Rainer Maria Woelki

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Rainer Maria Woelki
Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln (2019).jpg
Rainer Maria Kardinal Woelki, 2019
Coat of arms of Rainer Maria Woelki (Cologne).svg
Wappen als Erzbischof von Köln


Rainer Maria Kardinal Woelki (* 18. August 1956 in Köln-Mülheim) ist ein deutscher Theologe, Kardinal der römisch-katholischen Kirche und seit 2014 Erzbischof von Köln sowie Metropolit der zugehörigen Kirchenprovinz.

Seit 2012 ist er Kardinalpriester von San Giovanni Maria Vianney.

Werdegang bis zum Jahr 2003

Woelkis Eltern waren ostpreußische Heimatvertriebene, gebürtig aus Frauenburg im Ermland, die 1945 in den Westen Deutschlands flohen. Rainer Maria Woelki wuchs in der Kölner Bruder-Klaus-Siedlung im Stadtteil Mülheim auf, in deren Gemeinde er als Messdiener und Jugendgruppenleiter wirkte und 1985 auch seine Primiz feierte.[1] Nach seinem Abitur am Städtischen Hölderlin-Gymnasium in Köln-Mülheim 1977[2] leistete er seinen Wehrdienst im Panzerartillerie­lehrbataillon 95 in Munster (Örtze) und studierte dann von 1978 bis 1983 Katholische Theologie und Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg unter anderem bei Karl Lehmann, dem späteren Kardinal und Bischof von Mainz.[3] In Bonn gehörte er 1979 zu den Wiederbegründern der Aktivitas der Studentenverbindung katholischer Theologen St.V.k.Th. Rhenofrankonia Bonn.[4]

2000 wurde Rainer Maria Woelki an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz in Rom mit einer Dissertation zum Thema Die Pfarrei – ein Beitrag zu ihrer ekklesiologischen Ortsbestimmung zum Doktor der Theologie promoviert.[5]

Woelki war 1983 Praktikant und 1984 Diakon in der Pfarrgemeinde St. Katharina in Gerresheim im Osten Düsseldorfs.[6][7] Er empfing am 14. Juni 1985 durch Erzbischof Joseph Kardinal Höffner im Kölner Dom die Priesterweihe. Nach seelsorgerischer Tätigkeit als Kaplan an St. Marien in Neuss, Präses der Kolpingsfamilie Neuss-Zentral, Militärpfarrer in Münster-Handorf und Kaplan an St. Joseph in Ratingen wurde er 1990 Erzbischöflicher Kaplan und Geheimsekretär von Joachim Kardinal Meisner. Von 1997 bis 2003 war Rainer Woelki Direktor des Theologenkonviktes Collegium Albertinum in Bonn. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm am 21. November 1999 den Päpstlichen Ehrentitel Kaplan Seiner Heiligkeit (Monsignore).[8]

Weihbischof in Köln

Papst Johannes Paul II. ernannte Woelki am 24. Februar 2003 zum Titularbischof von Scampa und zum Weihbischof im Erzbistum Köln. Joachim Kardinal Meisner spendete ihm am 30. März 2003 im Kölner Dom die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren sein Amtsvorgänger Weihbischof Klaus Dick und der damalige Kölner Weihbischof Norbert Trelle.

Sein damaliges Bischofswappen war zweigeteilt. Es zeigte oben ein geständertes (geteiltes) Kreuz auf silbernem Grund, das Wappen des Erzbistums Köln. Unten befand sich das Attribut des schweizerischen Heiligen Klaus von der Flüe (Patrozinium der Heimatpfarrei in Köln-Mülheim), ein Rad, bestehend aus zwei konzentrischen silbernen Ringen, aus deren Mitte sechs goldene Nägel erwachsen. Hinter dem Wappenschild das Kreuz, darüber der grüne Galero mit jeweils sechs grünen Quasten. Im Schriftband der Wahlspruch Bischof Woelkis Nos sumus testes („Wir sind Zeugen“); dieser entstammt der Apostelgeschichte (Apg 5,32 EU).

Joachim Kardinal Meisner ernannte Weihbischof Woelki zum Bischofsvikar für die Fragen der Glaubenslehre und Ökumene und beauftragte ihn mit dem Pastoralbezirk Ost des Erzbistums. 2003 wurde er zum residierenden Domkapitular gewählt. Seit dem 1. Januar 2005 war Woelki Bischofsvikar für den Ständigen Diakonat[9] und seit dem 1. Januar 2006 für den Pastoralbezirk Nord mit den Großstädten Düsseldorf und Wuppertal zuständig.

