Ras el Ma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ras el Ma
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Ras el Ma (Marokko)
Ras el Ma
Ras el Ma
Basisdaten
Staat: Marokko
Region: Oriental
Provinz: Nador
Koordinaten 35° 9′ N, 2° 25′ WKoordinaten: 35° 9′ N, 2° 25′ W
Einwohner: 7.580 (2014[1])
Höhe: 10 m
Ras el Ma – Ortsbild

Ras el Ma – Ortsbild

Sandstrand (Plage Cap de l’Eau)

Ras el Ma (arabisch رأس الماء, DMG Raʾs al-Māʾ, auch Ras Kebdana) ist eine Kleinstadt und eine Landgemeinde (commune rurale) mit insgesamt etwa 7.500 Einwohnern in der Provinz Nador in die Region Oriental im Nordosten Marokkos.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ras el Ma liegt am gleichnamigen Kap (frz. Cap de l’Eau), einem Küstenvorsprung des östlichen Rif-Gebirges, etwa 65 km (Fahrtstrecke) östlich der Provinzhauptstadt Nador und ca. 15 km westlich der Grenzstadt Saidia in einer Höhe zwischen etwa 10 und 20 m ü. d. M. Die Regionalhauptstadt Oujda befindet sich etwa 76 km südöstlich. Das Klima ist im Vergleich zum westlichen Teil des Rif-Gebirges eher trocken.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1994 2004 2014
Einwohner 10.678 9.888 7.580

Die Einwohner von Ras el Ma sind größtenteils Zuwanderer berberischer Abstammung; man spricht jedoch zumeist Marokkanisches Arabisch. Die Bevölkerungszahlen sind seit Jahren leicht rückläufig, denn viele Einwohner zieht es zwecks Arbeitssuche nach Nador oder Oujda oder aber nach Europa.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahrhundertelang lebten die Menschen als Selbstversorger von der Landwirtschaft, der Viehzucht und vom Fischfang, der heute die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Auch der Tourismus spielt eine gewisse Rolle, denn Richtung Osten erstreckt sich ein ca. 6 km langer Sandstrand, der an den Wochenenden von Tagesurlaubern aus Nador und Oujda besucht wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 8. bis ins frühe 11. Jahrhundert gehörte die Gegend um das Cap de l’Eau zum Emirat Noukour, das einige Überfälle der Wikinger zu erdulden hatte. In der Folgezeit blieb es still, da die stark zerklüftete Mittelmeerküste außerhalb des strategisch-militärischen Interesses der jeweiligen Machthaber lag. Auch im Rif-Krieg blieb die Gegend weitgehend unbehelligt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ras el Ma hat keinerlei Sehenswürdigkeiten von historischem oder kulturellen Interesse.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwischen Ras el Ma und Saidia erstreckt sich im Mündungsbereich des Moulouya ein kleines Naturschutzgebiet.
  • Die 4 km nördlich des Cap de l’Eau vorgelagerten Mittelmeerinseln Islas Chafarinas gehören seit 1848 zu Spanien.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ras El Ma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsstatistik Marokko
  2. Klimadiagramme Ras el Ma