Ralf Rauch

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Ralf Rauch (1998)

Ralf Rauch (* 12. Mai 1950 in Gera) ist ein parteiloser Kommunalpolitiker und war von 1994 bis 2006 der erste direkt gewählte Oberbürgermeister der Stadt Gera.

Leben[Bearbeiten]

Ralf Rauch wurde in Gera geboren, erwarb in Gera das Abitur an der Erweiterten Oberschule und absolvierte parallel eine Facharbeiterausbildung als Agrotechniker. Nach dem Grundwehrdienst studierte er im Fach Konstruktiver Ingenieurbau an der Hochschule für Bauwesen Leipzig (Vorläufer der HTWK Leipzig) mit einem Abschluss als Diplomingenieur 1975. Im Anschluss war er als Statiker im Projektierungsbetrieb des Tiefbaukombinates Gera tätig und wurde 1978 Hauptprojektant, 1987 dann Technischer Leiter des Betriebes.

Nach der politischen Wende in der DDR engagierte er sich für eine demokratische Kommunalpolitik in seiner Heimatstadt und war Mitglied der SPD bis 1993. Bereits im Mai 1990 trat Ralf Rauch zur Wahl für das Amt des Oberbürgermeisters an, unterlag aber dem CDU-Kandidaten Michael Galley. Die Stadtverordnetenversammlung wählte Rauch zum Bürgermeister und Baudezernenten von Gera. Für ein Jahr war er Vorsitzender des neugegründeten Landesverbandes Thüringen der Arbeiterwohlfahrt.

1994 kandidierte Rauch als Unabhängiger bei der ersten Oberbürgermeister-Direktwahl durch die Bürger der Stadt Gera, wobei er für sechs Jahre gewählt wurde. Seine Wiederwahl im Jahr 2000 erfolgte im ersten Wahlgang mit deutlicher Mehrheit. Rauchs Amtszeiten waren geprägt durch den demografischen und städtebaulichen Wandel in Gera nach der Wiedervereinigung. 1997 errang Gera gemeinsam mit dem benachbarten Ronneburg den Zuschlag für die Ausrichtung der Bundesgartenschau 2007. Von 2000 bis 2006 nahm Gera unter Rauchs Leitung am EU-Förderprogramm URBAN II teil.

Ralf Rauch förderte die gesellschaftliche Entwicklung in der Stadt Gera durch Gründung und Mitgliedschaft bei mehreren Vereinen (Förderverein Berufsakademie, BUGA-Förderverein, Höhlerverein, Tourismusverein, Städtepartnerschaftsverein „Gera international“). Er leitete zahlreiche Gremien wie beispielsweise als Präsident die Regionale Planungsgemeinschaft Ostthüringen. Ralf Rauch war von 1990 bis 2006 Vizepräsident des Gemeinde- und Städtebundes Thüringen, Präsidiumsmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Hauptausschussmitglied des Deutschen Städtetages.

Bei der Oberbürgermeister-Wahl im Sommer 2006 wurde eine Stichwahl zwischen Rauch und dem von SPD und Linkspartei unterstützten Herausforderer Dr. Norbert Vornehm notwendig, in welcher Rauch unterlag. Seit Januar 2008 ist Rauch Chef der Thüringer Fernwasserversorgung.

Literatur[Bearbeiten]