Erzbischof von Berlin

Wappen Kardinal Woelkis als Erzbischof von Berlin

Woelki wurde am 27. August 2011 in der St.-Hedwigs-Kathedrale in das Amt als Erzbischof von Berlin eingeführt. Papst Benedikt XVI. hatte am 2. Juli 2011 Woelkis Wahl durch das Berliner Metropolitankapitel bestätigt und ihn zum Erzbischof von Berlin ernannt.[10][11] Am 16. August 2011 legte Woelki als erster Erzbischof den nach dem Reichskonkordat vom 20. Juli 1933 vorgeschriebenen Treueid vor dem Senat von Berlin ab.[12]

Sein Amtswappen verbindet die Wappen der vorreformatorischen Diözesen Brandenburg, Havelberg, Cammin und Lebus, auf deren Grund das Erzbistum Berlin errichtet wurde, mit einem fünften Feld im Schildfuß, das auf goldenem Grund ein blaues Rad mit sechs roten Keilen als Speichen zeigt, die abwechselnd nach außen oder innen gerichtet sind: das Meditationsbild des heiligen Niklaus von Flüe, des Patrons der Heimatpfarrei Kardinal Woelkis in Köln-Mülheim. Hinter dem Wappenschild stehen die Attribute eines Erzbischofs im Kardinalsrang, ein Doppelkreuz und ein Galero mit 15 Quasten.

Die Ernennung führte zu öffentlichen Spekulationen um mögliche Positionen und Haltungen Woelkis. Aufgrund seiner Promotion an der Opus-Dei-geführten Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz und einer Predigt zu Josemaría Escrivá bei einem Festakt des Opus Dei 2008 in der Kölner Kirche St. Pantaleon[13] wurde ihm eine persönliche Verbindung mit, gerüchteweise auch die Mitgliedschaft in dieser Personalprälatur unterstellt.[14][15] Woelki führte in seinen Reaktionen aus, er sei kein Mitglied dieser Organisation:[16] „Ich bin immer Diözesanpriester gewesen und gehöre weder dem Opus Dei noch einer anderen kirchlichen Gemeinschaft an.“[17]

Bischof Woelki hatte als Weihbischof in Köln in einem Personalgespräch mit Georg Schwikart, einem damaligen Kandidaten für den ständigen Diakonat, Homosexualität als Verstoß gegen die „Schöpfungsordnung“ bezeichnet.[18][19] Die Ernennung Woelkis zum Berliner Erzbischof rief deshalb unter anderem beim Arbeitskreis „Lesben und Schwule in der SPD“ wie auch bei Berliner Bundestagsabgeordneten aus CDU, Grünen und SPD Kritik hervor.[20] In einer Pressekonferenz nach seiner Ernennung erklärte Woelki, dass er „allen Menschen an seiner neuen Wirkungsstätte mit Respekt und Achtung begegnen“ und auch Gesprächsangebote des Lesben- und Schwulenverbands annehmen wolle. Zu dem Gespräch kam es am 16. September 2011.[19][21]

Im feierlichen Konsistorium vom 18. Februar 2012 nahm ihn Benedikt XVI. als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Giovanni Maria Vianney in das Kardinalskollegium auf.[22] Am 29. Juni 2012 wurde Rainer Maria Woelki von Benedikt XVI. im Petersdom das Pallium verliehen, ein Amtsabzeichen der Metropoliten. Seine Titelkirche nahm er am 30. Juni 2012 formell in Besitz.[23] Nach Benedikts Rücktritt am 28. Februar 2013 nahm Kardinal Woelki am Konklave 2013 teil.

Pressekonferenz zur Ernennung von Kardinal Woelki zum Erzbischof von Köln am 12. Juli 2014. Rainer Maria Kardinal Woelki, Diözesanadministrator Stefan Heße (links) und Dompropst Norbert Feldhoff

Am 7. September 2014 wurde Kardinal Woelki in einem Pontifikalamt als Erzbischof von Berlin verabschiedet.[24]

Woelki setzte verschiedene Zeichen der Veränderung: Er nahm bewusst seinen Wohnsitz im Arbeiterbezirk Wedding, bemühte sich um Hilfe für Flüchtlinge und berief zahlreiche Frauen in leitende Funktionen,[25] so mit Ulrike Kostka erstmals eine Frau als Direktorin des Diözesan-Caritasverbandes.[26] Er leitete im Erzbistum Berlin eine tiefgreifende Strukturreform mit dem Titel „Wo Glauben Raum gewinnt“ ein, deren Ziel ist, bis 2020 die Zahl der rechtlich selbständigen Pfarreien auf 30 zu reduzieren.[27] Bereits von seinem Vorgänger wurde die Neugestaltung des Innenraums und des Umfeldes der St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin ins Auge gefasst. Sie wurde im November 2013 mit der Ausschreibung eines Architekten-Wettbewerbs begonnen.[28]

