Ranschbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ranschbach
Ranschbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ranschbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 12′ N, 8° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Landau-Land
Höhe: 246 m ü. NHN
Fläche: 1,19 km2
Einwohner: 647 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 544 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76829
Vorwahl: 06345
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 065
Adresse der Verbandsverwaltung: An 44 Nr. 31
76829 Landau in der Pfalz
Webpräsenz: www.ranschbach.de
Ortsbürgermeister: Hubert Scherthan
Lage der Ortsgemeinde Ranschbach im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild

Ranschbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Landau-Land an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Landau in der Pfalz hat und innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die fünftkleinste Ortsgemeinde darstellt. Gemessen an der Fläche gehört Ranschbach zu den kleinsten Gemeinden Deutschlands.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt acht Kilometer westlich von Landau in der Pfalz in der Region Weinstraße. Der äußerste Westzipfel der Gemarkung ragt bis in den Wasgau hinein. Der gleichnamige Bach durch fließt das siedlungsgebiet in West-Ost-Richtung. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Birkweiler, Landau in der Pfalz, Leinsweiler und Annweiler am Trifels.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedingt durch die Lage in der Vorderpfalz hat Ranschbach eine Jahresdurchschnittstemperatur von rund neun Grad Celsius.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung erfolgte in der Schreibweise „Ranspach“ 1299. Ranschbach war bereits 1205 der Herrschaft Madenburg zugehörig und bließ es bis Ende es 18. Jahrhunderts. Bereits im Jahr 1225 war der Ort Gerichtsstand und gehörte zum Besitz der Bischöfe von Speyer.[2] Im 14. Jahrhundert war die Gemeinde Bestandteil des Kämmerlehens der Grafen zu Leiningen.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Ransbach – so der damalige Ortsname – in den Kanton Landau eingegliedert. 1815 hatte der Ort insgesamt 336 Einwohner. Im selben Jahr wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde dem Landkommissariat Landau an; aus diesem ging das Bezirksamt Landau hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Ranschbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde Ranschbach der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Landau-Land zugeordnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ranschbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Ranschbach
Blasonierung: „In Grün ein silberner Schrägwellenbalken, oben beseitet von einem sechsstrahligen silbernen Stern, unten von einer silbernen Lilie.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Allerheiligen

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort existieren insgesamt vier Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.

Wallfahrtskirche Allerheiligen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Fuße des Neukasteler Berges, etwas westlich außerhalb des Ortes befindet sich die Kaltenbrunn-Quelle. Hier soll es bereits in vorchristlicher Zeit ein Quellheiligtum gegeben haben.[4] Im Mittelalter gab es hier eine Marienwallfahrtsstätte, zu deren Pflege und Organisation 1662 ein Kaplan eingestellt wurde. 1973 wurde mit der Ausgrabung der Fundamente der alten Wallfahrtskirche begonnen. In den 1980er Jahren erlangte die Quelle überregionale Bekanntheit und wegen des Besucheransturms folgte eine Schließung. Inzwischen ist die Quelle wieder zugänglich.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ranschbach ist ein Winzerort und als solcher Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort befindet sich die Einzellage Seligmacher.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Ranschbach führt die Landesstraße 508, die in diesem Bereich mit der Deutschen Weinstraße identisch ist. Der Ort selbst ist über die Buslinie 520 und 521 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden. Zudem liegt die Gemeinde am Radweg Deutsche Weinstraße.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ranschbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Geschichte von Ranschbach
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Informationen zur Wallfahrtskirche