Ramberg (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ramberg
Ramberg (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ramberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 16′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Annweiler am Trifels
Höhe: 237 m ü. NHN
Fläche: 7,75 km2
Einwohner: 992 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 76857,
76829 (Modenbacherhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 06345
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 064
Adresse der Verbandsverwaltung: Meßplatz 1
76855 Annweiler am Trifels
Webpräsenz: www.ramberg.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Munz
Lage der Ortsgemeinde Ramberg im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Gemeinde Ramberg, 2004

Ramberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die fünftgrößte Ortsgemeinde darstellt. Ramberg ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde Ramberg liegt im Naturpark Pfälzerwald rund 7 km (Luftlinie) nord-nordöstlich von Annweiler am Trifels in dem nach ihr benannten Ramberger Tal. Wenige hundert Meter nördlich der Wohnbebauung des Ortes beginnt das Holpertal. Zur Gemeinde gehört zudem der Modenbacherhof. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Roschbach, Edesheim, Rhodt unter Rietburg, Weyher in der Pfalz, Hainfeld (Pfalz), Burrweiler, Flemlingen, Dernbach (Pfalz), Böchingen und Walsheim

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ramberg wird in Nord-Süd-Richtung vom Dernbach (Zufluss des Eisbachs) durchflossen. Auf Gemarkung der Gemeinde nimmt er mehrere Zuflüsse wie den Bach vom Drenselberg, den Hermersbach, den Holpertalbach, den Ohlsbach, den Ramberger Bach, den Talbach und den Waltersbach auf. Der Talbach nimmt zudem von links den Kleinen Wiesenbach und das Wiesenbächle auf. Durch den Nordosten der Gemarkung fließt außerdem der Modenbach.

Das Dorf ist von waldreichen Bergen eingerahmt. Auf dem Schlossberg steht oberhalb der Ortschaft die Ruine der Ramburg. Weitere Ruinen nahe Rambergs sind: Burg Frankenfelsen, Burg Meistersel und Burg Neuscharfeneck. Markante Erhebungen auf Gemarkung der Gemeinde sind unter anderem der Drenselberg (524 m), der Schindl Kopf (510 m) und der Hühnerkopf (477 m). Die Passhöhe Drei Buchen bildet die Wasserscheide zwischen Dernbach und Modenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Ramberg zu Löwenstein-Wertheim.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Ramberg in den Kanton Annweiler eingegliedert und war Sitz einer Mairie, die zusätzlich Eußerthal umfasste. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 800 Einwohner. Im selben Jahr wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Ramberg dem Landkommissariat Bergzabern an; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Bergzabern hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Bergzabern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Ramberg innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde Ramberg der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels zugeordnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ramberg besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahre 2009 wurden die Ratsmitglieder in einer Mehrheitswahl gewählt.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Ramberg (Pfalz)
Blasonierung: „In Silber ein schwarzer Balken, belegt mit einem linksgewendeten blaubewehrten und -bezungten roten Löwen.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortszentrum hat der Heimat- und Museumsverein des Bürstenmacherhandwerks ein Bürstenbindermuseum zu Historie, Herstellung und Handel mit Besen und Bürsten eingerichtet.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ramberg ist von einer Reihe sehenswerter Burgen und Burgruinen umgeben: Die Burg Meistersel, seit 2006 im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz, ist die Ruine einer Felsenburg und liegt auf einer Bergkuppe bei Ramberg. Die Burg Neuscharfeneck ist ebenfalls die Ruine einer Burg; sie liegt im Flemlinger Wald östlich von Ramberg. Des Weiteren gibt es die Ramburg, die Ruine einer Höhenburg.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. September 2015 fanden vor Ort die Deutschen Bergmeisterschaften der Rad-Bundesliga statt.

Infratruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ramberg befand sich zeitweise ein Standort von Akkord-Radio. Zuem gehört die Gemeinde zum Verbreitungsgebiet des Offenen Kanals Weinstraße.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ramberg ist über die Buslinie 521, die den Ort mit Landau in der Pfalz, Frankweiler, Albersweiler, Eußerthal und Dernbach verbindet, an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs angeschlossen. Durch den Ort führt außerdem eine Nebenstrecke des Pfälzer Keschdewegs.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Guido Benedikt Beck (1885–1958), Kapuzinerpater, Missionsbischof, Apostolischer Vikar in Chile. Nannte sich nach seinem Heimatort auch: Guido Beck de Ramberga.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ramberg (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen