Rasa Drazdauskaitė

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Rasa Drazdauskaitė (2. von links) beim Marathonlauf der Olympischen Sommerspiele 2012

Rasa Drazdauskaitė (* 20. März 1981 in Šiauliai) ist eine litauische Mittel- und Langstreckenläuferin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 schied sie bei den Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften in Wien und bei den Europameisterschaften in München über 1500 m jeweils im Vorlauf aus.

Bei den U23-Leichtathletik-Europameisterschaften 2003 kam sie über 1500 m als Zweite ins Ziel, wurde aber bei der anschließenden Dopingkontrolle der Einnahme von Stanozolol überführt und wegen dieses Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen disqualifiziert und für zwei Jahre gesperrt.[1]

2007 wurde sie nach ihrem Wechsel auf die 42,195-km-Distanz Zehnte beim Frankfurt-Marathon. Im Jahr darauf wurde sie nach einem sechsten Platz beim Hamburg-Marathon für die Olympischen Spiele in Peking nominiert, bei deren Marathon sie auf Platz 37 einlief.

2009 wurde sie als Gesamtzweite beim Belgrad-Marathon Militär-Weltmeisterin und Fünfte beim Frankfurt-Marathon. 2010 kam sie bei den Europameisterschaften in Barcelona auf den 15. Platz. Beim Athen-Marathon stellte sie mit 2:31:06 h einen Streckenrekord auf und verteidigte gleichzeitig ihren Militär-WM-Titel.[2] Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 nahm sie am Marathonlauf teil und kam in neuer persönlicher Bestzeit von 2:29:29 h auf den 27. Platz.

Nationale Titel errang sie bislang einmal über 800 m (2002), viermal über 1500 m (1999, 2002, 2006, 2007), dreimal im Crosslauf (2001–2003) und zweimal über 10.000 m.[3] In der Halle wurde sie dreimal über 800 m (1999, 2000, 2002), viermal über 1500 m (1998–2000), einmal über 3000 m (2003) und einmal im 1500-m-Hindernislauf (2006) litauische Meisterin.[4]

Rasa Drazdauskaitė läuft für den Verein Šviesos kariai, ihr Trainer ist Česlovas Kundrotas. Sie ist 1,74 m groß und wiegt 61 kg.[5]

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 800 m: 2:02,24 min, 27. Juni 2003, Danzig
    • Halle: 2:09,61 min, 23. Januar 2007, Tallinn
  • 1500 m: 4:07,78 min, 29. Juni 2003, Posen
    • Halle: 4:17,88 min, 11. Februar 2007, Karlsruhe
  • 3000 m: 9:25,74 min, 23. Juni 2007, Odense
  • 5000 m: 16:05,27 min, 20. Juni 2010, Budapest
  • 10.000 m: 33:16,06 min, 9. Juli 2010, Kaunas
  • Halbmarathon: 1:12:54 h,13. September 2009, Tallinn
  • Marathon: 2:29:29 h, 5. August 2012, London

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rasa Drazdauskaitė – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IAAF: Athletes Sanctioned for a Doping Offence Committed 2003-2008
  2. IAAF: Drazdauskaite and Bett beat the heat to make history in Athens (Memento vom 2. November 2010 im Internet Archive). 31. Oktober 2010
  3. gbrathletics: Lithuanian Championships
  4. gbrathletics: Lithuanian Indoor Championships
  5. Porträt auf London2012.com, abgerufen am 13. August 2012