Ralf Pleger

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Ralf Pleger (* 1967 in Rathenow) ist ein deutscher Filmemacher und Regisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Pleger wuchs im Havelland auf und lebt seit 1989 in Berlin. Er studierte Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und an der Universität Mailand. Er war als Dramaturg bei zahlreichen internationalen Opernproduktionen beteiligt, unter anderem an der Berliner Staatsoper Unter den Linden und bei den Innsbrucker Festwochen.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit als Filmemacher bilden Musikfilme und Künstlerporträts. In Filmen wie Wagnerwahn[1] und Die Akte Tschaikowsky[2] kombiniert Pleger klassische Musikthemen mit unorthodoxen Erzählweisen. Ein Merkmal seiner Werke ist der Einsatz genreübergreifender Stilmittel.

2009 drehte er Cape of Good Voices, einen Dokumentarfilm über eine Tournee der Cape Town Opera für den Norddeutschen Rundfunk/Arte,[3] welcher auch bei der BBC in Schottland[4] und ABC in Australien gezeigt wurde.[5]

Plegers Kino-Dokumentarfilm The Florence Foster Jenkins Story mit Joyce DiDonato in der Titelrolle ist im November 2016 erschienen.[6][7][8][9]

Preise und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nominierung für den International Emmy Award 2014 für Wagnerwahn
  • Public Award beim Montreal World Film Festival 2013 für Wagnerwahn
  • Czech Crystal „Beste Musikdokumentation“ beim TV-Festival Golden Prague 2008 für Der Maestro-Macher – Jorma Panula und seine finnische Dirigentenschule
  • ECHO Klassik Award 2016 für Die Akte Tschaikowsky[10]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: Musikstadt Sankt Petersburg (Musikfilm/Dokumentation)
  • 1999: Streifzug durch das musikalische Krakau (Musikfilm/Dokumentation)
  • 2000: Die Berliner Philharmoniker und ihre Stadt (Musikfilm)
  • 2001: Musik in Istanbul – Zwischen Orient und Okzident (Musikfilm/Dokumentation)
  • 2002: Musikstadt Palermo (Musikfilm/Dokumentation)
  • 2003: Fado kommt von Schicksal – Ein musikalischer Streifzug durch Lissabon (Musikfilm/Dokumentation)
  • 2005: Die Dirigentin Simone Young – Von Australien an die Alster (Musikporträt)
  • 2006: Mit Krone und Kamera – Das Heimkino der Welfen (Dokumentation)
  • 2007: Der Maestro-Macher – Jorma Panula und seine finnische Dirigentenschule (Filmporträt)
  • 2007: Anne-Sophie Mutter – Dynamik eines Welterfolgs (Musikporträt)
  • 2008: Händel – Der Film (Musikfilm/Dokufiktion)
  • 2009: Donna Leon – Abenteuer einer Krimi-Lady (Filmporträt)
  • 2009: Cape of Good Voices – Tournee der Cape Town Opera (Dokumentarfilm)
  • 2010: Kap der guten Stimmen – Südafrika im Opernrausch (Musikfilm/Dokumentation)
  • 2010: Konzertreise mit 4 PS – Die Zeitreise des Pianisten Markus Groh (Musikfilm/Dokumentation)
  • 2012: Salut Salon: Der Film. (Musikfilm)
  • 2012: Joyce DiDonato: Drama Queens (Musikporträt)
  • 2012: Chinas neue Musentempel (Dokumentation)
  • 2013: Sängerkrieg auf Hoher See. Ein Film in vier Teilen (Musikfilm/Dokumentation)
  • 2013: Die Akte Beethoven (Dokumentarspiel)
  • 2013: Wagnerwahn (Dokumentarspiel)
  • 2014: Die Akte Tschaikowsky – Bekenntnisse eines Komponisten (Dokumentarspiel)
  • 2015: Beauty Is a Crime – Schönheit ist ein Verbrechen (Konzertfilm)
  • 2016: The Florence Foster Jenkins Story (Kino-Dokumentarfilm)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joachim Mischke: "Wagnerwahn": ein radikales Fernsehexperiment. In: Hamburger Abendblatt. 22. Mai 2013, abgerufen am 5. Januar 2016.
  2. Manuel Brug: Tschaikowsky war keine tragische Tunte. In: Die Welt. 3. Juni 2015, abgerufen am 5. Januar 2016.
  3. Cape of Good Voices, Details (englisch)
  4. Cape of Good Voices, BBC Schottland
  5. Cape of Good Voices, ABC Australien
  6. „Leinwand-Debüt!“, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, 23. Februar 2016
  7. The Florence Foster Jenkins Story in der Internet Movie Database (englisch)
  8. „Joyce DiDonato as Florence Foster Jenkins“, Operaversity, 7. Januar 2016
  9. Julia Kaiser: „Joyce DiDonato: Ich hatte einen Mordsspaß“, Berliner Morgenpost, 9. März 2016
  10. Preisträger beim ECHO Klassik Award 2016. Abgerufen am 21. Juli 2016.