Ralf Bernd Herden

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Ralf Bernd Herden (* 1960 in Lahr/Schwarzwald) ist ein deutscher Rechtsanwalt, Publizist, Bürgermeister a. D., Historiker, Lehrbeauftragter, Fachberater, DRK-Kreisgeschäftsführer a. D. und als Freimaurer Mitglied in zwei Logen. Er ist seit Oktober 2015 Vizepräsident des Eigenheimerverbands Deutschland und seit Oktober 2016 Mitglied des Präsidiums, seit März 2017 Justitiar der Deutschen Gartenbau Gesellschaft von 1822.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herden studierte an der Universität Freiburg Rechtswissenschaften, unter anderem Staats- und Verfassungsrecht bei Paul Feuchte, öffentliches Recht und Verwaltungsrecht bei Martin Bullinger, Erbrecht, Rechtsgeschichte und geschichtliche Rechtsvergleichung bei Detlef Liebs sowie Kirchenrecht und kirchliche Rechtsgeschichte bei Alexander Hollerbach und Oberkirchenrat Günther Wendt.

1991 und 1999 wurde er zum Bürgermeister der Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach gewählt. Bei der Wahl 2007 kandidierte er wieder, zog aber seine Bewerbung vor dem zweiten Wahlgang zurück.[2] Herden war 1998 bis 2009 Mitglied des Kreistages des Landkreises Freudenstadt und von 2004 bis 2009 einer der stellvertretenden Kreistagsvorsitzenden. Herden ist seit 1998 Lehrbeauftragter an der Hochschule Kehl. Er war Mitglied im Kreisfeuerwehrverbandsausschuss Freudenstadt (1996–2007) und stellvertretender DRK-Kreisvorsitzender (1996–2007). 2007 bis 2010 war Herden Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Freudenstadt sowie Fachberater beim THW-Ortsverband Freudenstadt. Zum 30. September 2010 hat Herden den DRK-Kreisverband Freudenstadt verlassen, um als Jurist, Autor und Dozent freiberuflich tätig zu werden. Er ist heute ehrenamtlicher Justitiar des DRK-Kreisverbandes Lahr im Badischen Roten Kreuz.

