Ralf Seekatz

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Ralf Seekatz (2016)

Ralf Seekatz (* 10. November 1972 in Dernbach (Westerwald)) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er wurde 2019 zum Mitglied des Europäischen Parlaments gewählt und gehört als Europaabgeordneter der CDU der Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) an. Zuvor war er 13 Jahre lang Mitglied des Landtags von Rheinland-Pfalz und 12 Jahre lang Bürgermeister der Stadt Westerburg.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur in Westerburg absolvierte Seekatz zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei einem mittelständischen Betrieb. Der erfolgreichen Ausbildung schloss sich ein Fachhochschulstudium der Verwaltungswissenschaften in Mayen an. Nach dem erfolgreichen Abschluss war er acht Jahre in verschiedenen Behörden tätig, bevor er 2006 Abgeordneter des Landtages wurde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seekatz war von 2002 bis 2007 Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Westerburg und ist seit 2015 Vorsitzender des CDU Gemeindeverbandes Westerburger-Land. Von 2001 bis 2007 saß er als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat von Westerburg und übernahm von 2007 bis 2019 in der Stadt das Amt des Bürgermeisters. Zudem war er Mitglied des Verbandsgemeinderates Westerburg und stellv. Fraktionsvorsitzender von 2004 bis 2019. Seit 2009 ist Seekatz Mitglied des Westerwälder Kreistages und seit 2018 Bezirksschatzmeister im CDU Bezirk Koblenz Montabaur.

Von 2006 bis 2019 war er Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz und für seine Fraktion als ordentliches Mitglied im Innenausschuss und als ordentliches Mitglied im Europaausschuss vertreten. Seekatz war zudem Europasprecher der CDU-Landtagsfraktion.

Am 26. Mai 2019 wurde Ralf Seekatz als Kandidat des CDU Bezirks Koblenz-Montabaur bei er Europawahl ins Europäische Parlament gewählt. Seekatz ist dort Mitglied in der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP). Er ist ordentliches Mitglied des LIBE-Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (Innenausschuss). Aufgrund des großen Themenfelds, mit dem der Ausschuss sich befasst, gehört der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres zu den wichtigeren Ausschüssen des Europäischen Parlaments. Das Europäische Parlament hat in wichtigen Bereichen dieses Themenfelds – insbesondere bei der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen – seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon am 1. Dezember 2009 ein Mitentscheidungsrecht nach dem ordentlichen Gesetzgebungsverfahren. Der Ausschuss ist zuständig für den Schutz der Bürgerrechte, Menschenrechte und Grundrechte in der Europäischen Union. Auch der Datenschutz sowie alle Politikfelder des Bereichs Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts (die justizielle Zusammenarbeit in Zivilsachen, die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen sowie die flankierenden Maßnahmen zum freien Personenverkehr, zu denen auch die Migrationspolitik gehört) fallen in die Zuständigkeit des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres.

Der Ausschuss pflegt die Beziehungen des Europäischen Parlaments mit der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht, der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte, Europol, Eurojust, der Europäischen Polizeiakademie (EPA) und anderen Organisationen im Innen- und Justizbereich.

Die für das Politikfeld des Ausschusses zuständigen Mitglieder in der Europäischen Kommission sind der Kommissar für Inneres sowie der Kommissar für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft. Im Rat der Europäischen Union fällt der Themenbereich in die Formation als Rat für Justiz und Inneres.

Außerdem ist Seekatz stellvertretendes Mitglied EMPL-Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten. Dieser Ausschuss ist im Rahmen der Arbeitspolitik der Europäischen Union für Fragen der Beschäftigung, der Berufsausbildung sowie für die Freizügigkeit von Arbeitnehmern und Rentnern zuständig. Außerdem befasst er sich mit allen Fragen der Sozialpolitik der Europäischen Union. Dies betrifft etwa Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit, Maßnahmen für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, die Förderung des sozialen Dialogs sowie die Bekämpfung von Diskriminierung am Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsmarkt – mit Ausnahme der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, für die der Geschlechterausschuss des Parlaments zuständig ist. Außerdem befasst sich der Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten mit der Verwendung der Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds und pflegt die Beziehungen des Europäischen Parlaments zu Einrichtungen wie dem Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop), der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen, der Europäischen Stiftung für Berufsbildung, der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und anderen einschlägigen Institutionen der EU und internationaler Organisationen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ralf Seekatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien