Raniero Grimaldi

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Raniero Grimaldi

Raniero Grimaldi (auch mit der französischen Namensform als Rainier I. oder Rainer I. von Monaco genannt) (* 1267 in Genua; † 1314) war ein genuesischer Politiker, französischer Admiral und von 1297 bis 1301 erster Herr von Monaco aus der Familie der Grimaldi.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raniero wurde vermutlich 1267 als Sohn des Lanfranco Grimaldi in Genua geboren. In den im 13. Jahrhundert tobenden Kämpfen zwischen Ghibellinen und Guelfen standen die Grimaldi auf Seiten der Guelfen. In den 40-tägigen Kämpfen in Genua wurden die Parteigänger der Guelfen besiegt und auch die Grimaldi aus der Stadt vertrieben. Am 8. Januar 1297 gelang es Raniero mithilfe seines Cousins Francesco Grimaldi, der sich - als Franziskaner verkleidet - Zugang verschaffte, die neapolitanische Festung Monaco einzunehmen und für die Familie Grimaldi und die Guelfen in Besitz zu nehmen.

Am 23. Juli 1298 organisiert Karl II. von Neapel eine Lebensmittel- und Nachrichtensperre gegen Monaco und die Grimaldi, bleibt damit aber zunächst erfolglos. Allerdings verschärft sich die Situation, so dass Rainier die Festung am 11. April 1301 an den König von Neapel übergeben muss. Monaco wurde wieder ghibellinisch, Raniero wurde mit einer Summe von ca. 6000 Pfund entschädigt.

In der Folgezeit kämpfte Raniero als Condottiere auf Seiten von Philipp dem Schönen von Frankreich. Als Kommandant der französischen Flotte errang er 1304 bei Zierikzee den entscheidenden Sieg der Franzosen über die Flamen. Philipp erhob ihn für seine Verdienste noch im gleichen Jahr zum Admiral (Renerius de Grimaudis, admirandus noster) und sprach ihm eine jährliche Rente von 1000 Pfund zu. Als Admiral erhielt er außerdem die Seigneurie de Cagnes, ein königliches Schloss in Villeneuve de Veuve sowie die Baronie (Freiherrschaft) San Demetrio in Kalabrien.

Aus der ersten Ehe mit einer Mamsell Salvatico hatte Raniero einen Sohn Carlo oder Charles (Charles I. von Monaco), der ihm als Familienoberhaupt und späterer Herr von Monaco nachfolgte. Einer zweiten Ehe entstammen ein weiterer Sohn und eine Tochter.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Herr von Monaco
1297–1301
ghibellinische bzw. genuesische Herrschaft