SC Rapperswil-Jona Lakers

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SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
Grösste Erfolge
  • Aufstieg in die NLA: 1994
  • Playoff Halbfinal NLA: 2006
  • Vize Schweizermeister NLB: 2016
Vereinsinformationen
Geschichte Schlittschuh Club Rapperswil (SCR) (1945–1973)
Schlittschuh Club Rapperswil-Jona (SCRJ) (1973–2000)
SCRJ Sport AG (2000–2005)
Rapperswil-Jona Lakers (2005–2015)
SC Rapperswil-Jona Lakers (seit 2015)
Standort Rapperswil SG, Schweiz
Spitzname Rappi, Seebüäbä
Vereinsfarben rot, weiss, blau
Liga National League B
Spielstätte St. Galler Kantonalbank Arena
Kapazität 6’100 Plätze (davon 4’000 Sitzplätze)
Geschäftsführer Markus Bütler
Cheftrainer Jeff Tomlinson
Kapitän Antonio Rizzello
Saison 2015/16 Platz 1 (NLB-Vorrunde), Vizemeister

Die SC Rapperswil-Jona Lakers (ehemals SCRJ) sind ein Schweizer Eishockeyclub im Sankt-Gallischen Rapperswil SG am Zürichsee. Die erste Mannschaft spielt seit der Saison 2015/2016 in der National League B.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schlittschuh Club Rapperswil (SCR) wurde am 17. Januar 1945 gegründet. Ein Jahr später, Am 6. Januar 1946, absolvierte man auswärts gegen St. Gallen sein erstes offizielles Spiel (4:7). Die Heimspiele wurden auf dem gefrorenen Zürichsee in der Garnhänke ausgetragen. Die Spieler stellten anfänglich den Vorstand und bereiteten das Eisfeld in langer Nachtarbeit auf. Die Witterungsverhältnisse liessen sehr wenige Spiele zu, trainiert wurde deshalb auf der Dolder-Kunsteisbahn in Zürich. Bereits zu Anfangszeiten säumten gegen 1000 Schaulustige die Spiele von Rappi. Erste Erfolge erzielten die Rapperswiler bereits in der Saison 1950/51 mit dem Schweizer Meistertitel Serie B, 1953/54 mit dem Regionalmeister Serie A und dem Aufstiegsspiel in die Nationalliga B, welches man jedoch in der Verlängerung gegen Montana Lausanne auswärts mit 0:1 knapp verlor.

Die 1960er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. Oktober 1961 erstellte Walter Denzler in privater Initiative zwischen Rietland und Strandweg eine Kunsteisbahn welche es ermöglichte, ein neues Rapperswiler Eishockey-Zeitalter einzuläuten. Die Rapperswiler engagierten mit Otto Schubiger erstmals einen bezahlten Spielertrainer und trennten den administrativen und sportlichen Bereich des Clubs. Der damals 37-jährige Schubiger galt als konditionsstärkster und schnellster Schweizer Spieler und begeisterte das Rapperswiler Publikum im Lido. 1964/65 stieg der Club zu seinem 20-jährigen Jubiläum in die Nationalliga B auf. Damals besuchten regelmässig 2'500 Zuschauer die Spiele im Lido. Nach zwei Saisons in der zweithöchsten Liga stieg man jedoch bereits wieder ab.

Die 1970er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1970er-Jahren begann eine finanzielle Durststrecke des Klubs. Wohl aus diesen Gründen wurde 1973 der Klubname um einen weiteren Buchstaben auf SCRJ erweitert. Damit drückte der Name aus, was der SCR schon immer war: Der Klub der Rapperswiler und Joner. Nach Jahren der sportlichen Mittelmässigkeit wurde 1976 das Halbprofitum eingeführt und im Winter 1976/77 gelang der langersehnte Wiederaufstieg in die Nationalliga B der mit ausschliesslich eigenem Nachwuchs und viel Idealismus zustande kam.

Die 1980er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Jahren des Bangens konnte sich der Club in der Nationalliga B langsam aber sicher sportlich konsolidieren. Noch immer spielte der Schlittschuh Club Rapperswil-Jona aber unter freiem Himmel. Dies änderte sich 1984, als man kurzerhand das Eisfeld mittels einer Kunststoff-Traglufthalle überdecken liess. Die Drohung des Verbandes, Rapperswil die Spielbewilligung wegen fehlender Überdachung für Nationalligaspiele zu entziehen, konnte somit abgewendet werden.

