Ramsen (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ramsen
Ramsen (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ramsen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 32′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Eisenberg (Pfalz)
Höhe: 220 m ü. NHN
Fläche: 27,08 km2
Einwohner: 1776 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67305
Vorwahl: 06351
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 060
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 86
67304 Eisenberg (Pfalz)
Webpräsenz: www.eisenberg.de
Ortsbürgermeister: Wolfgang Steitz (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Ramsen im Donnersbergkreis
Obermoschel Niedermoschel Unkenbach Finkenbach-Gersweiler Waldgrehweiler Schiersfeld Sitters Alsenz Oberndorf (Pfalz) Mannweiler-Cölln Winterborn (Pfalz) Kalkofen (Pfalz) Niederhausen an der Appel Münsterappel Oberhausen an der Appel Gaugrehweiler Seelen Rathskirchen Teschenmoschel Bisterschied Ransweiler Stahlberg Bayerfeld-Steckweiler Sankt Alban (Pfalz) Gerbach Würzweiler Ruppertsecken Dielkirchen Katzenbach (Donnersbergkreis) Schönborn (Pfalz) Dörrmoschel Reichsthal Gundersweiler Gehrweiler Imsweiler Rockenhausen Höringen Schweisweiler Falkenstein (Pfalz) Winnweiler Lohnsfeld Wartenberg-Rohrbach Münchweiler an der Alsenz Gonbach Sippersfeld Breunigweiler Imsbach Börrstadt Steinbach am Donnersberg Ramsen (Pfalz) Kerzenheim Eisenberg (Pfalz) Göllheim Dreisen Standenbühl Lautersheim Biedesheim Ottersheim Bubenheim (Pfalz) Zellertal Einselthum Immesheim Albisheim (Pfrimm) Rüssingen Weitersweiler Marnheim Bennhausen Jakobsweiler Dannenfels Bolanden Kirchheimbolanden Mörsfeld Kriegsfeld Oberwiesen Orbis Morschheim Ilbesheim (Donnersbergkreis) Bischheim (Donnersberg) Rittersheim Stetten (Pfalz) Gauersheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel Landkreis Kaiserslautern Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Die Ortseinfahrt von Ripperterhof, einem Ortsteil von Ramsen in der Pfalz

Ramsen ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Eisenberg (Pfalz) an. Ramsen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Naturpark Pfälzerwald. Im Süden grenzt das Gemeindegebiet an den Landkreis Bad Dürkheim, im Westen an den Landkreis Kaiserslautern. Zu Ramsen gehören auch die Weiler und Wohnplätze Clauserhof, Gasthaus Forelle, Kisselhof, Kleehof, Neuhammer, Ripperterhof, Forsthaus Stumpfwald und Hof Walzwerk.[3]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 730 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 47 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im Mai. Im Mai fallen 1,5 mal mehr Niederschläge als im Januar. Die Niederschläge variieren kaum und sind sehr gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 8 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde entstand im Mittelalter aus dem dort entstandenen Kloster Ramsen, das 1146 gegründet wurde. Mitten im Stumpfwald zwischen Ramsen und Neuhemsbach findet man die sogenannten Neun Steine, eines der drei Landgerichte im alten Wormsgau, die in der Lehensurkunde des Kurfürsten Ruprecht III. von der Pfalz erwähnt sind.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Ramsen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 546
1835 810
1871 933
1905 1.053
1939 1.271
1950 1.403
Jahr Einwohner
1961 1.665
1970 1.761
1987 1.810
1997 1.876
2005 1.825
2015 1.776

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Oktober 2014 waren 43 % der Einwohner evangelisch, knapp 35 % römisch-katholisch und 20 % konfessionslos.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ramsen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 5 6 5 16 Sitze
2009 5 5 6 16 Sitze
2004 3 3 10 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Verbandsgemeinde Eisenberg (Pfalz) e.V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt von Rot und Gold; oben ein goldener Krummstab gekreuzt mit einer goldenen Lanze, belegt mit einem silbernen Schild, darin ein rotes Kreuz, unten der rote Buchstabe R“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stumpfwaldbahn ist eine Museumsfeldbahn, die im Norden des Pfälzerwalds auf der Gemarkung der Gemeinde Ramsen verkehrt. Ihre Strecke beginnt in Ramsen und endet an dem Stausee Eiswoog. Nordwestlich des Ortes, im Pfälzer Wald, neben der L 396, liegt das Jagdhaus Lassmichinruh des ehemaligen Pfälzischen NS-Gauleiters Josef Bürckel.

Auf einer Anhöhe steht die „Ramser Kapelle“.

Jedes Jahr am dritten Wochenende im September findet die „Ramser Kerwe“ statt.

Siehe auch:

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die in der Gemeinde gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Boßlet (1880-1957), deutscher Architekt, Erbauer der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt in Ramsen (1910).
  • Hanns Fay (1888-1957), deutscher Maler, schuf das Wandgemälde in der katholischen Kirche in Ramsen. [5]
Malerei in der katholischen Pfarrkirche
  • Franz Schöberl (1845-1908), österreichisch-deutscher Architekt, unter dessen Leitung 1907 die protestantische Pfarrkirche in Ramsen erbaut wurde. [6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnsteig des Bahnhofs Ramsen (Pfalz)

Ramsen erhielt 1932 Bahnanschluss, als die zuvor in Eisenberg endende und in Grünstadt beginnende Eistalbahn bis Enkenbach durchgebunden wurde. Ramsen ist seit 1995 Endpunkt der Strecke und wird im Taktverkehr von Regionalbahnen bedient. Sonntags wird die Linie über Ramsen hinaus bis zum Eiswoog verlängert.

Der öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert, es gelten dessen Gemeinschaftstarife.

In kurzer Entfernung befinden sich die A 63 im Norden und die A 6 im Süden.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinshütte des Pfälzerwaldvereins Ramsen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 89 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Ramsen – Kath. Kirche Mariä Himmelfahrt
  6. Ramsen – protestantische Pfarrkirche