Rajah-Ratten

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Rajah-Ratten
Maxomys surifer

Maxomys surifer

Systematik
Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae)
Tribus: Rattini
Maxomys-Gruppe
Gattung: Rajah-Ratten
Wissenschaftlicher Name
Maxomys
Sody, 1936

Die Rajah-Ratten (Maxomys) sind eine Nagetiergattung aus der Gruppe der Altweltmäuse (Murinae).

Allgemeines[Bearbeiten]

Rajah-Ratten erreichen eine Kopfrumpflänge von 10 bis 24 Zentimeter, hinzu kommt ein 8 bis 22 Zentimeter langer Schwanz. Das Gewicht variiert je nach Art zwischen 35 und 285 Gramm. Ihr Fell ist an der Oberseite rötlichbraun bis dunkelbraun gefärbt, die Unterseite ist weiß, grau oder hellbraun. Auch der beschuppte Schwanz ist oben dunkler und unten heller gefärbt. Charakteristisch für die Gattung sind der schlanke und langgestreckte Hinterfuß, der relativ kurze Schwanz und verschiedene Details im Schädelbau.

Das Verbreitungsgebiet der Rajah-Ratten erstreckt sich in Südostasien vom Myanmar bis Sulawesi. Sie leben auf dem Boden von tropischen Regenwäldern und klettern nie auf Bäume. Sie legen Baue an, die zu einer mit Blättern ausgepolsterten Nestkammer führen. Die Nahrung sind hauptsächlich Wurzeln, Fallobst und andere Pflanzenteile, als Beikost aber auch Insekten. Alle Rajah-Ratten leben verborgen und meiden die Nähe des Menschen.

Systematik[Bearbeiten]

Laut Wilson & Reeder (2005) nehmen die Rajah-Ratten innerhalb der Altweltmäuse eine isolierte Position ein und werden darum in einer eigenen Gattungsgruppe, der Maxomys-Gruppe eingeordnet. Nach den genetischen Untersuchungen von Lecompte et al. (2008) sind sie Teil einer vorwiegend in Südostasien, Neuguinea und Australien verbreiteten Radiation der Altweltmäuse, den Rattini.

Insgesamt werden 17 Arten unterschieden:

Die IUCN listet M. pagensis und M. wattsi als „stark gefährdet“ (endangered), M. inflatus, M. rajah und M. whiteheadi gelten als „gefährdet“ (vulnerable). Für M. baeodon, M. dollmani, M. hylomyoides und M. ochraceiventer sind zu wenig Daten verfügbar, die übrigen Arten sind „nicht gefährdet“ (least concern).

Literatur[Bearbeiten]

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.
  • Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.
  • Emilie Lecompte, Ken Aplin, Christiane Denys, François Catzeflis, Marion Chades, Pascale Chevret: Phylogeny and biogeography of African Murinae based on mitochondrial and nuclear gene sequences, with a new tribal classification of the subfamily. In: BMC Evolutionary Biology. Bd. 8, 199, 2008, ISSN 1471-2148, S. 1–21, doi:10.1186/1471-2148-8-199, Fulltext.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Maxomys in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 14. Oktober 2009