Rambo: Last Blood

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Filmdaten
Deutscher TitelRambo: Last Blood
OriginaltitelRambo: Last Blood
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2019
Länge101 Minuten
AltersfreigabeFSK 18[1]
Stab
RegieAdrian Grünberg
DrehbuchMatthew Cirulnick,
Sylvester Stallone
ProduktionAvi Lerner,
Kevin King Templeton,
Yariv Lerner
Les Weldon
MusikBrian Tyler
KameraBrendan Galvin
SchnittCarsten Kurpanek,
Todd E. Miller
Besetzung
Synchronisation
Chronologie

← Vorgänger
John Rambo

Rambo: Last Blood (vormals Rambo V: Last Blood)[2][3] ist ein Action-Thriller von Adrian Grünberg, der am 19. September 2019 in die deutschen und am darauffolgenden Tag in die US-amerikanischen Kinos gekommen ist. Es handelt sich um den fünften und letzten Teil der Rambo-Filmreihe und um die Fortsetzung von John Rambo aus dem Jahr 2008.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Rambo lebt auf der Farm seiner bereits verstorbenen Eltern und verdient sein Geld mit der Pferdezucht. Er hat Maria, die Haushälterin seiner Eltern, weiterbeschäftigt und pflegt zu deren Enkelin Gabrielle ein väterliches Verhältnis. Da Gabrielles Mutter an Krebs gestorben ist, möchte sie unbedingt ihren richtigen Vater kennenlernen, der ihre Mutter und sie verließ, als sie noch ein Kind war. Über eine Freundin kann sie in Erfahrung bringen, dass dieser in Mexiko lebt. Entgegen dem Rat von Großmutter und Rambo reist Gabrielle nach Mexiko und besucht ihren Vater, der jedoch nichts mit ihr zu tun haben will. Um sie vermeintlich zu trösten, bringt Gabrielles Freundin sie in eine Bar, wo sie von Menschenhändlern entführt wird, die junge Mädchen als Zwangsprostituierte verkaufen.

Als Gabrielle nicht zurückkehrt, fährt Rambo ebenfalls nach Mexiko, um sie zu suchen. Von der Freundin erfährt er, dass Gabrielle vom Menschenhändlerring der Brüder Victor und Hugo Martinez entführt wurde. Als Rambo die Brüder zur Rede stellen will, wird er von deren Schlägern zusammengeschlagen und schwer verletzt. Die Journalistin Carmen Delgado, die Rambo schon in der Bar beobachtet hat, findet ihn und pflegt ihn gesund. Sie erzählt Rambo, was wahrscheinlich mit Gabrielle passiert ist und wo sie gefangen gehalten wird. Rambo findet und befreit Gabrielle, doch sie wurde missbraucht, betäubt und schwer verletzt. Auf der Rückfahrt nach Arizona verstirbt sie und Rambo bestattet sie auf seiner Farm.

Voller Hass auf die Martinez-Brüder beschließt Rambo, Rache zu üben, und reist erneut nach Mexiko. Dort gelingt es ihm, Victor Martinez zu enthaupten und eine Spur zu seiner Farm zu legen.

Zurück in Arizona beginnt Rambo damit, in einem unterirdischen Tunnelnetz unter der Farm Fallen aufzubauen, da er ahnt, dass der andere Martinez-Bruder nicht alleine kommen wird. Mit diesen Fallen kann er die zahlreichen Angreifer nacheinander ausschalten. Er nagelt Hugo Martinez mit vier Metallpfeilen seines Bogens in Schultern und Beinen förmlich an einer Scheunenwand fest, schneidet ihm die Brust auf und reißt ihm dann das Herz aus dem Thorax. Rambo hält dem sterbenden Martinez dessen eigenes noch zuckendes Herz vor die Augen, als Beweis für die Richtigkeit seiner vorher ausgesprochenen Drohung.

Schließlich sitzt Rambo, der bei den Kampfhandlungen angeschossen wurde, auf der Terrasse seines Hauses in seinem Schaukelstuhl.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Adrian Grünberg. Es handelt sich nach Get the Gringo um den zweiten Film von Grünberg in dieser Position.

Im Mai 2018 erklärte Sylvester Stallone, dass ein fünfter Film der Rambo-Reihe geplant sei.[4] Gemeinsam mit Matthew Cirulnick schrieb er auch das Drehbuch, der erstmals in dieser Funktion für einen Film tätig war.

Die Dreharbeiten wurden Anfang Oktober 2018 begonnen[5] und haben in London, in Bulgarien und auf den kanarischen Inseln stattgefunden.[6] Als Kameramann fungierte Brendan Galvin.

Die Filmmusik komponierte Brian Tyler. Der Soundtrack, der insgesamt 23 Musikstücke umfasst, wurde am 20. September 2019 von Lakeshore Records als Download veröffentlicht.[7]

Erstes Bildmaterial wurde im Mai 2019 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes vorgestellt.[8] Am 30. Mai 2019 veröffentlichte Lions Gate Entertainment den ersten sowie am 20. August 2019 den zweiten Trailer zu Rambo: Last Blood. Am 19. September 2019 startete der Film in den deutschen[9] und am darauffolgenden Tag in den US-amerikanischen Kinos.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entstand bei der Scalamedia GmbH in Berlin nach dem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Marius Clarén.[10]

Rolle Darsteller Sprecher
John J. Rambo Sylvester Stallone Jürgen Prochnow
Carmen Delgado Paz Vega Carolina Vera
Don Miguel Rick Zingale Reinhard Scheunemann
Gabrielle Yvette Monreal Jodie Blank
Miguel Marco de la O Daniel Fehlow
Victor Martínez Óscar Jaenada Tommy Morgenstern

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht. In Deutschland erhielt der Film von der FSK keine Jugendfreigabe.

