Ramsthal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ramsthal
Ramsthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ramsthal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 8′ N, 10° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Euerdorf
Höhe: 252 m ü. NHN
Fläche: 10,42 km2
Einwohner: 1099 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97729
Vorwahl: 09704
Kfz-Kennzeichen: KG, BRK, HAB
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 142
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der Verbandsverwaltung: Zeilweg 2
97717 Euerdorf
Website: www.ramsthal.de
Bürgermeister: Alfred Gündling
Lage der Gemeinde Ramsthal im Landkreis Bad Kissingen
Dreistelzer ForstForst Detter-SüdGeiersnest-OstGeiersnest-WestWaldfensterer ForstKälberberg (Unterfranken)Mottener Forst-SüdNeuwirtshauser ForstOmerz und Roter BergRömershager Forst-NordRömershager Forst-OstRoßbacher ForstWaldfensterer ForstGroßer AuersbergMünnerstadtThundorf in UnterfrankenMaßbachRannungenNüdlingenOerlenbachBad KissingenAura an der SaaleBad BockletEuerdorfSulzthalRamsthalElfershausenFuchsstadtHammelburgElfershausenWartmannsrothOberthulbaOberthulbaOberthulbaBurkardrothBurkardrothZeitlofsZeitlofsBad BrückenauBad BrückenauOberleichtersbachGeroda (Unterfranken)SchondraSchondraSchondraRiedenbergMotten (Bayern)WildfleckenHessenLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis Main-SpessartLandkreis SchweinfurtLandkreis HaßbergeLandkreis HaßbergeSchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Ramsthal ist eine Gemeinde und ein Weinort im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen sowie ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinort liegt in einem Seitental der Fränkischen Saale, in der Nähe der Kurstadt Bad Kissingen. Südöstlich in der Gemarkung befindet sich ein aufgelöster Muschelkalkbruch, der heute Geotop ist.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grundwort im Namen Ramsthal ist das mittelhochdeutsche Wort tal, das Tal bedeutet. Als Erklärung des Bestimmungswortes werden zwei mögliche Theorien genannt:[2]

  • Möglicherweise steckt die kontrahierte Form des alten Personennamens Rhaban im Ortsnamen.[2] Als Erklärung ergibt sich daraus Tal des Rhaban.
  • In Frage kämen auch die mittelhochdeutschen Genitivformen von Widder oder rams (Bärlauch).[2] Als Erklärung würde sich hieraus Widdertal oder Bärlauchtal ergeben.

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[2]

  • 1150 „Ramestal“
  • 1386 „Ramstal“
  • 1412 „Ramsthal“

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0972 Einwohner
  • 1970: 1116 Einwohner
  • 1987: 1105 Einwohner
  • 1991: 1106 Einwohner
  • 1995: 1148 Einwohner
  • 2000: 1160 Einwohner
  • 2005: 1201 Einwohner
  • 2010: 1163 Einwohner
  • 2015: 1093 Einwohner
  • 2016: 1098 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Alfred Gündling.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot eine eingeschweifte silberne Spitze, darin eine blaue Traube mit grünen Blättern; vorne eine goldene Mitra, hinten zwei goldene Schräglinksbalken.“

Wappengeschichte: Die Bedeutung des Weinbaus in der Gemeinde wird im Wappen durch die blaue Traube symbolisiert. Die goldene Mitra weist auf das Benediktinerkloster Aura an der Saale hin, das im 11. Jahrhundert von Bischof Otto von Bamberg gegründet und 1564 wieder aufgelöst wurde. 1122 wurde die Gemeinde im Zusammenhang mit einer Schenkung an dieses Kloster erstmals erwähnt. Die Schrägbalken stammen aus dem Wappen der Herrn von Hutten, sie hatten zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert Herrschaftsrechte im Gemeindegebiet. Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 23. Juni 1971 verliehen

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Melanie Unsleber aus Ramsthal
(Fränkische Weinkönigin 2010/11)

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 374.000 Euro, davon waren umgerechnet 15.000 Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 66 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 395. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe gab es einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 21 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 621 Hektar, davon waren 535 Ackerfläche und 52 Dauergrünfläche. Bedeutend für Ramsthal ist auch der Weinbau, der sehr viele Gäste nach Ramsthal führt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 50 Kindergartenplätze mit 47 Kindern
  • eine Grundschule

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 182 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ramsthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien