Ralf Witzel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ralf Witzel (* 25. März 1972 in Essen) ist ein deutscher Politiker (FDP).

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Witzel besuchte das Stadtwald-Gymnasium in Essen und legte dort 1991 sein Abitur ab. Anschließend besuchte er für ein Jahr die Höhere Handelsschule für Wirtschaft und Verwaltung. Bis 1999 studierte Witzel Betriebswirtschaftslehre (mit den Schwerpunkten Personalmanagement und Unternehmensführung sowie Sozialpolitik) an der Universität-Gesamthochschule Essen. Nach seinem Examen 1999 war er bis 2005 Personalreferent für Führungskräfteentwicklung und internationales Personalmanagement.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Witzel ist ledig.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Witzel ist Mitglied der FDP seit 1988. Er war Landesvorsitzender der Liberalen Schüler NRW von 1990 bis 1992. Von 1994 bis 2003 war er Vorsitzender des Landesverbandes NRW der Jungen Liberalen. Seit 2002 ist Witzel Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Essen und seit 2010 Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Ruhr. Er ist Mitglied des Landesvorstandes Nordrhein-Westfalen der FDP seit 1994.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Witzel ist seit dem 2. Juni 2000 Abgeordneter des Landtags Nordrhein-Westfalen. Er wurde stets über die Landesliste seiner Partei gewählt und kandidierte seit 2005 daneben im Landtagswahlkreis Essen IV, wo er 12,2 % (2000, als der Wahlkreis noch die Bezeichnung Essen VI trug), 6,5 % (2005), 5,1 % (2010), 6,1 % (2012) und 10,1 % (2017) der Erststimmen erreichte. Von 2000 bis 2005 war er Bildungspolitischer Sprecher der FDP Landtagsfraktion und seit 2005 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, sowie Mitglied im Ältestenrat, im Hauptausschuss (inkl. Medien, Bundesratsangelegenheiten) und im Ausschuss für Schule und Weiterbildung. Seit 2017 ist er stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion.

2002 verknüpfte er das „Projekt 18“ der FDP mit den bis dahin bekannten 18 Opfern des Erfurter Amoklaufes: „Das ist nicht die Art, wie wir uns das Projekt 18 vorstellen.“ Witzel entschuldigte sich in einer Pressemitteilung: "Meine eigentliche Sprachlosigkeit und Trauer angesichts des schrecklichen Ereignisses haben ein gänzlich falsches Ventil gefunden."[1]

2007 behauptete der Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen, Witzel habe einen Antrag auf Schulessen mit den Worten "Wer immer die neueste Satellitenschüssel auf dem Dach und viel Alkohol im zu Hause hat, dem müssen wir nichts zusätzlich finanzieren." abgelehnt. Zuvor hatte Witzel den Grünen Verstöße gegen "die guten Sitten und Grundsätze anständigen Verhaltens im Plenarsaal" vorgeworfen. [2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Projekt 18" - Schlechter Witz von FDP-Politiker Witzel. n-tv, 29. April 2002, abgerufen im 28. September 2017.
  2. Johannes Nitzschmann: FDP und Grüne bekämpfen sich im Düsseldorfer Landtag - Parlamentarische Fehltritte. In: (Memento vom 9. November 2007 im Internet Archive). Abgerufen im 28. September 2017.