Rammellzee

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Rammellzee [Ræ.meɫ.ziː] (* 1960 in New York City; † 27. Juni 2010 ebenda[1]) war ein US-amerikanischer Graffiti-Künstler und Hip-Hop-Musiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rammellzee wurde 1960 in Far Rockaway im New Yorker Stadtbezirk Queens geboren. Seinen Geburtsnamen änderte er bereits in jungen Jahren in den Künstlernamen Rammellzee.[1]

Er kann als Schlüsselfigur des Graffiti in den Vereinigten Staaten bezeichnet werden.[2] Bereits in den 1970er Jahren war Rammellzee in der New Yorker Writer-Szene aktiv. Im Film Wild Style von 1982 sind Rammellzee und seine bis dahin entstandenen Arbeiten zu sehen. Aus den anfänglich einfachen Schriftzeichen entwickelte er im Laufe der Jahre eine aerodynamische Schriftweise. Sie ist Teil einer komplexen Theorie, die er mit den Begriffen Gothic Futurism und Iconoclast Panzerism umschrieb. Bei seinen Leinwandbildern handelt es sich meist um abstrakte Kompositionen mit buchstabenähnlichen Elementen.[3]

Zusammen mit Jean-Michel Basquiat und Keith Haring sowie mit Künstlern, die eher unter den Namen ihrer Tags wie LEE, Zephyr, Lady Pink, oder Futura 2000 bekannt sind, gehörte Rammellzee zu denjenigen der Graffiti-Szene, die mit dem Sprung von ihren illegalen Sprühaktivitäten an U-Bahnzügen zu öffentlichen Galerieausstellungen in Kunstkreisen Anerkennung erlangten.

Er gehörte aufgrund seiner frühen Zugehörigkeit zur Writer-Szene auch zu den ursprünglichen Hip-Hop-Künstlern, die den New Yorker Stil der 1970er und frühen 1980er weitgehend prägten, und beeinflusste mit seinem Vokalstil spätere Bands wie die Beastie Boys. Die Hip-Hop-Dokumentation Style Wars aus dem Jahr 1983 enthielt mit Beat Bop eines seiner bekanntesten Musikstücke, das er zusammen mit K. Rob produziert hatte.[4] Das Stück entstand aus einer Auseinandersetzung mit dem Künstler Jean-Michel Basquiat. Da Rammellzee und K. Rob dessen Text aber nicht mochten, rappten beide einen eigenen Text und nahmen das Stück ohne den Künstler auf. Basquiat kreierte das Cover der limitierten Maxisingle. Die Single wurde später mehrfach wiederveröffentlicht, zuletzt im Jahr 2001.

Rammellzee tauchte außerdem in Jim Jarmuschs Film Stranger than Paradise aus dem Jahr 1984 gegen Ende als der Mann mit dem Geld auf.

Mehrfach arbeitete er mit dem Bassisten und Produzenten Bill Laswell zusammen, teils als Sänger (u. a. bei Material und Praxis), mal als Coverdesigner (Method of Defiance). Für das Video Animal Behavior von Praxis entwarf er die Kostüme. Ab 2003 veröffentlichte Rammellzee wieder verstärkt eigene Platten, unter anderem auf dem Münchener Label Gomma.

Rammellzee starb am 27. Juni 2010 in New York City nach langer Krankheit.[1] Er hinterließ seine Frau, Carmela Zagari Rammellzee.[1]

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: This Is What You Made Me (Tri-Eight Recordings)
  • 2004: Bi-Conicals Of The Rammellzee (Gomma)
  • 2004: This Is What You Made Me (Instrumentals) (Tri-Eight Recordings)

Singles und EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Beat Bop (Tartown)
  • 1987: Death Command (4th & Broadway)
  • 1988: Gangster Lean (Island Records)
  • 2003: Cheesy Lipstick (Gomma)
  • 2004: Pay The Rent (Gomma)
  • 2007: This Is (Re)Phop Pt.1 (Delic Records)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Rammellzee, Graffiti Artist, Dies at 49 – Artikel bei nytimes.com, abgerufen am 4. Juli 2010
  2. Bernhard van Treeck: Das große Graffiti-Lexikon. Lexikon-Imprint-Verlag bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-292-X, S. 322.
  3. Bernhard van Treeck: Das große Graffiti-Lexikon. Lexikon-Imprint-Verlag bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-292-X, S. 323.
  4. Artikel zum Tod bei Mixery Raw Deluxe, abgerufen am 30. Juni 2010