Ramsthal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ramsthal
Ramsthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ramsthal hervorgehoben
50.13333333333310.066666666667252Koordinaten: 50° 8′ N, 10° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Euerdorf
Höhe: 252 m ü. NHN
Fläche: 10,42 km²
Einwohner: 1095 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97729
Vorwahl: 09704
Kfz-Kennzeichen: KG, BRK, HAB
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 142
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Zeilweg 2
97717 Euerdorf
Webpräsenz: www.ramsthal.de
Bürgermeister: Alfred Gündling
Lage der Gemeinde Ramsthal im Landkreis Bad Kissingen
Dreistelzer Forst Forst Detter-Süd Geiersnest-Ost Geiersnest-West Waldfensterer Forst Kälberberg (Unterfranken) Mottener Forst-Süd Neuwirtshauser Forst Omerz und Roter Berg Römershager Forst-Nord Römershager Forst-Ost Roßbacher Forst Waldfensterer Forst Großer Auersberg Münnerstadt Thundorf in Unterfranken Maßbach Rannungen Nüdlingen Oerlenbach Bad Kissingen Aura an der Saale Bad Bocklet Euerdorf Sulzthal Ramsthal Elfershausen Fuchsstadt Hammelburg Elfershausen Wartmannsroth Oberthulba Oberthulba Oberthulba Burkardroth Burkardroth Zeitlofs Zeitlofs Bad Brückenau Bad Brückenau Oberleichtersbach Geroda (Unterfranken) Schondra Schondra Schondra Riedenberg Motten (Bayern) Wildflecken Hessen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Main-Spessart Landkreis Schweinfurt Landkreis Haßberge Landkreis Haßberge SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Ramsthal ist eine Gemeinde und Weinort im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf.

Geografie[Bearbeiten]

Der Weinort liegt in einem Seitental der Fränkischen Saale, in der Nähe der Kurstadt Bad Kissingen.

Es gibt nur die Gemarkung Ramsthal.

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Das Grundwort im Namen Ramsthal ist das mittelhochdeutsche Wort tal, das „Tal“ bedeutet. Als Erklärung des Bestimmungswortes werden zwei mögliche Theorien genannt:[2]

  • Entweder steckt die kontrahierte Form des alten Personennamens Rhaban im Ortsnamen.[2] Als Erklärung ergibt sich daraus „Tal des Rhaban“.
  • In Frage kämen auch die mhd. Genitivformen von Widder oder rams (Bärlauch).[2] Als Erklärung würde sich hieraus „Widdertal“ oder „Bärlauchtal“ ergeben.

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[2]

  • 1150 Ramestal
  • 1386 Ramstal
  • 1412 Ramsthal

Geschichte[Bearbeiten]

Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1116
  • 1987: 1105
  • 2000: 1160
  • 2014: 1095

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 83,74 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

Einheitsliste CSU, Aktiver Bürgerblock und Interessengemeinschaft:     12 Sitze

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Alfred Gündling .

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot eine eingeschweifte silberne Spitze, darin eine blaue Traube mit grünen Blättern; vorne eine goldene Mitra, hinten zwei goldene Schräglinksbalken.

Wappengeschichte: Die Bedeutung des Weinbaus in der Gemeinde wird im Wappen durch die blaue Traube symbolisiert. Die goldene Mitra weist auf das Benediktinerkloster Aura a. d. Saale hin, das im 11. Jahrhundert von Bischof Otto von Bamberg gegründet und 1564 wieder aufgelöst wurde. 1122 wird die Gemeinde im Zusammenhang mit einer Schenkung an dieses Kloster erstmals erwähnt. Die Schrägbalken stammen aus dem Wappen der Herrn von Hutten, sie hatten zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert Herrschaftsrechte im Gemeindegebiet.
Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 23. Juni 1971 verliehen

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Melanie Unsleber aus Ramsthal
(Fränkische Weinkönigin 2010/11)

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 374.000 Euro, davon waren umgerechnet 15.000 Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 66 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 395. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe gab es einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 21 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 621 Hektar, davon waren 535 Ackerfläche und 52 Dauergrünfläche. Bedeutend für Ramsthal ist auch der Weinbau, der sehr viele Gäste nach Ramsthal führt.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 50 Kindergartenplätze mit 47 Kindern
  • eine Grundschule

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 182.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ramsthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien