Raphaela Gromes

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Raphaela Johanna Gromes (* 1991 in München)[1] ist eine deutsche Cellistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raphaela Gromes ist die Tochter der Cellisten Wilhelm Gromes und Astrid Hedler-Gromes. Sie erhielt mit vier Jahren ersten Cellounterricht bei ihrer Mutter, zwei Jahre später auch Klavierunterricht. Seit ihrem siebten Lebensjahr sammelte sie Konzerterfahrung durch Teilnahme an Auftritten ihrer Eltern als "Nymphenburger Celloduo" und debütierte im Herbst 2005 als Solistin des Cellokonzerts von Friedrich Gulda. Es folgten Cellokonzerte von Haydn, Dvořák, Elgar und Saint-Saëns sowie das Tripelkonzert von Beethoven, das Doppelkonzert von Brahms und Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Rokoko-Variationen. Auch zeitgenössische Werke wie z. B. die für sie komponierten Cellokonzerte von Dominik Giesriegl (2012), Valentin Bachmann (2013) und das 2014 uraufgeführte Doppelkonzert „Chroma“ von Mario Bürki[2] zählen zu ihrem Repertoire.[3]

Von 2006 bis 2010 studierte sie als Jungstudentin bei Peter Bruns an der Mendelssohn-Bartholdy-Hochschule in Leipzig. Seit ihrem Abitur im Herbst 2010 am musischen Camerloher-Gymnasium Freising[4] studierte sie an der Musikhochschule München bei Wen-Sinn Yang und später bei Reinhard Latzko an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie wurde seit 2012 von der Studienstiftung des deutschen Volkes, von Yehudi Menuhin Live Music Now und von der Hans und Eugenia Jütting Stiftung Stendal gefördert. Seit 2016 ist sie Exklusivkünstlerin bei Sony Classical.[3]

Der Kammermusik widmet sie sich mit zahlreichen prominenten Partnern, vor allem seit 2011 mit Amelie Böckheler im Duo Servais und seit 2012 mit ihrem festen Pianisten Julian Riem, mit dem sie auch zwei CDs eingespielt hat.[5] Mit einem vielseitigen Repertoire, das von klassischen und romantischen Sonaten, wie etwa von Schubert und Brahms,[6] über Musik des 20. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Werken reicht, tritt dieses Duo überregional auf und fand u. a. auf dem Schleswig-Holstein Musik Festival 2017 große Beachtung[7].

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Förderpreis des Landkreises Freising (2009)[8]
  • Musikförderpreis des Konzertvereins Ingolstadt (2011)
  • 1. Preis des Richard Strauss-Wettbewerbs (2012)
  • 1. Preis des internationalen Concorso Fiorindo Turin für das Duo Servais (zusammen mit Amelie Böckheler, Violine) (2013)
  • Förderpreis der Theodor-Rogler-Stiftung Bad Reichenhall, gemeinsam mit ihrer Celloduopartnerin Cécile Grüebler (2014)
  • Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Cello solo (2016)[9]
  • 1. Preis des Kulturkreis-Gasteig-Wettbewerbs in den Jahren 2012 und 2016

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Raphaela Gromes & Julian Riem – Violoncellosonaten von Strauss & Mendelssohn-Bartholdy (Livemitschnitt des Preisträgerkonzerts des Richard Strauss-Wettbewerbs 2012). Farao, 2014.
  • Duo Servais (Amelie Böckheler, Violine und Raphaela Gromes, Violoncello) – Werke von Servais, Giesriegl und Martinů, Doris Schwarzer Records, 2014.
  • Raphaela Gromes & Julian Riem – Serenata Italiana: Werke von Busoni, Martucci, Casella, Sinigaglia, Capuis und Castelnuovo-Tedesco. Sony Classical, 2017.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Raphaela Gromes, Violoncello (Kurzbiografie). Camerata München, abgerufen am 5. September 2017.
  2. Mario Buerki: Videoaufnahme der Uraufführung von "Chroma". Youtube, 14. Oktober 2014, abgerufen am 9. September 2017.
  3. a b Biografie auf der Webseite von Raffaela Gromes. Abgerufen am 6. September 2017.
  4. Peter Spanrad: Musikunterricht mit der Cello-Virtuosin Raphaela Gromes. Camerloher-Gymnasium Freising, 17. April 2017, abgerufen am 7. November 2017.
  5. Duo Gromes-Riem auf der Webseite von Raffaela Gromes. Abgerufen am 6. September 2017.
  6. Dorothee L. Schaefer: Kammermusik mit zwei großartigen Duos. Schwäbische Zeitung, 11. September 2017, abgerufen am 12. September 2017.
  7. Heike Linde-Lembke: Raphaela Gromes verzauberte das Publikum. Hamburger Abendblatt, 24. Juli 2017, abgerufen am 6. September 2017.
  8. Kulturpreis. Abgerufen am 26. Mai 2018.
  9. Raphaela Gromes, Violoncello,Preisträgerin DMW 2016. Deutscher Musikrat, abgerufen am 14. September 2017.
  10. Claus Friede: Serenata Italiana - Raphaela Gromes und Julian Riem. Kultur-Port.de, 20. September 2017, abgerufen am 2. Oktober 2017.