′ 25″ S, 125° 13′ 5″ O) mit Hubschrauberlandeplatz und die Polizeistation von Maliana. In jedem Teil Raifuns gibt es eine Grundschule. Die Grundschule im Ostteil liegt in Nuntana.[4] Hier gibt es auch seit 2007 ein kommunales Gesundheitszentrum, dass 3.000 Menschen in der Region versorgt.[5] Außerdem befindet sich im Suco eine Vorschule, die Escola Pre-Primaria Raifun.[3][6]

Der Suco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raifun
Orte Position[7] Höhe
Dirumdesan 8° 59′ S, 125° 13′ O 403 m
Nunutana 9° 0′ S, 125° 17′ O 645 m
Raifun 9° 0′ S, 125° 17′ O 795 m
Raifun Vila 8° 59′ S, 125° 13′ O  ?

Im Suco leben 1.623 Einwohner (2015), davon sind 809 Männer und 814 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 149,5 Einwohner/km². Im Suco gibt es 256 Haushalte.[1] Knapp 80 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Weitere knapp 20 % sprechen Kemak und eine kleine Minderheit Habun.[8]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Raifun eine Fläche von 10,41 km².[9] Nun sind es 10,86 km².[1] Der Suco verteilt sich auf zwei getrennte Territorien im Nordosten des Verwaltungsamt Malianas. Der östliche Teil wird vom Suco Ritabou umschlossen, außer im Westen, wo jenseits des Flusses Buloho der Suco Lahomea liegt. Im Osten fließt der Biabuil einen Teil der Grenze entlang. Beide Flüsse gehören zum System des Lóis, allerdings zu den beiden verschiedenen Hauptarmen. Der Biabuil fließt zum Marobo, der Buloho zum Nunura.[2]

Der westliche Teil von Raifun wird im Norden und Osten ebenfalls vom Suco Ritabou begrenzt. Die Ostgrenze bildet der aus dem anderen Teil Raifuns kommende Buloho. Im Westen und Süden liegt der Suco Odomau, im Südwesten der Suco Lahomea. Von der Stadt Maliana aus führt eine Überlandstraße Richtung Norden durch den Osten des Gebiets nach Hatolia Vila.[2]

Im Suco befinden sich die drei Aldeias Nunutana (Nuntana), Raifun Foho (deutsch Raifun Berg) und Raifun Vila (deutsch Raifun Stadt).[10]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Bürgerkriegs zwischen FRETILIN und UDT 1975 flohen etwa 500 Einwohner Raifuns in die Berge oder nach Haekesak im indonesischen Westtimor.[11]

Am 2. September 1999 wurden die zwei einheimischen UNAMET-Mitarbeiter Ruben B. Soares und Domingos Pereira in Raifun von zwei indonesischen Offizieren und der pro-indonesische Miliz Dadurus Merah Putih ermordet. Von den zehn als Täter identifizierten Personen wurde nur eine verhaftet und vor Gericht gestellt. Die anderen neun waren vermutlich nach Westtimor geflohen.[12][13]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004–2005 wurde Alberto Amaral Fernandes zum Chefe de Suco gewählt[14] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. a b c Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  3. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 535 kB)
  4. Islands business, 2007, Development: Not just another road project. Archiviert vom Original am 27. Januar 2013, abgerufen am 20. Januar 2016.
  5. UNCDF, 18. Oktober 2007, Three UN Organizations Join Forces to Tackle MDG Obstacles in Asia
  6. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  7. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  8. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Raifun (tetum; PDF; 8,5 MB)
  9. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  10. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  11. CAVR-Abschlussbericht: 7.3 Forced displacement and famine (englisch; PDF; 1,3 MB)
  12. UN News Centre, 28. Juni 2002, East Timor prosecutor issues new indictments, including one for 1999 murder of local UN staff (Memento vom 31. Oktober 2002 im Internet Archive)
  13. Master of Terror: First Lt (Inf) Sutrisno
  14. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  15. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

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