Erzbischof von Köln

Rainer Maria Woelki (2014)
Der emeritierte Erzbischof von Köln Joachim Kardinal Meisner überreicht den Petrusstab an seinen Nachfolger Rainer Kardinal Woelki
Staatlicher Treueeid in der Staatskanzlei NRW
Beurkundung des Treueeides mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und der Chefin der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz Jacqueline Kraege (18. September 2014)

Am 11. Juli 2014 wurde Woelki von Papst Franziskus zum Erzbischof von Köln ernannt. Er ist der 95. Bischof dieses Bistums. Die Amtseinführung fand am 20. September 2014 im Rahmen eines Pontifikalamtes im Kölner Dom statt. Als Geschenk an Kardinal Woelki wurde eine Motette des Düsseldorfer Kirchenmusikers Klaus Wallrath zum Wahlspruch des Erzbischofs Nos sumus testes uraufgeführt.[29]

Sein neues Amtswappen besteht aus einem zweigeteilten Schild. Über dem Schild ein goldenes Doppelkreuz. Auf der linken Schildseite zeigt es das schwarze Kreuz des Erzbistums Köln, im rechten Schildteil das Meditationsrad des Nikolaus von Flüe. Bruder Klaus war der Patron seiner Heimatpfarrei in der Bruder-Klaus-Siedlung in Köln-Mülheim. Unter dem Wappenschild das Pallium und das Schriftband mit seinem Wahlspruch.

Umgang mit sexualisierter Gewalt an Kindern

Gutachten zu sexualisierter Gewalt

Im Jahr 2018 gab Woelki bei einer Münchener Rechtsanwaltskanzlei ein Gutachten in Auftrag zu sexualisierter Gewalt, begangen an Kindern durch Täter, welche beim Bistum angestellt waren. In dem Gutachten sollte es insbesondere auch um den Umgang einzelner Verantwortlicher im Erzbistum Köln mit den Taten gehen.[30] Woelki gab nach der Beauftragung an, dass ein Ziel auch die Nennung von Namen früherer Verantwortungsträger, die gegebenenfalls Fehler gemacht hatten, sein müsse.[31]

Am 30. Oktober 2020 teilte Woelki der Presse mit, dass er das Gutachten nicht veröffentlichen werde, weil es erhebliche methodische Mängel aufweise. Die begutachtende Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker und Wastl wies Woelkis Vorwürfe zurück und würde das Gutachten gerne veröffentlichen wollen, damit die Öffentlichkeit und die Opfer die Fakten prüfen könne.[32] Ein Gutachten derselben Kanzlei zur Aufklärung von sexualisierter Gewalt im Bistum Aachen[33] wurde im November 2020 veröffentlicht.[34] Das Gutachten in Köln hat jedoch eine besondere Brisanz, da damals verantwortliche führende Mitarbeiter weiterhin hohe Ämter in der katholischen Kirche bekleiden, insbesondere die Bischöfe Stefan Heße und Dominikus Schwaderlapp.[35]

Woelki gab an, bis zum 18. März 2021 eine vollständige Neufassung der Untersuchung zu veröffentlichen, welche er bei einer anderen Kanzlei in Auftrag gegeben habe.[36] Am 28. November 2020 teilte Kardinal Woelki mit, das Gutachten doch einzelnen Personen zu einem späteren Zeitpunkt zugänglich machen zu wollen.[37] Parallel dazu war ein von Woelki in Auftrag gegebenes Einzelgutachten der Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker und Wastl zum Priester Nikolaus A. bereits seit einigen Tagen auf den Seiten des Kölner Stadt-Anzeigers öffentlich einsehbar, in dem erhebliche Mängel im Umgang des Bistums belegt werden.[38][39]

Zum Gutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker und Wastl aus München ließ sich das Erzbistum durch die Kanzleien Redeker Sellner Dahs und Ralf Höcker beraten.[40]