Insgesamt stieß der Film bei den Kritikern auf negatives Echo. Auf Rotten Tomatoes gaben nur 28 % der Kritiker dem Film eine positive Rezension,[11] Metacritic ermittelte einen Score von 27.[12] David Morrell, Autor der Romanvorlage von Rambo, erklärte via Twitter, dass er sich schäme, mit diesem Film assoziiert zu sein.[13]

Der Filmdienst nannte Rambo: Last Blood ein „primitives Finale der Film-Saga um die schlagkräftige Ein-Mann-Armee, das jeden Anschein von Tiefe rasch aufgibt, um zur gewaltstrotzenden Tötungsarie zu werden. Neben der Gewaltverherrlichung stößt der Film auch durch die rassistische Zeichnung der mexikanischen Charaktere ab.“[14]

Der Spiegel bewertete den Film als „eindimensionalen und überraschungsarmen Thriller“ sowie als „gewaltiges Trauerspiel“.[15]

Die Frankfurter Rundschau betitelte den Film als „..aus der Mülltonne“.[16]

n-tv bezeichnete den Film als „absolut würdigen Abschluss der Filmreihe“.[17]

Sassan Niasseri vom Rolling Stone gab dem Film eine positive Rezension. Er schreibt, im Film gäbe es Gewalt und Blut, wie es sie in einem Rambo-Film noch nie zu sehen gab, und man könne bestimmte politische Muster erkennen: „Gewann der Vietnam-Veteran 1985 in First Blood: Part II für Ronald Reagan den Dschungelkrieg doch noch, und tötete neben etlichen Vietcong dabei auch Russen, und befreite er für Ronnie 1988 in Rambo III die Taliban von der Herrschaft der UdSSR, und tötete dabei auch Russen, so dürften in diesem fünften Film viele an Donald Trump denken.“ Rambo gehe den umgekehrten Weg wie Trump, der eine Mauer bauen will, um Mexikaner von den USA fernzuhalten, locke die kriminellen Mexikaner über die Grenze auf seine Ranch nach Arizona, um dort kurzen Prozess mit ihnen zu machen, so Niasseri. Zum ersten Mal in 37 Jahren Rambo gelinge es Sylvester Stallone, hier mit seinem Regisseur Adrian Grünberg, einen Green Beret mit Charakter und Motiv auszustatten sowie von familiären Hintergründen, von Moralvorstellungen und von seinen Zukunftswünschen erzählen zu lassen. Er wertete den Film neben Creed – Rocky’s Legacy als Stallones besten Film der letzten 35 Jahre.[18]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Produktionsbudget beträgt rund 50 Millionen US-Dollar. Der Film konnte (bis zum 30. September 2019) weltweit rund 58,4 Millionen US-Dollar einspielen.[19]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National Film & TV Awards 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Rambo: Last Blood. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Rambo: Last Blood auf lionsgatepublicity.com
  3. Offizielle Website
  4. „Rambo V“ kommt im Herbst 2019. In: Süddeutsche Zeitung, 9. Mai 2018.
  5. http://www.robots-and-dragons.de/news/118379-rambo-5-erste-fotos-zeigen-sylvester-stallone-cowboy-look
  6. Jeremy Kay: Sylvester Stallone lining up ‘Rambo V’. In: screendaily.com, 6. Mai 2018.
  7. ‘Rambo: Last Blood’ Soundtrack Details. In: filmmusicreporter.com, 12. September 2019.
  8. Jordan Moreau: Sylvester Stallone to Share First Look at ‘Rambo V’ at Cannes Film Festival. In: Variety, 8. Mai 2019.
  9. Starttermine Deutschland In: insidekino.com. Abgerufen am 9. Mai 2019.
  10. Rambo: Last Blood. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 23. September 2019.
  11. Rambo: Last Blood auf Rotten Tomatoes
  12. Rambo: Last Blood auf Metacritic
  13. [1] David Morrells Twitteraccount
  14. Rambo: Last Blood auf filmdienst.de, abgerufen 19. September 2019
  15. Rambo Last Blood – Der Gott des Gemetzels auf Spiegel Online, abgerufen 19. September 2019
  16. Rambo 5 – Last Blood: Ein Film aus der Mülltonne in der Frankfurter Rundschau, 19. September 2019
  17. Rambo lässt seiner Wut freien Lauf auf ntv.de, 19. September 2019
  18. Sassan Niasseri: Endlich, endlich wieder ein guter „Rambo“-Film. In: Rolling Stone, 19. September 2019.
  19. Rambo: Last Blood (2019) — Box Office Mojo. Abgerufen am 2. Oktober 2019.
  20. Naomi Wakeling: Nominations for the 2nd annual National Film & TV Awards are announced. In: nationalfilmandtvawards.com. 21. Oktober 2019, abgerufen am 3. November 2019.