Ralf Brück

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Ralf Brueck

Ralf Brück, auch Ralf Brueck, (* 1966 in Düsseldorf) gehört zu den jüngeren Vertretern der Düsseldorfer Photoschule, aus der bekannte Künstler wie Andreas Gursky, Candida Höfer, Thomas Struth und Thomas Ruff, dessen Meisterschüler er 2002 wurde, hervorgingen. Er studierte an der Kunstakademie Düsseldorf von 1996 bis 2002. Ralf Brück war einer der letzten Studenten von Bernd und Hilla Becher, bevor er sich entschied bei Professor Thomas Ruff zu studieren. Nach seinem Abschluss an der Kunstakademie Düsseldorf wurde er mit dem Villa-Romana-Stipendium ausgezeichnet und lebte 12 Monate lang in Florenz, Italien. In den Jahren 2005 bis 2011 folgten mehrfache Auslandsaufenthalte in Europa, Asien und den USA.

Die seit 2011 in seinem Hauptwerk mehr und mehr auftretenden drastischen Eingriffe gehören in die Serie „Distortion“. Die popkulturelle Verankerung dieser Arbeit spiegelt sich auch in Bildtiteln wie „Personal Jesus“, „Pink Mist“,„Transmission“ und „You don’t look so good“ wider. Nachdem sich seine früheren Arbeiten mit der Verbindung der Düsseldorfer Photoschule und der amerikanischen New Topographic Movement beschäftigten, befasst er sich seit 2009 mit digitalen Bildeingriffen. In seiner Serie TRANSFORMER hinterfragt er systematisch die Natur einer Fotografie und deren Abbildung der Wirklichkeit indem er gezielt Bildteile aus dem Kontext herauslöst und deren Proportionen verändert. Hierdurch entsteht ein neuer, dynamischer Dialog zwischen dem Bild und dem Betrachter, weil das Sichtbare von dem Erwarteten abweicht.

2011 beginnt er die Serie DISTORTION, die sich durch die Verschiebung von Bildstrukturen auszeichnet. In DISTORTION erinnert der manipulative Eingriff in seinen Strukturen teils an Barcodes, welche die innerste Struktur der Bilder, ihr Erbgut sozusagen, offenlegen. In dieser Serie entnimmt Ralf Brück seinen Fotografien Farbelemente, die sich in der digitalen Textur des Bildes befinden und verändert diese durch gezielte Manipulationen. Der fotografischen Abbildungen wird dadurch eine neue Dimension hinzugefügt die die Wirklichkeit der Abbildungen verändert indem sie eine neue schafft.

Seit 2012 werden seine Arbeiten radikaler. Die neue Serie DEKONSTRUKTION beschäftigt sich mit der Auflösung von Bildgrenzen durch deren komplette Zerstörung.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017 TZR Galerie, Düsseldorf
  • 2016 NRW-Forum Düsseldorf
  • 2014 BLOG RE-BLOG Austin Center for Photography, Austin TX, USA (group)
  • 2013 „BLOG RE-BLOG“ Signal Gallery, New York NY, USA (group)
  • 2012 „Rethinking Reality“, Kuckei + Kuckei, Berlin, Germany (group)
  • 2011 „DISTORTION THREE“, so what gallery, Duesseldorf, Germany (single)
  • 2010 „2010_ 2010“ Organhaus Art-Space, Chongqing, China (group)
  • 2009 „ich liebe amerika und amerika liebt mich“, Galerie Muelhaupt, Cologne, Germany (single)
  • 2009 „pain is weakness leaving the body“, the bakery, Munich, Germany (single)
  • 2009 „w“, Gallery aplanat, Hamburg, Germany (single)
  • 2009 „the good times are killing me“, Galerie Pitrowski, Berlin, Germany (single)
  • 2008 „que onda guero“, galerie januar ev., Bochum, Germany (single)
  • 2007 „room X room“, James Harris Gallery, Seattle, USA (group)
  • 2006 „… im Ernst“, Rheinisches Landesmuseum Bonn, Germany (single)
  • 2006 „Finnlandfotos“ Goethe Institut Helsinki, Finland (single)
  • 2005 Voies Off Festival, Arles, France (group)
  • 2004 Villa-Romana Stipendium Preisträger, Florenz, Italy (group)
  • 2000 Kunstverein Arnsberg, Germany (single)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010 Organhaus Art Space Stipendium in Kooperation mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf
  • 2010 Tapiola Studio Foundation Stipendium, Espoo, Finnland
  • 2010 Thyll-Duerr-Stiftung, Elba, Italien
  • 2009 Transfer Project, Kulturbuero NRW
  • 2008 Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn
  • 2005 Artist residency program Tampere, Finnland
  • 2004 Villa Romana Stipendium, Florenz, Italien
  • 2002 Lovell’s Kunstpreis, Deutschland
  • 2001 Leo Breuer-Foerderpreis, Rheinisches Landesmuseum Bonn

Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Ruff Collection
  • Candida Hoefer Collection
  • Alison and Peter Klein Collection
  • Abtei Kornelimuenster, Aachen, Germany

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ralph Goertz (Hrsg.): Ralf Brueck. Deconstruction Distortion DAF Timecapsules. Köln 2016, ISBN 978-3-86832-308-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]