Der Betroffenenbeirat hatte der Nichtveröffentlichung zugestimmt. Einige Mitglieder gaben später an, auf sie sei Druck ausgeübt worden und sie seien instrumentalisiert worden: „Wir sollten das Zertifikat liefern: vom Beirat abgesegnet.“ Mehrere Mitglieder zogen sich aus Protest aus dem Gremium zurück. Ein Mitglied sprach von „gezielter Irreführung“ durch das Erzbistum, da wesentliche Informationen vor Versammlungen nicht zur Verfügung gestellt wurden.[41][42][43] Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln äußerte aufgrund der Ereignisse Zweifel, „ob aus dem System der herrschenden Bistumsleitung aus eigener Kraft heraus eine solche metanoia, Umkehr, und ein solcher Neuanfang zugunsten von Aufklärung, Recht und Gerechtigkeit möglich ist“.[44] Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken beschloss am 20. Oktober 2020 eine Erklärung, in der es heißt: „Aktuell sind wir Zeuginnen und Zeugen intransparenter Vorgänge im Erzbistum Köln. Wir fordern, diese vollständig offen zu legen und insbesondere die Ergebnisse aus dem Gutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl zugänglich zu machen.“[45] Auch die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands forderte eine Veröffentlichung.[46] Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, sagte, er habe bei Woelki bisher einen starken Willen zur Aufarbeitung angenommen. Nun aber deute vieles darauf hin, „dass Kardinal Woelki mit Blick auf Betroffenenbeteiligung, Transparenz und Unabhängigkeit von Aufarbeitung einen massiven Fehler begangen haben könnte“. Der Vorwurf der Vertuschung stehe im Raum.[47] Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx kritisierte die Zurückhaltung des Gutachtens durch Woelki scharf und nannte den Vorgang im Dezember 2020 „verheerend für uns alle“.[48]

Am 6. Januar 2021 bot das Erzbistum Journalisten eine jeweils 20-minütige Einsicht an unter der Voraussetzung, eine Vertraulichkeits-Vereinbarung zu unterschreiben. Die Vereinbarung wurde ohne Vorankündigung vorgelegt. Die Journalisten lehnten ab.[49]

Verhalten im Fall Priester O.

Ein Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger legt nach Ansicht des Journalisten Raoul Löbbert nahe, dass Woelki selbst einen Fall sexualisierter Gewalt an Kindern vertuscht habe. Der Priester Johannes O. (verstorben 2017) sei als Täter dem Erzbistum seit längerem einschlägig bekannt gewesen. Woelki kannte den Mann zudem persönlich seit längerer Zeit. Schon Kardinal Meisner wäre nach dem Kirchenrecht verpflichtet gewesen, den Fall zur Prüfung an die vatikanische Glaubenskongregation zu melden, was er jedoch nicht tat. Nach seinem Amtsantritt als Erzbischof habe Woelki sich dem Vernehmen nach die Personalakte O.s vorlegen lassen. Er unterließ es dann ebenfalls, den Fall nach Rom zu melden.[50] Das mutmaßliche Missbrauchsopfer widersprach im Dezember 2020 der Darstellung Woelkis, es habe an der Aufklärung nicht mitwirken wollen, und erklärte: „Ich habe detailliert über die Tat berichtet und habe gebeten, soweit wie möglich außen vor gelassen zu werden.“[51] Der Kirchenrechtler Thomas Schüller forderte Woelki zum Rücktritt auf, weil er pflichtwidrig vor 2015 keine Untersuchung eingeleitet habe. Stattdessen benutze er nun das Opfer, indem er wahrheitswidrig behaupte, dass es sich nicht zu Aussagen bereit erklärt habe. Damit sei ein Tiefpunkt erreicht, nicht nur rechtlich, sondern auch moralisch.[52]

Verhalten im Fall Priester F.

Die Bild-Zeitung behandelte im Jahr 2020 Woelkis Verhalten im Fall des Priesters F. Im Jahr 1986 beklagten sich Messdiener bereits über Berührungen des Kölner Priesters. Im Jahr 1990 sei er mit Jungen onanierend in einem Gebüsch aufgefunden worden. Im Jahr darauf wurde gegen ihn Anklage erhoben wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern unter 14 Jahren. In den Folgejahren habe er dann eine Mutter mit mehreren Söhnen aufgenommen und sexualisierte Gewalt an den Kindern ausgeübt. Dies wurde im Jahr 1997 bekannt. Das Erzbistum habe mit der Mutter einen sittenwidrigenKnebelvertrag“ abgeschlossen, welcher sie zu Stillschweigen verpflichten sollte. An die Mutter wurden 30.000 Mark gezahlt. Im Jahr 2000 sei der Priester in den einstweiligen und 2004 in den endgültigen Ruhestand versetzt worden. Aber auch im Jahr 2010 kam es wieder zu Beschwerden gegen den Priester im Ruhestand. Im Jahr 2018 verbot Woelki ihm die Ausübung des Dienstes als Priester. Erst nachdem im März 2019 neue Vorwürfe erhoben wurden, habe Woelki eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet und den Fall der Glaubenskongregation in Rom übergeben.[53][54][55]

