Ralf Moeller

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 Ralf Moeller (Februar 2016)
Ralf Moeller (Februar 2016)

Ralf Rudolf Moeller (* 12. Januar 1959 in Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) ist ein deutsch-amerikanischer Schauspieler und ehemaliger Mr. Universum. Er ist bekannt für seine Rollen als Brick Bardo in Cyborg, Kjartan in The Viking Sagas,[1] als Titelheld der Fernsehserie Conan, der Abenteurer,[2] Hagen in Gladiator, Thorak in The Scorpion King und Ulfar in Pathfinder – Fährte des Kriegers. Seit April 2014 besitzt Moeller neben der deutschen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft.[3]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühen Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moeller wurde am 12. Januar 1959 in Recklinghausen geboren. Seine Eltern, Mutter Ursula und Vater Helmut, sind Deutsche. Seit seinem siebten Lebensjahr war er Schwimmer. Ralf Moeller absolvierte eine Ausbildung als Schwimmmeister und Schwimmlehrer in seiner Heimatstadt Recklinghausen. Zwei Jahre widmete er sich dem Boxen, ehe er Mitte der 70-iger Jahre zum Bodybuilding wechselte. Seinen Wehrdienst leistete Moeller von 1979 bis 1981 in Wuppertal-Elberfeld ab und trainierte in dieser Zeit im Bundesleistungszentrum Leverkusen[4] in den Disziplinen Kugelstoßen und Diskus unter Trainer Peter Ogiolda.    

Bodybuilder-Jahre (1977 – 1989)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von 17 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft fürs Bodybuilding und wurde 1984 Deutscher Meister in dieser Disziplin. 1986 wurde er zum Mr. Universum gekürt (Weltmeistertitel)[5]. Bei der von der IFBB durchgeführten Mr. Universe-Wahl wurden 1986 erstmals Doping-Tests vom IOC durchgeführt (Prof. Manfred Donike). Moeller war somit der erste Mr. Universe, der nach den Regeln des IOC getestet wurde und den Titel gewann. 1988 folgten die Mr. Olympia-Wahlen. Bis heute ist Moeller mit seiner Größe von 1,96 m (6 ft 5 in) einer der größten Bodybuilding-Champions der Welt. 1988, bei der Mr. Olympia Wahl, wog er ca. 131 kg.

Im Juni 1989 gab Moeller das Ende seiner Bodybuildingzeit bekannt, um sich voll und ganz seiner Schauspielkarriere zu widmen.

Schauspielkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Mal war Ralf Moeller 1988 im Tatort: Gebrochene Blüten mit Götz George und Eberhard Feik zu sehen. Ein Jahr darauf 1989 spielte er mit in Cyborg und 1992 an der Seite von Dolph Lundgren und Jean-Claude Van Damme in Universal Soldier von Roland Emmerich. Bereits ein Jahr später, 1993, spielte er den Bösewicht Brakus als Gegenspieler zu Phillip Rhee und Eric Roberts in Best of the Best 2 – Der Unbesiegbare. Nach Cyborg und Universal Soldier war dies sein dritter Auftritt in einem US-amerikanischen Film und die zweite tragende Nebenrolle.

Zu seinen zwei größten und weltweit populärsten Filmrollen zählen bis heute die in Ridley Scotts Gladiator (2000), in dem er an der Seite von Oscar-Gewinner Russell Crowe den Gladiator Hagen spielte, sowie seine Rolle in The Scorpion King von 2002. Neben diesen beiden Filmen spielte er die Hauptrolle in The Viking Sagas[1] und in Conan der Abenteurer[2]. Die Serie lief von 1997 bis 1998.

Ralf Moeller fuhr fort mit seiner Schauspielkarriere im Film El padrino[6] (2004), einer Fortsetzung von The Bad Pack, wo er den Spezialagenten Kurt Mayers spielte. 2005 spielte er neben Rosanna Arquette den Bruno in My Suicidal Sweetheart.[7] Im Film Bierfest (2006) – unter anderem mit Donald Sutherland und Jürgen Prochnow – hatte Moeller die Rolle des Hammacher inne. Im selben Jahr 2006 war er in Ozzie, der Koalabär zu sehen,[8] in dem auch Schauspieler wie Joan Collins mitwirkten, sowie in Seed in der Rolle des Warden Arnold Calgrove. Seed erhielt 2007 einen Preis für die besten Spezialeffekte auf dem Horror Film Festival in New York. 2007 folgte Pathfinder – Fährte des Kriegers und in Postal spielte Ralf Moeller Officer John. In den darauffolgenden Jahren wirkte er in Alone in the Dark II mit (2008), Dejection[9] (2009) bis er 2010 sowohl in The Sword and the Sorcerer II,[10] als auch in The Tourist agierte. Er wurde zudem mit den Teen Choice Awards als bester Actiondarsteller ausgezeichnet. 2014 spielte Ralf Moeller in Love, Hate & Security.[11]

Neben diesen US-Filmen hatte Moeller hatte auch viele (Gast-)Rollen in deutschen Produktionen. Im für RTL produzierten Fernsehfilm Der Superbulle und die Halbstarken[12] (2000, fast 4. Mio. Zuschauer) spielte Ralf Moeller die Hauptrolle. Auch in Hai-Alarm auf Mallorca (2003) war Moeller in der Hauptrolle zu sehen. Hai-Alarm gilt als einer der erfolgreichsten RTL-Eigenproduktionen über viele Jahre hinweg (fast 7 Mio. Zuschauer). Neben einer Gastrolle (Ferox) in Held der Gladiatoren (2003), spielte Moeller im selben Jahr noch König Thorklit in Die Nibelungen. 2008 sah man Moeller in Far Cry, einer deutsch-kanadischen Produktion, bei der auch Til Schweiger mitspielte und in Time of the Comet[13] als Freiherr von Keittel. Auch in den Fernsehserien Die Küstenwache und Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei hatte Ralf Moeller Auftritte.

