Rammingen (Bayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Rammingen (Bayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rammingen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 4′ N, 10° 35′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Türkheim
Höhe: 590 m ü. NHN
Fläche: 19,26 km2
Einwohner: 1592 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86871
Vorwahl: 08245
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 209
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
86871 Rammingen
Website: www.rammingen.de
Erster Bürgermeister: Anton Schwele (Fr. Wählergem./ Unabh. Wählergem.)
Lage der Gemeinde Rammingen im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Unterrammingen von Nordwesten
Ehem. Bauernhaus in Unterrammingen

Rammingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rammingen liegt circa 40 Kilometer östlich von Memmingen und circa 30 Kilometer nördlich von Kaufbeuren in Mittelschwaben. Das Gemeindegebiet liegt zwischen 578 m ü. NHN (Flossach, an der nördlichen Gemeindegrenze) und 654 m ü. NHN (im Bannholz an der südwestlichen Gemeindegrenze). Das langgezogene Dorf mit den beiden Teilen Unter- und Oberrammingen erstreckt sich 2,5 km in Nord-Süd-Richtung in einer Höhenlage von ca. 590 bis 600 m ü. NHN westlich des Wörthbachs in der Lech-Wertach-Ebene.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Unterrammingen und Oberrammingen.

Die Gemeinde hat zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Daneben gibt es Moosgerum (ein Aussiedlerhof) und Am Bahnhof (eine aus fünf weiteren Gehöften bestehende Ansiedlung um den etwa 1,5 km entfernten ehem. Bahnhof Unterrammingen), beides keine amtlich benannten Gemeindeteile.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ober- und Unterrammingen gehörten u. a. den Fuggern und den Grafen Toerring-Seefeld als ein Teil der mit dem Blutbann begabten Herrschaft Mattsies. Die erstmalige Erwähnung des Adelsgeschlechts der Herren von Rammingen (Ramunger) erfolgte 1147. Knapp ein halbes Jahrhundert zuvor tauchte die Gegend um Rammingen erstmals in einer Besitzschrift des Reichsstifts Weingarten auf, das bereits 1094 und später nochmals um 1143 Grundbesitz in Rammingen erworben hatte. Diese Verbindung zum Kloster währte bis zur Säkularisation in Bayern im Jahre 1802. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Reichsherrschaft Mattsies, die von 1598 bis 1680 im Besitz der Fugger war. Späterer Landesherr war dann das Kurfürstentum Bayern. Die Bildung der politischen Gemeinden Ober- und Unterrammingen erfolgte 1818. Am 1. Januar 1974 wurden diese im Zuge der Gebietsreform zur Gemeinde Rammingen zusammengeschlossen.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1024 Einwohner[4]
  • 1970: 1014 Einwohner[4]
  • 1987: 1164 Einwohner
  • 1991: 1239 Einwohner
  • 1995: 1282 Einwohner
  • 2000: 1309 Einwohner
  • 2005: 1380 Einwohner
  • 2010: 1410 Einwohner
  • 2015: 1527 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1186 auf 1544 um 358 Einwohner bzw. um 30,2 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[5]
 %
60
50
40
30
20
10
0
42,9 %
9,6 %
15,5 %
9,8 %
7,9 %
4,2 %
5 %
5,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
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   8
   6
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   2
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  -6
  -8
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-12
-14
−12,6 %p
−1,9 %p
+8,2 %p
+5,6 %p
+0,2 %p
+1,8 %p
+1,4 %p
−2,7 %p

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1996 ist Anton Schwele (* 1952) (Freie Wählergemeinschaft/Unabhängige Wählergemeinschaft); er wurde zuletzt am 15. März 2020 mit 62,2 % der Stimmen wieder gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:

In der Amtszeit 2014 bis 2020 waren Freie Wählergemeinschaft (5 Sitze) und Unabhängige Wählergemeinschaft (4 Sitze) noch mit zwei getrennten Wahlvorschlägen angetreten, was mangels Kandidaten im Jahr 2020 nach nahezu 50 Jahren zum Zusammenschluss führte. Die im Jahre 2014 gegründete Bürgerliste Rammingen gewann 2020 ein weiteres Mandat dazu (bisher 3 Sitze).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Rammingen
Blasonierung:Gespalten; vorne wieder gespalten von Blau und Gold mit zwei Steinbockhörnern in verwechselten Farben, hinten in Blau schräg gekreuzt zwei goldene Reuthauen.“[6]
Wappenbegründung: Für die Geschichte der Gemeinde sind die Ramunger als Ortsadelsgeschlecht der frühen Zeit und das Reichsstift Weingarten wegen seines 1094 und 1143 verbindlich verbürgten Grundbesitzes in Rammingen von besonderer Bedeutung. Es wurden deshalb die Bockshörner der Ramunger mit den Reuthauen des Stiftwappens in Verbindung gesetzt. Die Schildfarben Gold und Blau im gespaltenen Wappen erinnern an die lange Zugehörigkeit zur Reichsherrschaft Mattsies, die 1598 bis 1680 im Besitz der Familie Fugger war.

Das Wappen wurde vom Heimatpfleger Josef Striebel entworfen und vom Heraldiker Karl Haas aus Kronach gestaltet und wurde am 20. Oktober 1978 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist blau-gelb gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Magnus in Unterrammingen
Oberrammingen

In der Gemeinde gehört die Kirche St. Magnus zu den Sehenswürdigkeiten mit überregionaler Bekanntheit.

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 gab es in der Gemeinde 304 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; von der Wohnbevölkerung standen 702 Personen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Damit war die Zahl der Auspendler um 398 höher als die der Einpendler. 10 Einwohner waren arbeitslos. Die 33 landwirtschaftliche Betriebe bewirtschafteten 2016 eine Fläche von 1324 Hektar.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde besteht eine Kindertageseinrichtung mit 87 Plätzen und 81 gemeldeten Kindern (1. März 2019). Eine eigenständige Grundschule besteht nicht mehr.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnus Niedermair 1905

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Leinsle, Elisabeth Lukas-Götz, Hans Schindele, Anton Schwele: Ortschronik Rammingen, Band 1: Rammingen – Ein Dorf am Wörthbach. Von Höfen und Häusern. Herausgeber: Gemeinde Rammingen, 2006
  • Manfred Leinsle: Ortschronik Rammingen, Band 2: Rammingen – Ein Dorf am Wörthbach. Im und ums Dorf. Herausgeber: Gemeinde Rammingen, 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rammingen (Bayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-003r Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtag (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Rammingen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2019.
  3. Gemeinde Rammingen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 21. Dezember 2021.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 781.
  5. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  6. Eintrag zum Wappen von Rammingen (Bayern) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte