Raoul Wolfgang Schnell

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Der Regisseur Raoul Wolfgang Schnell bei einer Hörspielproduktion Ende der 80er Jahre in einer Aufnahme des Berliner Fotografen Werner Bethsold.

Raoul Wolfgang Schnell (* 1914; † 2003) war ein deutscher Hörspielregisseur und -autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnell war ausgebildeter Schauspieler und Assistent von Max Ophüls, dessen Arbeitsweise ihn stark geprägt hat. Bekannt wurde er vor allem als Regisseur und Autor zahlreicher Hörspielproduktionen, wie Fjodor Dostojewskis Raskolnikoff (WDR 1960), Gustav Meyrinks Golem (WDR 1964), Jürgen Beckers Häuser (WDR 1969) und Günter Eichs Philidors Verteidigung (WDR 1973). Auch als Sprecher war er häufig zu hören, wie beispielsweise 1956 unter der Regie von Franz Zimmermann in dem Mehrteiler So weit die Füße tragen von Josef Martin Bauer mit u. a. Wolfgang Wahl, Kurt Lieck, Walter Richter und Alf Marholm oder 1968 in dem letzten Paul-Temple-Mehrteiler, das der WDR unter der Regie von Otto Düben produzierte, nämlich Paul Temple und der Fall Alex mit Paul Klinger, Margot Leonard, Kurt Lieck und Ernst Hilbich.

Raoul Wolfgang Schnell wurde mehrfach mit nationalen und internationalen Hörspielpreisen ausgezeichnet. Zwei Mal erhielt er den renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden: 1968 für Das Aquarium von Christa Reinig (SDR 1967) und 1978 für Vor dem Ersticken ein Schrei. Trilogie des bürgerlichen Wahnsinns 1 von Christoph Buggert (WDR/BR 1977).

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingo Kottkamp: Stimmen im Neuen Hörspiel. Dissertation, die eingehend Schnells Realisation von Häuser diskutiert. Univ. Münster 2001. (PDF-Datei)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]