1987/88 konnte dann schliesslich die langersehnte, schöne und zweckmässige Eishalle Lido mit einem Fassungsvermögen für damals 4'000 Zuschauer eröffnet werden.

Die 1990er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Höhepunkt einer jahrelangen gezielten Aufbauarbeit unter der Führung des neuen Präsidenten Bruno Hug, erreicht der Klub im Winter 1993/94 sein höchstes sportliches Ziel: Unter leidenschaftlicher Anteilnahme der Bevölkerung und geführt vom hervorragende finnischen Trainer Pekka Rautakallio gelang der ersten Mannschaft, gerade rechtzeitig zum 50-jährigen Bestehen und unter grenzenlosem Jubel der Aufstieg in die oberste Spielklasse.

Seit der Saison 1994/95 spielt die Mannschaft in der Nationalliga A. Am 13. Juli 2000 wurde die SCRJ Sport AG gegründet, die sich als Aktiengesellschaft um die Organisation des Eishockeysports kümmert. Das Kapital des aus der SCRJ Sport AG hervorgegangenen Lakers Sport AG betrug zum Ende der Saison 2008/09 CHF 2'350'000.[1]

Die Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo bis 2015

Zur Saison 2005/06 wurde der alte Vereinsname SC Rapperswil-Jona durch den neuen Namen Rapperswil-Jona Lakers ersetzt. Zeitgleich führte der Club neue, eisblaue Trikots ein. All diese Änderungen führten zu einem grösseren Streit mit den Fans. Gleich im ersten Jahr in den neuen Farben erreichten die Lakers den Playoff Halbfinal. Es war der bisher grösste Erfolg des Clubs. Das nicht mehr den NLA-Anforderungen entsprechende alte Stadion „Lido“ wurde nach der Saison 2005/06 komplett umgebaut. Nach dem Umbau wurde es in Diners Club Arena umbenannt. Sportlich ging es im neuen Stadion allerdings nur noch bergab. Von 2009 bis 2015 verpasste man sieben Mal in Serie die Playoffs. 2015 gipfelte die Baisse schliesslich im Abstieg in die NLB. Um sich wieder mit den Fans zu versöhnen, benannte man sich nun wieder in SC Rapperswil-Jona Lakers um. Im Logo wurde die Welle durch das «e» aus dem alten Logo ersetzt. Zusätzlich spielen die Lakers seit der Saison 2015/16 wieder in rot, wie sie das in den 1990er Jahren bereits getan hatten. Der Liga-Neuling konnte die Qualifikation für sich entscheiden, im Final musste sich das Team dem HC Ajoie mit 2:4-Siegen geschlagen geben.

Saisonstatistik seit 1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Qualifikation Playoffs/Playouts
1994/95 9. Platz Sieger Playouts
1995/96 3. Platz Viertelfinal
1996/97 8. Platz Viertelfinal
1997/98 7. Platz Viertelfinal
1998/99 8. Platz Viertelfinal
1999/00 9. Platz Niederlage Playouts
2000/01 7. Platz Viertelfinal
2001/02 11. Platz 1. Runde Playouts
2002/03 8. Platz Viertelfinal
Saison Qualifikation Playoffs/Playouts
2003/04 10. Platz 2. Platz Playouts
2004/05 7. Platz Viertelfinal
2005/06 4. Platz Halbfinal
2006/07 6. Platz Viertelfinal
2007/08 7. Platz Viertelfinal
2008/09 10. Platz Playout-Halbfinal
2009/10 10. Platz Playout-Halbfinal
2010/11 11. Platz Playout-Final
2011/12 12. Platz Playout-Halbfinal
Saison Qualifikation Playoffs/Playouts
2012/13 11. Platz Playout-Final
2013/14 12. Platz Playout-Final
2014/15 12. Platz Abstieg in die NLB
2015/16 1. Platz Final
2016/17 4. Platz

