Ralf Dreier

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Ralf Dreier (* 10. Oktober 1931 in Bad Oeynhausen) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Rechtsphilosoph.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1952 absolvierte Dreier ein einjähriges Volontariat in der Holzindustrie und studierte dann Rechtswissenschaften an den Universitäten Hamburg, Freiburg im Breisgau und Münster. Das Erste Juristische Staatsexamen legte er 1957 ab, das Zweite Juristische Staatsexamen 1963 - im selben Jahr wurde er an der Universität Münster zum Dr. jur. promoviert. Von 1967 bis 1970 erhielt er ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und habilitierte sich 1970 ebenfalls in Münster (venia legendi: Staats- und Verwaltungsrecht, Rechtsphilosophie, Kirchenrecht). Ebendort war er bis 1973 als Wissenschaftlicher Rat und dann als ordentlicher Professor tätig. Von 1973 bis zu seiner Emeritierung lehrte Dreier als ordentlicher Professor für Allgemeine Rechtstheorie an der Universität Göttingen.

Zugleich war er Richter am Rechtshof der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und von 1988–1994 als 1. Vorsitzender der deutschen (bis 1990 westdeutschen) Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie (IVR).[1]

Ralf Dreier ist seit 1980 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Er ist auch der akademische Lehrer des deutschen Rechtsphilosophen Robert Alexy.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Recht, Staat, Vernunft (1991)
  • Recht und Justiz im "Dritten Reich (1989)
  • Rechtsbegriff und Rechtsidee (1986)
  • Funk-Kolleg Recht / Bd. 1 (1985)
  • Recht, Moral, Ideologie: Studien zur Rechtstheorie (1982)
  • Probleme der Verfassungsinterpretation (1976)
  • Was ist und wozu Allgemeine Rechtstheorie? (Recht und Staat in Geschichte und Gegenwart)(1975)
  • Zum Begriff der "Natur der Sache (1965)
  • Juristische Vergangenheitsbewältigung (1955)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Alexy (Hrsg.): Integratives Verstehen. Zur Rechtsphilosophie Ralf Dreiers. Mohr-Siebeck, Tübingen 2005, ISBN 3-16-148724-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vita. Website des Lehrstuhls Ralf Dreier. Abgerufen am 29. Mai 2014.