Ransel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ransel
Stadt Lorch
Wappen von Ransel
Koordinaten: 50° 6′ 7″ N, 7° 50′ 31″ O
Höhe: 427 m ü. NHN
Fläche: 71,8 ha
Einwohner: 450 (2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 627 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1977
Postleitzahl: 65391
Vorwahl: 06726
Blick von Presberg über das Wispertal hinweg auf Ransel

Ransel ist ein Stadtteil von Lorch im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ransel liegt auf einem Berg, nördlich und oberhalb von Lorch in etwa 400 Metern Höhe hart an der Landesgrenze von Hessen zu Rheinland-Pfalz. Der Ort ist umgeben von Wäldern. Die Landesstraße L 3397 führt in einer kurvenreichen Strecke durch das Tiefenbachtal hinab zur Kernstadt Lorch.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1187 als Ramsel erwähnt. Er gehörte zu den ersten Stützpunkten des Mainzer Erzstiftes, das bereits in dieser Zeit neben dem Hof Ransel einen Hofbesitz in Weisel besaß. Der Ort lag bis 1803 an der Grenze zur Kurpfalz mit dem Amt Kaub und war später Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Nach dem Ersten Weltkrieg befand sich der Ort während der alliierten Rheinlandbesetzung in einem schmalen Korridor zwischen den rechtsrheinischen Brückenköpfen der Amerikaner um Koblenz und der Franzosen um Mainz. Das Gebiet bestand bis zur militärischen Besetzung durch Frankreich im Jahr 1923 als Freistaat Flaschenhals. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag der Ort in der amerikanischen Besatzungszone direkt an der Zonengrenze zur französischen Zone und wurde damit zu einem Teil des Bundeslandes Hessen. Am 1. Januar 1977 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ransel mit Lorch zusammengeschlossen.[2]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Katharina, Ransel

Im Ort gibt es den katholischen Kindergarten Die kleinen Strolche. Pfarrpatronin der katholischen Pfarre ist die Hl. Katharina. Ihr ist auch die Kirche geweiht.

Im Jahr 1996 wurde das Landmuseum Ransel eröffnet. Es möchte einen Beitrag zur Erhaltung ländlicher Kultur im Rheingau leisten. Auf einer Fläche von 1,5 ha können mehr als 600 Handwerkszeuge und Landmaschinen sowie eine Gaststätte, eine Bäckerei und eine Braustube besichtigt werden.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wiesbadener Tagblatt vom 16. Juni 2015: „Ransel empfängt Bewertungskommission für Landesentscheid "Unser Dorf hat Zukunft"“
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 376.
  3. Landmuseum Ransel Offizielle Homepage des Museums

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ransel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien