Ralf Jurszo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ralf Jurszo (* 1950 in Aalen) ist ein deutscher Maler und Aktionskünstler.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Schule studierte Ralf Jurszo zunächst Bühnenbild an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1968 wechselte er an die HfBK nach Hamburg und studierte hier bis 1975. Danach nahm er verschiedene Lehraufträge für Volkshochschulen und Fachhochschulen an.

1987 war er Mitbegründer des Projektes KX. Kunst auf Kampnagel zusammen mit Ralf-Rainer Odenwald, Harald Preuße, Peter Reitberger, Günter Westphal und anderen.

Ralf Jurszo lebt und arbeitet in Hamburg.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit nahezu fotorealistischen, bis ins minuziöseste Detail durchgearbeiteten, romantisch anmutenden Landschaftsbildern oder befremdlich, surreal wirkenden Stadtansichten versetzt Ralf Jurszo die Betrachter in eine verwirrend komplizierte Kunstwelt. Gewohnte Wahrnehmungsmuster werden in den Bildern zusätzlich durch irritierende, scheinbar unpassende Wörter oder geheimnisvoll erscheinende Personen gestört. Nichts ist, nichts bleibt, wie es auf den ersten flüchtigen Blick erscheint.[1]

Die Arbeiten von Ralf Jurszo sind „Eine raffinierte Jonglage mit des Betrachters Imagination“ … „die Abstand zum eigenen Assoziationsverhalten einfordert, weil jede weitere Information verweigert wird.“[2]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schwarzbass zwei, Brunsbüttel: Stadtgalerie im Elbeforum, 2015, mit Manfred Eichhorn
  • Ralf Jurszo – Nachtmahl am Wegesrand, Hamburg: Hyperzine-Verl., 2012
  • Jack in the Woods, Galerie-W, 2016

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988: Vancouver, Pitts International Galleries
  • 1990: Kunsthaus, Nürnberg
  • 2003: Waldmeister, Hamburg, Westwerk
  • 2004: Lichtungen, Sammlung C 15, Hamburg
  • 2006: Schattenwege, Hamburg, Projekthaus
  • 2009: Kunstladen 101, Hamburg; Lieblicher Ort, Schauraum, Harburg
  • 2016: Jack in the woods, Galerie-W, Hamburg

Gruppenausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Grenchen, Grafiktriennade
  • 1983: Haus der Kunst, München
  • 1986: Kunstverein, Pforzheim
  • 1993: Künstlerforum, Bonn
  • 2000; Berlin, Artforum, pocket art, Galerie T. Liedigk
  • 2001: Linolschnitt heute, Bietigheim, Städt. Galerie (K); Hamburg, Museum Altona
  • 2002: Miniaturen, Fürstenwalde, Städt. Galerie (K)
  • 2005: Nebelscheinwerfer/die goldene Karosse, Hamburg, Einstellungsraum (K); BbK-Jahresausstellung, Hamburg, Kunsthaus, u. a. mit Petra Gabriele Dannehl
  • 2006: Von der Sezession bis heute, Galerie Herold, Hamburg
  • 2007: Brandshof Festiv, Hamburg; Galerie Carstensen, Hamburg
  • 2008: Unterschwellig: Jahresausstellung des Berufsverbands bildender Künstler e.V. Hamburg, Kunsthaus, Hamburg
  • 2010: Pico Hamburgo, Galerie Walden, Berlin G; NordArt, Büdelsdorf (K); Die neue Präzision II – slow paintings, Galerie Rainer Wehr, Stuttgart
  • 2011: Hamburg, ortsgebunden – Zeichnungen, Pluto, Berlin; mit Jeannette Fabis, Andreas Oldörp; Roehren und Lamellen, Stadtgalerie im Elbeforum, Brunsbüttel G; SCHWARZ BASS, Westwerk, Hamburg; Hanseatische Gesellschaft für Wasserfarbenmalerei” Galerie Stella A., Berlin
  • 2012: Nachtmahl am Wegesrand, Kulturzentrum Wassermühle Trittau/Atelierhaus EK; SHORT STORIES I - Bild und Literatur Stadtgalerie Lauenburg G; Sella Hasse Kunstpreis, Ver.di, Hamburg (K)
  • 2013: Hanseatische Gesellschaft für Wasserfarbenmalerei, Projekthaus Hamburg; Real existierende weihnachtsfreie Zone in Hamburg – Niendorf im Künstlerhaus Sootbörn, Künstlerhaus Sootbörn, Hamburg; Natur - Mensch, St. Andreasberg/Nationalpark Harz (K)
  • 2014: Imaginarium, Galerie-W, mit Tobias Sandberger und Llaura I. Sünner, Hamburg (K); Imaginarium 2, Stadtmuseum Pinneberg (K); Vier Hanseaten, Galerie Stella A., Berlin G; Natur - Mensch, St. Andreasberg/Nationalpark Harz (K)
  • 2015: schwarzbass zwei, Stadtgalerie im Elbeforum, Brunsbüttel; Strich oder Linie, Kunsthaus HH; Unbequeme Denkmäler, Flandernbunker, Kiel, KV Lauenburg (K)
  • 2016: Imaginarium3, Schauraum, Harburg

(K = Katalog)

Kooperationen in Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Kunsthaus, Heimatabend
  • 1992: KX-Kampnagel, Braunkohlwanderung
  • 1993: KX-Kampnagel, UFO-Abend
  • 1994: Altona, Congragatio
  • 1997: Altonaer Volkspark, Congragatio 2 (u. a. mit H. Wienert, G. Gerlach)
  • 1999: Galerie 7/8, Western Night
  • 2000: M6, puzzelink evidenz: Gärten und Straßen
  • 2001: M6, puzzelink evidenz: Wildnis, Wermut, Wissenschaft
  • 2002: M6, puzzelink evidenz: Der dritte Blick (mit P. Bouè, U. Thiele)
  • 2003: M6, puzzelink evidenz: Pergolëische Pataphrasen (mit G. Gerlach, G. Westphal)
  • 2004: M6 Romantik links (mit G.F.Gerlach, Uwe Schloen)
  • 2005: M6 Heimatmuseum (mit G.F.Gerlach)
  • 2006: M6 Rückblick auf Mont Careux (mit G.F.Gerlach, Peter Boue)
  • 1998–2000: in Kooperation mit Weltbekannt e.V.: CLUBABENDE im Filmhaus Hamburg

Ständige Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung auf C15
  2. Petra Scheiben im Bericht über die Jahresausstellung 2002 des Berufsverbandes bildender Künstler im Kunsthaus Hamburg