Rücktrittsforderungen

Im Zusammenhang mit den Vorwürfen wurde Woelki von verschiedener Seite bereits seit November 2020 ein Rücktritt nahegelegt, so vom Kölner Diözesanverband des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und dem Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln, der am 13. November 2020 umgehend transparente Aufklärung gefordert hatte und erklärte: „Für Täter und Vertuscher muss es personelle Konsequenzen geben! ... Wir möchten von Erzbischof Rainer Kardinal Woelki und der Bistumsleitung eine Zusage, ... dass individuelle Verantwortung übernommen wird.“[56][57] Im Dezember forderten die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Opferverein „Eckiger Tisch“ und der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller den Rücktritt des Erzbischofs. Woelki erklärte am 10. Dezember 2020, er habe sich an den Papst gewandt und gebeten, „zu prüfen, ob er eine Pflichtverletzung nach kanonischem Recht begangen habe“. Er sei bereit, die moralische Verantwortung zu übernehmen: „Sollte ich im konkreten Fall Fehler gemacht haben, werden diese klar benannt und ich werde danach handeln.“[58][59][51]

Synodaler Weg

Woelki steht der konkreten Ausgestaltung des „Synodalen Wegs“ der katholischen Kirche in Deutschland kritisch gegenüber. Der Synodale Weg berge das große Risiko, „vornehmlich, ja beinahe ausschließlich strukturelle Änderungen in den Blick und schließlich auch in Angriff zu nehmen“. Schon der Eindruck, der kirchliche Reformprozess sei eine quasi-parlamentarische Abstimmung über den Glauben, müsse unterbunden werden. Die unveränderbare kirchliche Lehre dürfe nicht zur Disposition gestellt werden. Besonders die auch von Papst Franziskus geforderte Bedeutung der Evangelisierung komme für Woelki zu kurz.[60] Daher hat Woelki gegen die Satzung des synodalen Wegs gestimmt.[61]

Als Folge auf den Brief von Papst Franziskus brachten Kardinal Woelki und Bischof Rudolf Voderholzer vom Bistum Regensburg am 19. August 2019 einen alternativen Satzungsentwurf in die Diskussion ein. Er wurde eingehend diskutiert und mit 21 zu 3 Stimmen (bei 3 Enthaltungen) abgelehnt.[62] Der Alternativentwurf hatte sieben (statt vier) Themenschwerpunkte vorgesehen, nämlich: Sexueller Missbrauch, Sendung der Laien im Dienst der Evangelisierung, Jugendkatechese, Ehe- und Familienpastoral, Berufungspastoral, Theologie und Religionsunterricht im Dienst der Evangelisierung sowie Spiritualität und Evangelisierung.[63]

Der Präsident des ZdK, Thomas Sternberg, wies die Kritik Woelkis am Synodalen Weg zurück. Die katholische Kirche müsse sich Grundfragen über die eigene Struktur stellen: „Will man Synodalität, wie sie der Papst immer einfordert, oder will man ein altes Modell der kirchlichen Organisation aus dem 19. Jahrhundert?“, fragte der ZdK-Präsident.[64]

Scharfe Kritik übte der Vorsitzende des Kölner Diozesanrates,[65] Tim Kurzbach, am Widerstand Kardinal Woelkis gegen den Synodalen Weg. "Ich fürchte, er zerstört die Autorität seines bischöflichen Amtes, indem er nicht mit guten Argumenten in der Versammlung zu überzeugen versucht." Dabei sollte er "doch längst erkannt haben, dass das Amt allein eben keine wahre Autorität mehr begründet". Die "angstfreien Diskussionen" des Synodalen Weges hätten "die scheinbare Macht auch eines Kölner Kardinals entzaubert", meint Kurzbach. Auch Woelki sei nur eine Stimme unter den vielen Getauften. "Die Angst vor einer bischöflichen Macht, die nicht auf klugem Argumentieren und klugem Handeln beruht", werde "auch in Köln vergehen".[65]

Coronakrise

In der Coronakrise im Frühjahr 2020 öffnete Woelki das Priesterseminar in der Kölner Innenstadt für die Wohnungslosen der Stadt. Auch gegen Bedenken in seinem eigenen Erzbistum gab der Erzbischof gemeinsam mit jugendlichen Helfern über 100 Mahlzeiten am Tag aus.[66] Auf seine Veranlassung nahmen die katholischen Kliniken im Erzbistum Köln außerdem vier Patienten aus dem besonders betroffenen Nord-Italien zur medizinischen Behandlung auf.[67] In einem Brief an das medizinische Personal würdigte er deren Einsatz für Erkrankte als „herausragend“.[68]

