Rainald Becker (Journalist)

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Rainald Becker (* 19. November 1959 in Tönisvorst) ist ein deutscher Fernsehjournalist der ARD. Seit Juli 2016 ist er ARD-Chefredakteur sowie ARD-Koordinator für Politik, Gesellschaft und Kultur in der ARD Programmdirektion in München. Zuvor war er von Januar 2009 bis Juni 2016 stellvertretender Studioleiter und stellvertretender Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio. Außerdem moderierte er bis zum 22. Mai 2016 den Bericht aus Berlin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rainald Becker ist Diplom-Sozialwissenschaftler und studierte außerdem Politik und Katholische Theologie. Er erhielt ein Stipendium des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses e. V. Seine journalistische Laufbahn begann er ab 1982 beim WDR-Fernsehen als freier Mitarbeiter unter anderem für die Landesstudios Düsseldorf und Köln. 1986 wechselte er zum damaligen SDR (Süddeutscher Rundfunk, heute Südwestrundfunk/SWR) und wurde Redakteur für Innenpolitik und Auslandsberichterstattung. Ab 1993 war er leitender Redakteur, Reisekorrespondent und Moderator in der Auslandsredaktion und wurde 1995 stellvertretender Leiter der Weltspiegel-Redaktion. Von 1999 bis 2006 ging er erstmals als Fernsehkorrespondent ins Berliner ARD-Hauptstadtstudio. Anschließend wurde er stellvertretender Abteilungsleiter Fernsehen Ausland und Europa sowie Leiter der Weltspiegel-Redaktion im SWR. Von Januar 2009 bis Juni 2016 war er stellvertretender Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio mit den Fachgebieten Bundespräsident, Bundestags- und Bundesratspräsident, Terrorismus, Geheimdienste sowie Kanzleramt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kontext der Anschläge in Norwegen 2011 geriet Becker in die öffentliche Kritik. Im Rahmen der Berichterstattung stellte er die Verschwörungstheorie eines islamistischen Angriffs auf, obwohl die Faktenlage eine andere war. Die norwegische Polizei hatte Anders Behring Breivik zu diesem Zeitpunkt bereits als Tatverdächtigen festgenommen und dies auch mitgeteilt.[1][2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 Auszeichnung der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie Fernseh-Journalismus für Schattenwelt BND – Wie viel Geheimdienst braucht Deutschland? (gemeinsam mit Christian H. Schulz)

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Programmmanagement. Wenn das Vollprogramm zum Nachrichtenkanal wird. In: Claudia Mast (Hrsg.): ABC des Journalismus. Ein Handbuch. 13. Aufl., Halem Verlag 2018, 600 S., ISBN 978-3-7445-0821-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karim El-Gawhary: Arabesken – Plädoyer zur Abschaffung des Terrorexperten. Selten waren so viele so schnell auf dem Holzweg (Memento des Originals vom 4. August 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/blogs.taz.de. In: tazblogs. 23. Juli 2011
  2. Ulrike Thiele & Markus Hesselmann: Medienkritik im Internet: Vorschnell islamistisch. In: Der Tagesspiegel. 24. Juli 2011