Ralf Kerbach

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Ralf Kerbach (* 12. März 1956 in Dresden) ist ein deutscher Künstler.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Kerbach studierte von 1977 bis 1979 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Gerhard Kettner. Im Jahr 1979 gründete er mit Cornelia Schleime und Wolfgang Grossmann die Artpunkband Zwitschermaschine, der er bis 1982 angehörte.

1982 wurde er zur Ausreise gezwungen und siedelte nach West-Berlin über. Dort erhielt er ein Arbeitsstipendium des Senators für kulturelle Angelegenheiten. Es folgten 1986/87 ein Stipendium in Olevano und ab 1988 längere Aufenthalte in Paris. Von 1988 bis 1990 arbeitete er in einem Atelier in Val Quieres bei Montpellier. 1991 erhielt er ein Stipendium der Deutsch-Brasilianischen Sommerakademie in Joáo Passoa/Paraíba, Brasilien.

1992 wurde er zum Professor für Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden berufen. Seit 2010 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, seit 2013 Mitglied des Beirats der Kunststiftung Poll, Berlin.

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 Galerie Poll, Berlin, "Drachenmuster"
  • 2015 Städtische Galerie Dresden „Ralf Kerbach. Weltinnenraum. Malerei“
  • 2013 Nachtzug Deutschland Kulturspeicher im Landesmuseum Oldenburg
  • 2009 Galerie Döbele „ICH“
  • 2008 Galerie Poll, Berlin, „Pollenflug“ mit Reinhard Stangl, Hans Scheib
  • 2006 Leonhardi-Museum Dresden
  • 2006 Galerie Berlin, Berlin (mit Romen Banerjee und Hans Michael Franke)
  • 2005 Galerie am Amalienpark, Berlin: „Asphaltspiele“ (Künstlerbücher und Arbeiten zur Literatur)
  • 2003 Galerie Niepel/Morawitz, Düsseldorf: „Tischgesellschaften“
  • 2001 Galerie Poll, Berlin: „Kindheiten“
  • 2000 Galerie Baumgarte, Bielefeld: „Neue Bilder“
  • 1998 Goetheinstitut, Porto: „Stadtbilder“
  • 1998 Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister: „Steinbilder.Menschenbilder.Stadtbilder“
  • 1997 Galerie Hübner und Thiel, Dresden: „Ein Motiv-Bilder zu Dresden“

Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017 Literaturmuseum Romantikerhaus Jena
  • 2017 Kunstverein Mannheim und Galerie Döbele Mannheim, "Malstrom 2"
  • 2017 Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder), "Malstrom 2"
  • 2016 Martin Gropius Bau, "Gegenstimmen"
  • 2016 Städtische Galerie Dresden, "Wohin mit der Schönheit"
  • 2014 Kunstverein Schwerin, "Mc pomme"
  • 2013 Gekauft Museum der Bildenden Künste Leipzig
  • 2013 Hommage für Uwe Gressmann Galerie Pankow Berlin
  • 2012 Hermann- Hesse-Museum Gaienhofen „Im Auftrag der Schrift“ die Sammlung Hartmann
  • 2012 Galerie Eva Poll Berlin „Mit Blei und Farbstift“ (Zeichnungen)
  • 2011 Marburger Kunstverein Hamlet Syndrom: Schädelstätten
  • 2010 Galerie Zander-Kasten „Alle gegen Kerbach“
  • 2009 „OHNE UNS“ Motorenhalle Dresden
  • 2009 „Berufen“ Hochschule für Bildende Künste Dresden (Professorenausstellung)
  • 2009 Deutsches Historisches Museum „Kunst und kalter Krieg“
  • 2009 Germanisches Nationalmuseum „Kunst und Kalter Krieg - Deutsche Positionen 1945-1989“
  • 2009 LACMA Museum Los Angeles „Two German Art in The Cold War“
  • 2006 Galerie Döbele, Dresden: „Stadtbilder“
  • 2004 Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister: „Neuerwerbungen“
  • 2003 Berlin-Moskau
  • 2002 Museum Folkwang Essen: „Wahnzimmer Deutschland-Kunst der 80er Jahre“
  • 2001 Museum der Bildenden Künste Leipzig: „Wahnzimmer Deutschland-Kunst der 80er Jahre“

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelpublikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Malstrom. Bilder und Figuren 1982-1986, Ausstellungskatalog Haus am Waldsee 1986 (mit C. Schleime, R. Stangl, H. Scheib).
  • Bilder und Zeichnungen 1987, POLLeditionen Bd. 12, Berlin 1987.
  • Zig x Selbst, Aschenbachgalerie, Amsterdam 1990.
  • Die Zeugen. Eine Serie, POLLeditionen Bd. 29, Berlin 1990.
  • Blickfelder - Wegblicke, POLLeditionen Bd. 46, Berlin 1992.
  • Ein Motiv - Bilder zu Dresden, Galerie Hübner und Thiel 1997, mit einem Text von Wolfgang Holler.
  • Steinbilder. Menschenbilder. Stadtbilder, Ausstellungskatalog Albertinum Neue Meister, Dresden 1998, mit Texten von Ulrich Bischoff und Annegret Laabs.
  • Neue Bilder, Leonhardi-Museum Dresden 2006, mit einem Text von Michael Freitag.
  • Hamlet Syndrom: Schädelstätten, Marburger Kunstverein 2011, mit einem Text von Harald Kimpel.

Katalogbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tiefe Blicke. Kunst der achtziger Jahre, DuMont Verlag, Köln 1985. ISBN 3-7701-1740-9
  • Klopfzeichen. Kunst und Kultur der achtziger Jahre, Katalog zu den Ausstellungen Mauersprünge und Wahnzimmer Deutschland, 2002 (Beitrag von Eckart Gillen).
  • Im Auftrag der Schrift, Katalog der Sammlung Hartmann, herausgegeben von Jürgen Thaler. ISBN 978-3-86828-291-7

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gisbert Porstmann, Carolin Quermann: Ralf Kerbach, Weltinnenraum: Malerei. Kerber Verlag, Bielefeld u. a. 2015, ISBN 978-3-7356-0053-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie Poll / Künstler / Ralf Kerbach Ralf Kerbach im Bildatlas Kunst in der DDR