Herden engagierte sich bei der Entwicklung wissenschaftlicher Lehrprogramme bei der Bundesleitung des Technischen Hilfswerkes (THW), deren Herausgeber er auch ist. Er ist Mitglied der Freimaurerloge „Allvater zum freien Gedanken“ in Lahr, der freimaurerischen Forschungsloge „Quatuor Coronati“ der Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGLvD) in Bayreuth, der Forschungsloge „Quatuor Coronati“ der Großloge von Österreich (GLvÖ) in Wien, im Correspondence Circle der „Quatuor Coronati“ der Vereinigten Großloge von England (UGLoE) in London, in der Sociéte Européenne d’Études et de Recherches Écossaises aisbl / European Scottish Rite Research Society aisbl – Bruxelles / Brüssel, im Australian and New Zealand Masonic Research Council (Canberra, ACT, Australia) und im wissenschaftlichen „Netzwerk Freimaurerforschung“.[3] Für die Forschungsloge Quatuor Coronati, welche direkt den „Vereinigten Großlogen von Deutschland“ unterstellt ist, lektorierte Herden u. a. 2012–2015 die deutschsprachige freimaurerische Forschungszeitschrift „TAU“. 2016–2018 übernahm er die Redaktion des deutschsprachigen Jahrbuches für Freimaurerforschung.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freimaurerei (Auswahl)
    • Die Freimaurerei und die Wurzeln und Ursprünge des humanitären Kriegsvölkerrechts. In: Baustellen der Freimaurerei. Quatuor Coronati Jahrbuch für Freimaurerforschung. Nr. 57–58/2020–2021. Herausgegeben von der Forschungsloge Quatuor Coronati in Bayreuth. ISBN 978-3-96285-038-8.
    • Horace Greeley Hjalmar Schacht: A Brother freemason and the third Reich. In: HARASHIM, The quarterly magazine of the Australian and New Zealand Masonic Research Council. https://www.anzmrc.org/ Editor Neil Wynes Morse (Farrer, ACT, Australia). No. 92: September 2021, ISSN 1328-2735.
    • Zum Lebensweg von Hitlers Wirtschaftsminister Hjalmar Schacht. In: 40./2020 Quatuor Coronati Berichte – Wiener Jahrbuch für historische Freimaurerforschung. Herausgegeben von der Forschungsgesellschaft Quatuor Coronati in Wien. Redaktion Marcus G. Patka und Alfred Stalzer. Salier Verlag, Leipzig 2020, ISBN 978-3-96285-036-4.
    • Ein Freimaurer und die Nürnberger Rassegesetze: Dr. Bernhard Lösener. In: TAU I/2020 (46. Jahrgang), S. 55–64. Zeitschrift der Forschungsloge Quatuor Coronati in Bayreuth. Salier Verlag, Leipzig 2020.
    • Die Brüder Schneider: Gewesene Freimaurer, furchtbare Propagandisten, wendige Juristen, Opfer ihrer Zeit? In: Konzepte - Metaphern - Symbole. Quatuor Coronati Jahrbuch für Freimaurerforschung. Nr. 56/2019. Herausgegeben von der Forschungsloge Quatuor Coronati in Bayreuth. ISBN 978-3-96285-030-2.
    • Großorient von Baden und Badischer Landeslogenverein von der Gründung 1806 zum Freimaurerverbot 1813. In: 39./2019 Quatuor Coronati Berichte – Wiener Jahrbuch für historische Freimaurerforschung. Herausgegeben von der Forschungsgesellschaft Quatuor Coronati in Wien. Redaktion Marcus G. Patka und Alfred Stalzer. S. 359–374. Salier Verlag, Leipzig 2019, ISBN 978-3-96285-029-6.
    • A German Middle State: The Grand Duchy of Baden - State, Politics and Masonry. In: Ars Quatuor Coronatorum. The Transactions of the Quatuor Coronati Lodge No. 2076 (UGLoE). Volume 131 (2018), p. 358–361. Edited by John S. Wade, PhD, Quatuor Coronati Lodge London, Great Queen Street, ISBN 978-1-905318-98-8.
    • Goethe als Student in Straßburg. In: Kilwinning – Revue of the European Scottish Rite Research Society aisbl / Revue de la Sociéte Européenne d’Études et de Recherches Écossaises aisbl. Volume 11/2019. Bruxelles / Brüssel 2019, ISBN 978-2-37445-224-1.
    • Markgrafschaft und Großherzogtum Baden 1780–1820. Staat, Politik und Freimaurerei. In: Aus Geschichte Lernen – Mahnungen und Anregungen. Quatuor Coronati Jahrbuch für Freimaurerforschung Nr. 52/2015. ISSN 0171-1199. Herausgegeben von der Forschungsloge Quatuor Coronati in Bayreuth.
  • Recht und Verwaltung (Auszug)
    • als Co-Autor: Deutscher Erbrechtskommentar. Carl Heymanns Verlag, ISBN 3-452-24781-3.
    • Nachhaltigkeit in Naturschutz und Landschaftspflege. In: Kegelmann/Martens (Hrsg.): Kommunale Nachhaltigkeit – Jubiläumsband zum 40-jährigen Bestehen der Hochschule Kehl und des Ortenaukreises. Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8487-0176-6, S. 120–129.
    • Hochschul-Curriculum Gefahrenabwehr im Zivil- und Bevölkerungsschutz. (Herausgeber und Mitautor) ISSN 0937-1982 Band 2006/1
  • Sonstiges (Auszug)
    • mit Klaus Neumann: Deutsche Gartenbaugesellschaft 1822 im 200. Gründungsjahr – Engagement für Natur und Landschaft, für Gärten und Gartenkultur. In: Stadt und Grün. Fachzeitschrift für Landschafts- und Freiraumplanung. Heft 1/2022, S. 46–51.
    • Schwarzwälder Heimatgeschichten – Von Kniebis, Wolf und Kinzig. Verlag Moritz Schauenburg in Lahr, ISBN 3-7946-0457-1.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Ehrenmedaille der Stadt La Tranche-sur-Mer
  • 1999: Ehrenmedaille des Generalrats des Departements Vendée
  • 2000: Helferzeichen in Gold der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
  • 2000: Ritter des „Ordens vom Heiligen Geist am Blauen Band“ – „Cordon Bleu du Saint Esprit“ (CBdSE)
  • 2006: Auszeichnungsspange für fünfzehnjährigen ehrenamtlichen Dienst im Deutschen Roten Kreuz
  • 2007: Ehrenmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Freudenstadt
  • Ehrennadel in Silber der Arbeiterwohlfahrt
  • Europa-Medaille des Zentralverbandes der Familiengärtner-Vereine in Basel
  • Ehrennadel in Silber des Bezirksverbandes der Gartenfreunde Mittelbaden
  • Ehrennadel in Silber der SPD
  • Kaiserin-Königin Zita-Kreuz
  • Kommandeurkreuz in Gold mit Lilie CBdSE
  • Kapitelratskreuz CBdSE

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Präsidium: Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. In: dgg1822.de. Abgerufen am 2. November 2016.
  2. Jürgen Rohn: Bürgermeister Herden gibt resigniert auf. baden-online 9. März 2007, abgerufen am 18. Juni 2021
  3. Herden Ralf Bernd. netzwerk-freimaurerforschung.de. Abgerufen am 30. September 2019.

http://dgg1822.de/2021/10/25/deutsche-gartenbau-gesellschaft-bereitet-mit-neuem-vorstand-und-praesidium-200-geburtstag-vor/ Abgerufen am 6. November 2021