Konflikt mit der Katholischen Hochschulgemeinde Köln

Im November 2020 wurde das Positionspapier „Wir wollen glaubwürdig bleiben“ der Katholischen Hochschulgemeinde in Köln (KHG) gegen den Willen von Verantwortlichen und Autoren von der Webseite der KHG entfernt, die dazu mehrere Tage gesperrt wurde.[69][70][71] Die Webseite ist mittlerweile – ohne das monierte Positionspapier – wieder erreichbar.[72] Die Evangelische Studierendengemeinde in Köln erklärte sich mit der KHG solidarisch[73] und veröffentlichte es.[74] Nachdem das Erzbistum arbeitsrechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen der KHG angedroht hatte, sprachen Mitarbeiter von Zensur und forderten, „es muss endlich vorbei sein mit einer Kirche der Angst“.[75]

Öffentliche Resonanz

Die unerwartete Ernennung Woelkis zum Erzbischof von Köln 2014 stieß in der Öffentlichkeit auf eine ausgesprochen positive Resonanz.[76] Der Nachfolger des bis zuletzt umstrittenen Kardinal Meisner war Rheinländer und stammte sogar aus Köln. Seine ersten Entscheidungen verhießen eine neue Ära der Offenheit und Zusammenarbeit.[77][78]

Mit seiner konservativen Profilierung erntete er aber im traditionell liberalen rheinischen Katholizismus zunehmend Kritik.[79] Dies gilt nicht nur für seine ausgesprochen traditionellen Positionen zur Frauenordination und zur Homosexualität,[80] sondern auch für seine Versuche, innerkirchliche Diskussionen zu diskreditieren oder zu unterdrücken. So irritierte Woelki angesichts der Diskussion zur Frauenordination in der katholischen Kirche, die auch im Rahmen des Synodalen Weges stattfindet, mit seiner Aussage, dass die Frage der Frauenordination nicht offen sei und die Diskussion darüber daher außerhalb der Lehre der Kirche stattfinde.[81][82]

Positionen

Flüchtlinge

Bereits kurz nach seinem Amtsantritt als Erzbischof von Köln reagierte Kardinal Woelki auf die steigenden Flüchtlingszahlen. Im November 2014 initiierte er die „Aktion Neue Nachbarn“, die im Erzbistum Köln eine Willkommenskultur für Geflüchtete stärken sollte und die Flüchtlingshilfe in den Kirchengemeinden koordinieren und unterstützen sollte. Finanzielle Unterstützung und neu eingestellte hauptamtliche Integrationsbeauftragte fördern bis heute die Integration von Geflüchteten.[83]

Bundesweite Aufmerksamkeit erzeugte Woelki am 19. Juni 2015 mit 23.000 Glockenschlägen – ein Ton für jeden Bootsflüchtling, der seit dem Jahr 2000 bis zu diesem Zeitpunkt im Mittelmeer ertrunken ist. Die Solidaritätsaktion sollte ein Mahnruf an Politik und Gesellschaft sein, Flüchtlingen zu helfen.[84]

Im September 2016 kritisierte Woelki die vom Vorsitzenden der CSU, Horst Seehofer, erhobene Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge und einer Bevorzugung von Einwanderern aus dem christlich-abendländischen Kulturkreis: Wenn die CSU das Grundgesetz ernst nehme, könne sie keine Obergrenze verlangen, dies ließe das Asylrecht nicht zu.[85]

Andere Religionen

Am 24. April 2016 wandte sich Kardinal Woelki im Kölner Domradio gegen die Aussage der AfD-Politikerin Beatrix von Storch, der Islam sei „eine politische Ideologie, die nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar“ sei. Woelki wies auf die per Grundgesetz geschützte Religionsfreiheit hin und erklärte: „Eine der großen Weltreligionen wird hier in gehässiger Absicht an den Pranger gestellt.“ Wer Muslime verunglimpfe, der solle sich klarmachen, dass Gebetshäuser und Moscheen genauso durch das Grundgesetz geschützt seien wie Kirchen und Kapellen. Der Islam sei mit dem Grundgesetz vereinbar wie das Christentum und das Judentum auch. Nie wieder dürften in Deutschland Menschen aufgrund ihrer Rasse, ihrer Herkunft oder ihrer Religion ausgegrenzt oder verfolgt werden.[86]

Evangelisierung

2017 war Woelki der erste Unterzeichner des Manifests der Initiative Mission Manifest.[87]

Wohnungsmarkt

In seiner Weihnachtspredigt 2017 thematisierte Woelki die prekäre Lage auf dem Wohnungsmarkt und kritisierte, dass „Wohnungen nicht selten ausschließlich zu Renditeobjekten geworden“ seien; dies sei zynisch, wenn sich immer mehr Menschen dadurch Wohnen nicht leisten könnten.[88]

Kommunionempfang konfessionsverschiedener Ehepartner

Am 22. März 2018 verfassten sieben deutsche Bischöfe unter Federführung von Rainer Kardinal Woelki einen Brief an die Kurienkardinäle Kurt Koch und Luis Ladaria, den Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, mit der Bitte, einige Fragen zum Kommunionempfang konfessionsverschiedener Ehepartner zu klären. Dabei wurde an den Präsidenten des Rates für die Einheit der Christen die Bitte gerichtet, klarzustellen, ob die Frage des Kommunionempfangs konfessionsverschiedener Ehepartner im Rahmen einer nationalen Bischofskonferenz entschieden werden könne oder ob eine Entscheidung der Universalkirche notwendig sei.[89] Im Juni wandte sich Luis Kardinal Ladaria mit einem Schreiben an die deutschen Bischöfe und zitierte darin Papst Franziskus, der eine vorbereitete Handreichung der deutschen Bischöfe als „nicht zur Veröffentlichung reif“ bezeichnet hatte, da das Dokument eine Reihe von ungelösten Problemen erheblicher Tragweite aufwerfe. Kardinal Woelki wandte sich gegen Bestrebungen, künftig pastoral begründete Ausnahmen als neue Normen festschreiben zu wollen.[90]

Am 26. Juli 2018 äußerte Papst Franziskus jedoch, der Brief Kardinal Ladarias sei „keine ökumenische Bremse“. Die geplante Handreichung sei sogar restriktiver gewesen, als es das Kirchenrecht vorsehe, und habe keinesfalls die Kommunion für alle öffnen wollen. Er [Franziskus] glaube, es werde „ein Dokument zur Orientierung geben, damit jeder Bischof in seinem Bistum das regeln kann, was das Kirchenrecht schon jetzt erlaubt“.[91][92][93]

Ämter

Deutsche Bischofskonferenz

  • Mitglied des „Ständigen Rats“ der Deutschen Bischofskonferenz
  • Vorsitzender der Kommission für Wissenschaft und Kultur.[94]
  • Stellvertretender Vorsitzender der Kommission IV „Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste“[95]
  • Mitglied der Gemeinsamen Konferenz der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken[96]

Römische Kurie

Kardinal Woelki ist Mitglied folgender Organisationen der Römischen Kurie:

