Randerather Ölmühle

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Randerather Ölmühle
Die Randerather Ölmühle in Randerath

Die Randerather Ölmühle in Randerath

Lage und Geschichte
Randerather Ölmühle (Nordrhein-Westfalen)
Randerather Ölmühle
Koordinaten 51° 0′ 55,6″ N, 6° 10′ 48,7″ OKoordinaten: 51° 0′ 55,6″ N, 6° 10′ 48,7″ O
Standort Deutschland
Nordrhein-Westfalen
Kreis Heinsberg
Heinsberg
Gewässer Wurm
Erbaut 1503
Stillgelegt 1930
Technik
Nutzung Öl- und Mahlmühle
Mahlwerk 1 Mahlgang 1 Ölpresse
Antrieb 1 Wasserrad
Wasserrad unterschlächtig

Die Randerather Ölmühle war eine Wassermühle mit einem unterschlächtigen Wasserrad an der Wurm in der Stadt Heinsberg im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg im Regierungsbezirk Köln.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Randerather Ölmühle hatte ihren Standort an der rechten Seite der Wurm, an der Buschstraße, im Stadtteil Randerath, in der Stadt Heinsberg. Das Grundstück, auf dem das Mühlengebäude stand, hat eine Höhe von ca. 53 m über NN[1]. Die Mühle stand in direkter Nachbarschaft mit der Bommers Mühle. Oberhalb stand die Müllendorfer Mühle, unterhalb stand seit 1799 die Porselener Mühle.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurm versorgte auf einer Flusslänge von 53 km [2]zahlreiche Mühlen mit Wasser. Die Quelle der Wurm liegt südlich von Aachen bei 265 m über NN. Die Mündung in die Rur ist bei der Ortschaft Kempen in der Stadt Heinsberg bei 32 m über NN. Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre wurde eine Wurmbegradigung durchgeführt. Der geschwungene, ab und an mäandrierende Flusslauf verschwand zu Gunsten einer einfachen Trassenführung. Die Flusslänge verkürzte sich und die Strömungsgeschwindigkeit nahm zu. Für viele Menschen verbesserte sich der Hochwasserschutz, für die Mühlen war es das Ende. Die Pflege und Unterhaltung des Gewässers mit einem Einzugsgebiet von 355,518 km2[3] obliegt dem Wasserverband Eifel-Rur (WVER).[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im einstigen jülich’schen Städtchen Randerath gab es vier Mühlen. Zwei Mühlen, die Lambertz Mühle und die Brünkers Mühle, standen an der Jungen Wurm, die Randerather Ölmühle und die Bommers Mühle standen an der Alten Wurm vor dem Stadttor. Die Randerather Ölmühle, die auch einen Mahlgang hatte, wurde in der ersten bekannten Nachricht in einem herzoglicher Erbpachtbrief 1503 erwähnt. Erbpächter der Olichsmoele vur unser Stat wurde der Amptman zu Randeroide. 1794 wurde die Mühle von den Revolutionstruppen Frankreichs konfisziert und später an einen Privatmann verkauft. 1875 wurde die Ölmühle wegen billiger Öleinfuhr geschlossen. Der Mahlbetrieb wurde auf eine Dampfmaschine umgestellt. Die Mahlmühle wurde nun auch Dampfmühle Nellen oder auch Heffels-Mühle nach ihren Eigentümern benannt. 1930 wurde die Mühle geschlossen. Im Zweiten Weltkrieg wurden der Mühlenhof und die Mühle zerstört. Der Stall entlang der Wurm blieb erhalten.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Vogt: Niederrheinischer Wassermühlen-Führer 2. Auflage. Verein Niederrhein, Krefeld 1998, ISBN 3-00-002906-0, Seiten 294-295.
  • Fr. Haubrock: Die Mühlen des ehem. Amtes Randerath Heimatkalender des Selfkantkreises Geilenkirchen-Heinsberg 1961, Seite 25-29.

→ Siehe auch Liste der Mühlen an der Wurm

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Randerather Ölmühle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. http://www.lanuv.nrw.de/wasser/pdf/GSK3B_Gebietsverzeichnis.pdf
  4. http://www.wver.de/