Rantrum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rantrum
Rantrum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rantrum hervorgehoben
Koordinaten: 54° 26′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Nordsee-Treene
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 13,69 km2
Einwohner: 1849 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25873
Vorwahl: 04848
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 106
Adresse der Amtsverwaltung: Schulweg 19
25866 Mildstedt
Webpräsenz: www.rantrum.de
Bürgermeister: Henning Weitze (WIR)
Lage der Gemeinde Rantrum im Kreis Nordfriesland
AchtrupAhrenshöftAhrenviölAhrenviölfeldAlkersumAlmdorfArlewattAventoftBargumBehrendorfBohmstedtBondelumBordelumBorgsumBosbüllBraderupBramstedtlundBredstedtBreklumDagebüllDrageDrelsdorfDunsumElisabeth-Sophien-KoogEllhöftEmmelsbüll-HorsbüllEnge-SandeFresendelfFriedrich-Wilhelm-Lübke-KoogFriedrichstadtGalmsbüllGardingGarding  KirchspielGoldebekGoldelundGrödeGrothusenkoogHallig HoogeHaselundHattstedtHattstedtermarschHögelHolmHörnum (Sylt)HorstedtHudeHumptrupHumptrupHusumImmenstedtJoldelundKampen (Sylt)KarlumKatharinenheerdKlanxbüllKlixbüllKoldenbüttelKolkerheideKotzenbüllLadelundLangeneßLangenhornLeckLexgaardList auf SyltLöwenstedtLütjenholmMidlumMildstedtNebelNeukirchenNieblumNiebüllNorddorf auf AmrumNorderfriedrichskoogNordstrandNordstrandNorstedtOckholmOevenumOldenswortOldersbekOlderupOldsumOldsumOstenfeld (Husum)Oster-OhrstedtOsterheverPellwormPellwormPellwormPoppenbüllRamstedtRantrumReußenkögeRisum-LindholmRodenäsSankt Peter-OrdingSchwabstedtSchwabstedtSchwesingSeethSimonsbergSollwittSönnebüllSprakebüllStadumStedesandStruckumSüderendeSüderhöftSüderlügumSüdermarschSyltTatingTetenbüllTinningstedtTönningTümlauer-KoogUelvesbüllUphusumUtersumViölVollerwiekVollstedtWeltWenningstedt-Braderup (Sylt)Wester-OhrstedtWesterheverWestreWinnertWischWitsumWittbekWittdün auf AmrumWitzwortWobbenbüllWrixumWyk auf FöhrKarte
Über dieses Bild

Rantrum (friesisch: Rånterem) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Zum Gemeindegebiet gehört auch Ipernstedt (dänisch: Ipersted).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rantrum liegt in der Nähe von Husum am Übergang der Marsch zur höhergelegenen Schleswigschen Geest. Der Naturerlebnisraum „Gruppweg“ liegt in Rantrum.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Hünengräber im Gemeindegebiet belegen eine Besiedlung in vorgeschichtlicher Zeit.

Der Ort wurde 1381 erstmals erwähnt. Rantrum ist sicherlich älter, da aber die Mildstedter Kirche im 14. Jahrhundert abgebrannt ist, gibt es keine früheren urkundlichen Erwähnungen. Sein Name leitet sich vom Personennamen Rante ab, der wiederum von der Meeresgöttin Rán abgeleitet ist.

Ab 1460 wurden weiträumige Flächen eingedeicht, so dass der Meeresarm der Nordereider bis 1579 vollständig zu Land wurde. Das schaffte die Voraussetzung der Viehwirtschaft, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ihre Blütezeit hatte.

Im Jahre 1602 wurde eine Schule in Rantrum gegründet.

Die Eisenbahnstrecke von Husum nach Rendsburg führte seit 1910 durch Rantrum, sie ist inzwischen stillgelegt und abgebaut.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Mildstedt aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Rantrum.[3]

Im Jahr 2002 bekam die Gemeinde Rantrum das Prädikat Erholungsort.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1974 wurde die damalige Gemeinde Ipernstedt eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die SPD seit der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze, die CDU vier sowie die FDP und die Wählergruppe Ipernstedt-Rantrum WIR je einen Sitz.
  • Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2013 erhielt die SPD 43,7 Prozent und damit sechs Sitze. Die CDU kam auf 31,2 Prozent und vier Sitze. Auf die WIR entfielen 14,8 Prozent und zwei Sitze. Die FDP erhielt 10,3 Prozent und errang damit einen Sitz. Die Wahlbeteiligung betrug 62,5 Prozent.[5]
  • Die Kommunalwahl am 6. Mai 2018 mit einer Wahlbeteiligung von 63,2 % führte zu folgendem Ergebnis: Die SPD erhielt 33,8 Prozent und damit fünf Sitze, die CDU kam auf 23,0 Prozent und damit nur noch auf drei Sitze, die FDP erhielt wie bei der vorigen Wahl 10,3 Prozent und errang damit einen Sitz, auf WIR entfielen 32,8 Prozent und damit fünf Sitze. Damit vergrößerte sich die Gemeindevertretung um einen auf 14 Sitze.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Horst Feddersen (SPD) erneut zum Bürgermeister gewählt. Seit 2018 ist Henning Weitze (WIR) Bürgermeister.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Blau und Rot durch einen silbernen Wellenbalken geteilt. Oben drei fächerförmig gestellte, aus dem Wellenbalken wachsende, begrannte goldene Getreideähren, unten ein frontal gestellter, schwarz gezäumter goldener Ochsenkopf.“[7]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinde von Rantrum war seit 2001 Buddenhagen bei Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern. 2012 wurde Buddenhagen nach Wolgast eingemeindet. Die Beziehungen aus der Gemeindepartnerschaft werden aber auch danach von Buddenhagen fortgeführt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Jahr 2001 wurde die Gemeinde Rantrum Landessieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden und errang auf Bundesebene die Silbermedaille.
  • 2015 wurde sie gegen zehn Mitbewerber Siegerin des Landeswettbewerbs "Dieses Dorf hat Zukunft". [8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rantrum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2016 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Naturerlebnisraum Gruppweg
  3. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 183.
  5. Ergebnis Rantrum Kommunalwahl 2013
  6. Überraschung bei Bürgermeisterwahl : Paukenschlag in Rantrum
  7. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  8. http://www.shz.de/lokales/husumer-nachrichten/dieses-dorf-hat-zukunft-id12127766.html