Weitere Ämter

Ehrungen und Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Rainer Maria Woelki – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Ingo Brüggenjürgen: „Ich freue mich auf Berlin!“ Der Kölner Weihbischof Woelki wird neuer Hauptstadtbischof; Domradio 2. Juli 2011.
  2. gloria.tv: Der neue Berliner Erzbischof wollte mal „ganz normaler Pastor“ werden
  3. D: Rainer Maria Woelki neuer Erzbischof von Berlin vaticanhistory.de
  4. Christoph Biskupek: Die Neubegründung der Activitas am 07.11.1979; Artikel auf der Homepage der Rhenofrankonia.
  5. Kölner Weihbischof Woelki wird Erzbischof von Berlin. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Juli 2011. Abgerufen am 4. März 2015.
  6. Woelkis Wurzeln in Düsseldorf. Rheinische Post, abgerufen am 26. Februar 2012.
  7. derwesten.de: Neuer Kölner Erzbischof Woelki war Praktikant in Düsseldorf, 12. Juli 2014
  8. Dr. Rainer Maria Woelki – Weihbischof. Erzbistum Köln, archiviert vom Original am 22. Februar 2012; abgerufen am 4. Juli 2011.
  9. Ab 1. Juli 2011 umbenannt in „Bischofsvikar für die Ausbildung der Ständigen Diakone“ (Amtsblatt des Erzbistums Köln, 151. Jahrgang, 1. August 2011, Stück 9 Nr. 124).
  10. Nomina dell’Arcivescovo Metropolita di Berlin (Germania); in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 2. Juli 2011.
  11. Auf Woelki warten in Berlin bohrende Fragen, in: Berliner Morgenpost vom 3. Juli 2011.
  12. Markus Huth: Nach dem Reichskonkordat von 1933: Neuer Erzbischof Woelki legt als erster Erzbischof Treueid im Roten Rathaus ab, in: Potsdamer Neueste Nachrichten vom 15. August 2011.
  13. Der Gesandte des Kardinals, Fiona Ehlers et al. in DER SPIEGEL
  14. Auf Woelki warten in Berlin bohrende Fragen
  15. Der Berliner Problem-Bischof in Kölner Stadt-Anzeiger online vom 4. Juli 2011, abgerufen am 4. Dezember 2017.
  16. Doktorat von Woelki an der Pontificia Universitá della Santa Croce, Rom
  17. Woelki: Bin kein Mitglied von Opus Dei in Der Tagesspiegel vom 4. Juli 2011.
  18. Peter Wensierski: Gottes Wachhund. In: Der Spiegel. Nr. 14, 2011, S. 40–41 (online4. April 2011).
  19. a b „Eine bestimmte Gruppe, die Konfliktthemen schürt“, www.domradio.de, 21. September 2011, abgerufen am 6. Oktober 2011.
  20. Neuer Erzbischof wegen Schwulen-Äußerung in der Kritik in Die Zeit, 4. Juli 2011.
  21. Woelki will mit Schwulen und Lesben reden. RP-online, 5. Juli 2011, abgerufen am 28. August 2018.
  22. Kardinal Woelki nimmt Titelkirche San Giovanni Maria Vianney in Besitz
  23. Kardinal Woelki in Rom: Überreichung Pallium – Inbesitznahme Titelkirche., abgerufen 15. Juni 2012.
  24. „Sie sind mir ans Herz gewachsen“ – Verabschiedung von Kardinal Woelki im Erzbistum Berlin
  25. Daniel Deckers: Der vermeintliche Hardliner aus dem Rheinland. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. September 2014, S. 3.
  26. caritas.de „Abschied und Neubeginn“, Sozialcourage Ausgabe Berlin, Februar, 2012, abgerufen am 24. September 2014.
  27. Rainer Maria Kardinal Woelki: Wo Glauben Raum gewinnt (PDF-Datei; 207 kB), Hirtenbrief zur pastoralen Neugestaltung, 2. Dezember 2012, online abgerufen am 19. September 2014.
  28. „Es ist an der Zeit.“ Dompropst Rother zur Sanierung von Sankt Hedwig. In: Katholische Sonntagszeitung Erzbistum Berlin. Unser Erzbistum. 119. Jg., Nr. 44, 2./3. November 2013, S. I.
  29. domradio.de, abgerufen am 20. September 2014.
  30. Aachener Zeitung, Heftiger Streit um von Woelki zurückgehaltenes Gutachten, 2.November 2020.
  31. Der Tagesspiegel, Die Verstrickung des Kölner Erzbistums, 21. November 2020.
  32. "Super-Gau für Erzbistum Köln" Woelki hält Missbrauchsgutachten geheim. ntv.de 30. Oktober 2020.
  33. Westpfahl Spilker Wastl Rechtsanwälte, Gutachten: Sexueller Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker im Bereich des Bistums Aachenim Zeitraum 1965 bis 2019.
  34. Süddeutsche Zeitung, Schwere Vorwürfe gegen frühere Amtsträger im Bistum Aachen, 12. November 2020.
  35. Die Zeit, Dominikus Schwaderlapp und Stefan Heße: Bedingt aufklärungsbereit, am 14. Oktober 2020.
  36. „Erhebliche Mängel“. Kardinal Woelki will Missbrauchsgutachten nicht veröffentlichen. Kölnische Rundschau, 30. Oktober 2020.
  37. https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/woelki-gutachten-missbrauch-100.html Beleg Meldung.
  38. https://www.ksta.de/blob/37664430/84119fafcf15f95324421c6064f1459a/gutachten-kirche-priester-a-data.pdf
  39. Kölnische Rundschau, Kölner Erzbischof Woelki kündigt konsequente Aufarbeitung an, 19. November 2020.
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  42. Missbrauch im Erzbistum Köln: Instrumentalisierte Opfer? Monitor, 12. November 2020.
  43. Missbrauchsgutachten belastet Kardinäle Meisner und Höffner. katholisch.de, 18. November 2020.
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  47. Der Tagesspiegel, Missbrauchsbeauftragter kritisiert Kölner Kardinal Woelki scharf, 23. November 2020.
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VorgängerAmtNachfolger
Georg Kardinal SterzinskyErzbischof von Berlin
2011–2014
Heiner Koch
Joachim Kardinal MeisnerErzbischof von Köln
seit 2014