Ramberg (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ramberg
Ramberg (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ramberg hervorgehoben

Koordinaten: 49° 16′ N, 8° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Annweiler am Trifels
Höhe: 237 m ü. NHN
Fläche: 7,75 km2
Einwohner: 964 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 76857,
76829 (Modenbacherhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 06345
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 064
Adresse der Verbandsverwaltung: Meßplatz 1
76855 Annweiler am Trifels
Website: www.ramberg.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Munz
Lage der Ortsgemeinde Ramberg im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Ortsbild der Gemeinde Ramberg im Jahr 2004

Ramberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die fünftgrößte Ortsgemeinde darstellt. Ramberg ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde Ramberg liegt im Pfälzerwald rund sieben Kilometer Luftlinie nord-nordöstlich von Annweiler am Trifels in dem nach ihr benannten Ramberger Tal. Wenige hundert Meter nördlich der Wohnbebauung des Ortes beginnt das Holpertal; weiter westlich von diesem liegt das Nonnental. Der Nordosten der Gemarkung reicht bis an das Modenbachtal heran. Die Passhöhe Drei Buchen bildet den Übergang zwischen dem Ramberger Tal und dem Modenbachtal. Zur Gemeinde gehört zudem der Modenbacherhof. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Roschbach, Edesheim, Rhodt unter Rietburg, Weyher in der Pfalz, Hainfeld, Burrweiler, Flemlingen, Dernbach, Böchingen und Walsheim.

Erhebungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf ist von waldreichen Bergen eingerahmt. Oberhalb der Ortschaft erstreckt sich der 442,4 m ü. NN hohe Schlossberg. Weitere markante Erhebungen auf Gemarkung der Gemeinde sind unter anderem der Drenselberg (523,8 m ü. NN) und der Eichbühl im Nordosten, der Harzofenberg (556,4 m ü. NN), der Langentalkopf (536 m ü. NN), der Schindl Kopf (510 m ü. NN) und der Hühnerberg (476,9 m ü. NN) im Nordwesten sowie der Hermeskopf im Südwesten und der Mühlberg im Südosten.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ramberg wird in Nord-Süd-Richtung vom Dernbach, einem Zufluss des Eisbachs, durchflossen. Auf Gemarkung der Gemeinde nimmt er mehrere Zuflüsse wie den Bach vom Drenselberg, den Hermersbach, den Holpertalbach, den Ohlsbach, den Ramberger Bach, den Talbach und den Waltersbach auf. Der Talbach nimmt zudem von links den Kleinen Wiesenbach und das Wiesenbächle auf. Durch den Nordosten der Gemarkung fließt außerdem der Modenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Ramberg zu Löwenstein-Wertheim und unterstand dort der Herrschaft Scharfeneck.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Ramberg in den Kanton Annweiler eingegliedert und war Sitz einer Mairie, die zusätzlich Eußerthal umfasste. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 800 Einwohner. Im selben Jahr wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Ramberg dem Landkommissariat Bergzabern an; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Bergzabern hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Bergzabern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Ramberg innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde Ramberg der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels zugeordnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ramberg besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl GRÜNE WGR 1 WGR 2 Gesamt
2019 1 8 3 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Ramberg
Blasonierung: „In Silber ein schwarzer Balken, belegt mit einem linksgewendeten blaubewehrten und -bezungten roten Löwen.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meistersel-06-2019-gje.jpg
Meistersel
Ramburg-10-2019-gje.jpg
Ramburg


Die Ruinen der Burg Meistersel und der Ramburg sind als Denkmalzonen ausgewiesen. Bei ersterer handelte es sich um eine Felsenburg, deren Überreste auf einer Bergkuppe bei Ramberg liegen. Sie befindet sich seit 2006 im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz. Die Ramburg stellt die Ruine einer Höhenburg dar und befindet sich auf dem Schlossberg oberhalb der Ortschaft. Hinzu kommen außerdem insgesamt sechs Einzeldenkmäler: Im Ortszentrum hat der Heimat- und Museumsverein des Bürstenmacherhandwerks ein Bürstenbindermuseum zu Historie, Herstellung sowie Handel mit Besen und Bürsten eingerichtet. Ebenfalls denkmalgeschützt ist der Modenbacherhof.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Naturdenkmal ausgewiesene Edelkastanie

Einziges Naturdenkmal ist eine Edelkastanie nordwestlich der Bebauung. Im Nordosten der Gemarkung befindet sich außerdem der Ritterstein 234; er trägt die Bezeichnung Drei Buchen und weist auf die gleichnamige Passhöhe hin und stellt somit einen Orientierungspunkt für Wanderer dar.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. September 2015 fanden vor Ort die Deutschen Bergmeisterschaften der Rad-Bundesliga statt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Haingeraide war Ramberg an der sogenannten zweiten Haardtgeraide – alternativ Mittel-Haingeraide genannt – beteiligt, die in der frühen Neuzeit aufgelöst und die teilweise der Gemeinde unterstellt wurde. Vor Ort befand sich zeitweise ein Standort von Akkord-Radio. Zudem gehört die Gemeinde zum Verbreitungsgebiet des Offenen Kanals Weinstraße.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landesstraße 506 innerhalb von Ramberg

Durch Ramberg führt die Landesstraße 506, die von Albersweiler über Dernbach, Weyher und Rhodt unter Rietburg bis nach Edesheim führt. Die Kreisstraße 6 führt durch den Nordosten der Gemarkung und passiert dabei den Modenbacherhof.

Die Gemeinde ist zudem über die Buslinie 521 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar, die den Ort mit Landau in der Pfalz, Frankweiler, Albersweiler, Eußerthal und Dernbach verbindet, an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs angeschlossen. Hinzu kommt die ausschließlich für den Schülerverkehr zuständige Buslinie 522, die nach Annweiler führt.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Ramberg führt Wanderweg, der mit einem roten Punkt markiert ist. Außerdem liegt die Gemeinde an einer Nebenstrecke des Pfälzer Keschdewegs. Im Nordosten der Gemarkung befindet sich mit dem Waldhaus Drei Buchen außerdem eine Hütte des Pfälzerwald-Vereins. In diesem Bereich beginnt ein weiterer Wanderweg, der mit einem blauen Balken gekennzeichnet ist und der bis nach Burrweiler führt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Guido Benedikt Beck (1885–1958), Kapuzinerpater, Missionsbischof, Apostolischer Vikar in Chile. Nannte sich nach seinem Heimatort auch Guido Beck de Ramberga.

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Georg Rung (1854–1931), Priester, lebte ab 1926 bis zu seinem Tod in Ramberg, wo er ebenso verstarb und beigesetzt wurde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ramberg (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen