Rainer Werning

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Rainer Werning, 2010

Rainer Werning (* 1949 in Münster (Westfalen)) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Publizist mit dem Schwerpunkt Südost- und Ostasien. In den Philippinen verbrachte er mehrere Jahre. Verschiedene Veröffentlichungen dokumentieren seine Studien und Recherchen. Als Autor ist er für Printmedien im In- und Ausland sowie im Hörfunk tätig.

Leben[Bearbeiten]

Rainer Werning bereiste ab 1968 mehrere Länder Süd-, Südost- und Ostasiens (u.a. Indien und Nepal 1968, Thailand und Laos 1969, weitere Studienaufenthalte in Thailand, Laos, Philippinen, Korea: Süd und Nord). Aus seinen Recherchen bei diesen Reisen hat er eine Vielzahl von Veröffentlichungen erarbeitet.

Von 1979 bis 1985 studierte Werning an der Universität Osnabrück Sozial- und Politikwissenschaften, Literatur und Philosophie und hatte Studienaufenthalte an der University of Hull, der Sophia University in Tokio, der University of the Philippines in Quezon City und der Columbia University in New York. Er promovierte im Sommer 1984 zum Dr. rer. pol.

Seitdem ist Werning als Buchautor, Lektor, freier Publizist in Printmedien und bei öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten tätig, darüber hinaus als Dozent in Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Zurzeit ist er Philippinen- und Korea-Dozent an der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) in Bad Honnef, Lehrbeauftragter am Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück, Affiliated Fellow der Südostasienwissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main sowie Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Offenen Akademie[1]. Von 2010 bis 2013 war Werning Lehrbeauftragter am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn (Abteilung für Südostasienwissenschaft).

Er engagiert sich intensiv in der Philippinen-Solidarität, insbesondere während des Kriegsrechts unter Marcos. Bei mehreren Projekten arbeitete er gemeinsam mit Maria Lourdes U. Hardillo, etwa für die Hintergrund-CD-ROM zum Tatort-Krimi Manila 1998. Außerdem besteht eine vielfältige Zusammenarbeit mit Solidaritätsorganisationen wie medico international, Brot für die Welt, Stiftung für Kinder und dem Korea-Verband e. V. Werning begründete 1986 das Korea Forum und war von 2003 bis 2007 Vorstandsvorsitzender des Korea-Verbandes e. V. in Berlin. Im Jahr 2004 arbeitete er in der internationalen Bewegung gegen die Festnahme von Song Du-yul mit und veröffentlichte zahlreiche Stellungnahmen hierzu.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Berstender Bambus, Frankfurt am Main, 1986
  • Die Philippinen unter Aquino – Facetten eines Machtwechsels (Ko-Autor), Frankfurt am Main, 1987
  • Korea – Kein Land für friedliche Spiele (als Ko-Autor), Reinbek bei Hamburg, 1988
  • Nordkorea – Annäherungen an einen Außenseiter (als Herausgeber), Frankfurt am Main, 1988
  • Philippinen – Paradies in Aufruhr (Ko-Herausgeber), Berlin, 1989
  • Die philippinische Revolution: eine Innenansicht, Essen, 1993
  • North Korea – South Korea, Osnabrück, 2003
  • Unsere Opfer zählen nicht - Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg, (Ko-Autor des Asien-Kapitels), Bonn 2014
  • Handbuch Philippinen: Gesellschaft – Politik – Wirtschaft – Kultur, herausgegeben von Niklas Reese/Rainer Werning, Angermünde 2014 (5. Auflage)
  • Voices from Moro Land: Perspectives from Stakeholders and Observers on the Conflict in the Southern Philippines (als Ko-Herausgeber), Petaling Jaya (Malaysia), 2007
  • Conflict in Moro Land: Prospects for Peace? (als Ko-Herausgeber), Pulau Pinang (Malaysia), 2009
  • KOREA – Von der Kolonie zum geteilten Land, Song Du-yul/Rainer Werning, Wien, 2012 ISBN 978-3-85371-340-2

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.offene-akademie.org/?p=222