Ralf Kramp

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Ralf Kramp

Ralf Kramp (* 29. November 1963 in Euskirchen) ist ein deutscher Autor, Karikaturist und Verleger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Kramp wurde am 29. November 1963 in Euskirchen geboren und besuchte das Erzbischöfliche Konvikt in Bad Münstereifel. Nach dem Abitur erlernte er zunächst den Beruf des Malers und Lackierers. Als freier Karikaturist arbeitet er u. a. für den Kölner Stadt-Anzeiger.[1]

1996 debütierte er mit dem Kriminalroman Tief unterm Laub. Seither erscheinen fast im jährlichen Rhythmus neue Krimis im seit 2002 von ihm geführten KBV-Verlag, die größtenteils in der Eifel angesiedelt sind. Seine Reihe um den kauzigen Ermittler Herbie Feldmann umfasst mittlerweile sechs Bände. Kramp ist Mitglied im Syndikat (Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller).[2]

Zusammen mit seiner Frau Monika leitet Kramp das Kriminalhaus in Hillesheim,[3] in dem sich auch das Deutsche Krimi-Archiv mit rund 30.000 Bänden[4] befindet, die größte zusammenhängende Sammlung deutschsprachiger Kriminalliteratur.

Ralf Kramp hat zwei Söhne aus erster Ehe und lebt in Flesten in der Vulkaneifel.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 Förderpreis im Rahmen des Eifel-Literatur-Festivals „in Würdigung seines historischen Assoziationsreichtums und seiner schlüssigen Konstruktion“.
  • 2002 Kulturpreis des Kreises Euskirchen.[5]
  • 2010 „Herzogenrather Handschelle“.[6]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzeltitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abendgrauen (KBV) (gem. mit Manfred Lang) (1999)
  • Der Ferienkrimi 2000 (Scherz) (2000)
  • Abendgrauen 2 (KBV) (gem. mit Manfred Lang) (2001)
  • Mord After Eight (Scherz) (2001)
  • Der Tod klopft an (Grenz-Echo)(2001)
  • Von Mord zu Mord (Scherz) (2001)
  • Der Ferienkrimi 2001 (Scherz) (2001)
  • Der Tod tritt ein (Grenz-Echo) (2002)
  • Der Ferienkrimi 2002 (Scherz) (2002)
  • Mit 66 Jahren, da fängt das Morden an (Scherz) (2002)
  • Frühling, Sommer, Herbst und Mord (Grenz-Echo) (2003)
  • Abendgrauen 3 (KBV) (gem. mit Manfred Lang) (2007)
  • Mordlandschaften 6 – Nordeifel Mordeifel (KBV) (2010)
  • Tatort Eifel 3 (KBV) (2011)
  • Tatort Eifel 4 (KBV) (2013)
  • Schwarzer Tod (KBV) (2014)
  • Mordlandschaften 20 – Mörderisches Moseltal (KBV) (2014)

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bruno (DRS, Schweizer Radio) (2011)
  • Auf den Zahn gefühlt (DRS, Schweizer Radio) (2011)

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tief unterm Laub (gelesen von Stephan Benson) (Klein und Blechinger) (1997)
  • Spinner (gelesen von Kalle Pohl und Jürg Löw) (KBV) (2004)
  • Rabenschwarz (gelesen von Kalle Pohl und Jürg Löw) (KBV) (2005)
  • Ein Viertelpfund Mord (Autorenlesung) (KBV) (2005)
  • Tief unterm Laub (radioropa) (2006)
  • Still und starr (radioropa) (2006)
  • Der neunte Tod (gelesen von Kalle Pohl und Jürg Löw) (KBV) (2006)
  • Kaffee – Eine coffeinhaltige Literaturmischung (R. Kramp und andere) (O-Ton Prod.) (2007)
  • Malerische Morde (gelesen von Kalle Pohl und Jürg Löw) (KBV) (2007)
  • Ganz schön tot (Ralf Kramp und Jürgen Ehlers) (KBV) (2007)
  • Tee – Ein anregender Aufguss zum Hören (R. Kramp und andere) (O-Ton Prod.) (2007)
  • Mordslust – Frauen morden anders (R. Kramp und andere) (Der Hörverlag)
  • Wenn Goldfinger rauskommt (radioropa) (2008)
  • Drei geheimnisvolle Schlüssel (radioropa) (2008)
  • Der doppelte Professor (radioropa) (2008)
  • Mords-Eifel (R. Kramp und andere) (radioropa) (2009)
  • Stimmen im Wald (radioropa) (2010)
  • Biergeschichten – Geschichten und Gedichte, frisch aus dem Brauhaus (R. Kramp und andere) (O-Ton Prod.) (2011)
  • Abendgrauen (R. Kramp und andere) (Navarra) (2011)
  • Das liebe Auto – Geschichten von Schüsseln und Flitzern (R. Kramp und andere) (O-Ton Prod.) (2013)

Weitere Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006–2011 Mitglied der Focus Online Mordkommission, die wöchentlich Krimi-Neuerscheinungen rezensierte.
  • 2013 Initiator des Krimi-Camps, in dessen Rahmen sich acht deutsche Krimiautoren acht Tage lang in eine Villa im brandenburgischen Radekow zurückzogen und gemeinsam den Roman 8 verfassten.
  • 2013 und 2014 war Kramp zusammen mit Eva Lirot und Hughes Schlueter der Autor des offiziellen ARD Online-Krimis der Frankfurter Buchmesse.
  • Bei verschiedenen Krimifestivals (Criminale, Mord am Hellweg, Gießener Krimifestival, Nordeifel Mordeifel[7]) moderiert er Gala- und Krimi-Veranstaltungen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 240 Zeichnungen, die „kneifen“. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 13. November 2011, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  2. Ralf Kramp. Syndikat, abgerufen am 29. Oktober 2014.
  3. Das Kriminalhaus in Hillesheim. www.eifel.info, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  4. Deutsches Krimi-Archiv. Abgerufen am 28. Oktober 2014.
  5. Ralf Kramp. In: NRW Literatur im Netz. Westfälisches Literaturbüro in Unna e. V., 24. August 2011, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  6. Herzogenrather Handschelle. Die bisherigen Preisträger. Pro Stadtbücherei e. V., Förderverein der Stadtbücherei Herzogenrath, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  7. Die AutorInnen der Krimitage Nordeifel-Mordeifel 2014. Krimitage im Krimiland Eifel. Abgerufen am 28. Oktober 2014.