Derzeit in Vorproduktion bzw. angekündigt sind ab April 2016 die US-Produktion des Action-Dramas Eyes mit Alec Baldwin unter der Regie von Chuck Russell. Deutsche Vorproduktionen, in denen Ralf Moeller ebenfalls mitspielt, sind derzeit der Kinofilm Mama Universe mit Hanna Schygulla und für das Fernsehen wird gerade der zweite Teil des erfolgreichen Hai-Dramas Hai-Alarm[14] für RTL als Event-Movie produziert.

Musikalische Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Moeller war auch in Musikvideos wie dem zum Song von Bon Jovi „Say it isn’t so“ (2000) zusammen mit Claudia Schiffer, Emilio Estevez und Arnold Schwarzenegger zu sehen. Auch im Video zu „Maria (I Like It Loud)“ der deutschen Technoband Scooter spielte Moeller mit. Außerdem wirkte er als Sprecher beim deutschen Techno-Trance-Musikprojekt E Nomine mit („Schwarze Sonne“ und „Der Turm“).

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Moeller bei der WKA-WM 2011 in München mit Christine Theiss

Moeller zog 1992 mit seiner Frau Annette, die er 1984 kennenlernte, von Deutschland nach Los Angeles. Er hat zwei Töchter. Anfang 2013 wurde bekannt, dass Moeller und seine Frau getrennt leben. Seit dem 9. April 2014 besitzt Moeller neben der deutschen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Ralf Moeller ist mit Arnold Schwarzenegger befreundet.[15]

Soziales Engagement und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2006 startete Ralf Moeller gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Initiative „Starke Typen“, mit der Kindern in sozialen Brennpunkten eine positive Lebenseinstellung vermittelt werden soll.[16][17] Vor dem Hintergrund seines Mitwirkens bei der Verfilmung des von der BPJM indizierten Computerspiels Postal geriet sein Engagement als Vorbild für Jugendliche vor dem Hintergrund der zu dieser Zeit geführten Debatte um Computerspiele mit Gewaltdarstellungen jedoch in die Kritik. Seit März 2007 wird die Aktion unter dem Motto „Starke Typen … lernen fürs Leben“, gesponsert vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall, mit acht weiteren Veranstaltungen an Brennpunktschulen weitergeführt.[18] Wegen dieses Engagements wurde er von Kinderlachen mit dem Kind-Award ausgezeichnet.

Im Mai 2008 besuchte er als erster deutscher Schauspieler eine Woche lang deutsche Soldaten in Afghanistan und übergab bei dieser Gelegenheit gesponserte Fitnessgeräte zur Truppenbetreuung im Wert von 30.000 €.[19]

Weiterhin unterstützt Ralf Moeller die Organisation "Dolphin Aid" als Botschafter, welche sich für die Realisierung von Delfintherapien für behinderte Kinder einsetzt.[20]

Am 14. Januar 2010 verlieh ihm Ministerpräsident Jürgen Rüttgers den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.[21]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ralf Möller – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Michael Chapman: The Viking Sagas. 23. September 1997, abgerufen am 6. Februar 2016.
  2. a b Conan. 22. September 1997, abgerufen am 6. Februar 2016.
  3. Ralf Möller ist jetzt auch Amerikaner. In: www.recklinghaeuser-zeitung.de. Abgerufen am 6. Februar 2016 (de-de).
  4. Hans-Joachim Scheer: Bundesleistungszentrum Leverkusen - Tag der offenen Tür. In: lvnordrhein.de. Abgerufen am 8. Februar 2016.
  5. Deutsche Hall of Fame. In: www.ifbb.de. Abgerufen am 6. Februar 2016.
  6. Damian Chapa: El padrino. 27. September 2005, abgerufen am 8. Februar 2016.
  7. Michael Parness: Crazy for Love. 1. März 2005, abgerufen am 8. Februar 2016.
  8. William Tannen: Ozzie. 1. Januar 2000, abgerufen am 8. Februar 2016.
  9. Nikita Zubarev: Dejection. 1. Januar 2000, abgerufen am 8. Februar 2016.
  10. Albert Pyun: Abelar: Tales of an Ancient Empire. 31. Juli 2010, abgerufen am 8. Februar 2016.
  11. Damian Chapa: Love, Hate & Security. 28. Mai 2014, abgerufen am 8. Februar 2016.
  12. Sigi Rothemund: Der Superbulle und die Halbstarken. 29. Oktober 2000, abgerufen am 8. Februar 2016.
  13. Fatmir Koçi: Time of the Comet. 1. Januar 2000, abgerufen am 8. Februar 2016.
  14. Fatmir Koçi: Time of the Comet. 1. Januar 2000, abgerufen am 8. Februar 2016.
  15. Ralf Moeller: Der Lehrling, Spiegel Online, 24. November 2008
  16. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Starke Typen – Offizielle Website der Initiative
  17. REGIERUNGonline: „Starke Typen“ – stark fürs Leben, (abgerufen am 27. Oktober 2006)
  18. Arbeitgeberverband Gesamtmetall: Pressemitteilung vom 22. März 2007.
  19. Bundesministerium der Verteidigung: Pressemitteilung
  20. http://www.ralfmoeller.com/projekte/dolphin-aid.html
  21. Pressemitteilung der Landesregierung von NRW; abgerufen am 4. April 2010