Kader der Saison 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 2016

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
25 SchweizSchweiz Michael Tobler G 05. August 1985 2015 Zürich, Schweiz
60 SchweizSchweiz Melvin Nyffeler G 16. Dezember 1994 2015 Volketswil, Schweiz
65 SchweizSchweiz Elia Auriemma D 08. Juli 1997 2015 Schweiz
7 SchweizSchweiz Patrick Blatter D 13. Januar 1993 2015 Schweiz
8 SchweizSchweiz Thomas Büsser (FL) D 03. Mai 1991 2017 Schweiz
6 SchweizSchweiz Cyrill Geyer – A D 26. März 1981 2002 Zürich, Schweiz
10 SchweizSchweiz Tim Grossniklaus D 25. Februar 1995 2015 Beatenberg, Schweiz
72 SchweizSchweiz Uinter Guerra D 09. Januar 1990 2016 Isone, Schweiz
38 SchweizSchweiz Nico Gurtner D 13. August 1996 2016 Schweiz
11 SchweizSchweiz Fabian Maier D 05. November 1991 2016 Schweiz
33 SchweizSchweiz Atanasio Molina (FL) D 01. August 1995 2017 Lugano, Schweiz
41 SchweizSchweiz Leandro Profico D 28. Februar 1990 2014 Chur, Schweiz
22 SchweizSchweiz Rajan Sataric D 01. April 1992 2014 Solothurn, Schweiz
59 SchweizSchweiz Michael Schaub (FL) D 09. August 1995 2015 Schweiz
26 SchweizSchweiz Niki Altorfer RW 26. Juni 1990 2016 Zürich, Schweiz
15 KanadaKanada Jared Aulin RW 15. März 1982 2015 Calgary, Kanada
52 SchweizSchweiz Yves Bader W 01. Dezember 1984 2016 Etziken, Schweiz
54 SchweizSchweiz Nicola Brandi Injured.svg LW 02. März 1994 2015 Wetzikon, Schweiz
14 SchweizSchweiz Corsin Casutt LW 13. Januar 1996 2015 Chur, Schweiz
18 SchweizSchweiz Lars Frei Injured.svg LW 21. Mai 1994 2012 Schweiz
23 SchweizSchweiz Luka Hoffmann W 17. Januar 1993 2016 Zürich, Schweiz
KanadaKanada Alex Hutchings (FL) C 07. November 1990 2017 Burlington, Kanada
61 SchweizSchweiz Michael Hügli W 30. November 1995 2015 Seedorf, Schweiz
12 SchweizSchweiz Cédric Hüsler LW 03. Mai 1994 2012 Bubikon, Schweiz
19 KanadaKanada Dion Knelsen C 04. Januar 1989 2016 Three Hills, Kanada
13 NiederlandeNiederlande KanadaKanada Steve Mason C 13. Januar 1988 2015 Tilburg, Niederlande
16 SchweizSchweiz KanadaKanada Ryan McGregor RW 13. März 1991 2015 Morden, Manitoba, Kanada
17 SchweizSchweiz Antonio Rizzello – C LW 05. Januar 1985 2008 Männedorf, Schweiz
29 SchweizSchweiz Reto Schmutz LW 09. November 1992 2014 Wald ZH, Schweiz
55 SchweizSchweiz Lukas Sieber (FL) W 20. Februar 1994 2016 Widnau, Schweiz
54 SchweizSchweiz Thomas Studer C 02. November 1994 2016 Bachenbülach, Schweiz
62 SchweizSchweiz Jan Vogel C 11. Juni 1995 2015 Schweiz
34 SchweizSchweiz Gianluca Zanzi Injured.svg W 20. September 1996 2016 Schweiz


Trainerstab

Name Nationalität Geburtstag
Jeff Tomlinson KanadaKanada Kanada 23. April 1970
Robin Farkas KanadaKanada Kanada 12. Februar 1967

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heimspielstätte der Rapperswil-Jona Lakers

Die St. Galler Kantonalbank Arena ist das Heimstadion der Rapperswil-Jona Lakers in Rapperswil-Jona. Das ehemalige Stadion „Lido“ wurde komplett umgebaut und 2006 in „Diners Club Arena“ umbenannt. Die Namensänderung wurde deshalb vorgenommen, weil Diners Club Hauptsponsor ist und den Bau der neuen Eishockeyarena mit rund 1,5 Millionen Franken mitfinanziert hat. Die Arena fasst 6’100 Zuschauer, wovon 4’000 Sitzplätze sind.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. moneyhouse.ch: Lakers Sport AG, Rapperswil. Eintrag im Handelsregister, Zugriff am 2. Juli 2009