Rashida Tlaib

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Rashida Tlaib (2018)

Rashida Harbi Tlaib (geborene Elabed[1]; * 24. Juli 1976 in Detroit) ist eine US-amerikanische Aktivistin und Politikerin der Demokratischen Partei. Sie gehört seit 2019 für Detroit dem Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten an.

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rashida Tlaib ist das älteste von 14 Kindern einer palästinensischen Einwandererfamilie. Sie graduierte 1998 in Politikwissenschaften an der Wayne State University und 2004 in Rechtswissenschaften an der Western Michigan University Cooley Law School. Die Anwältin war 2008 als erste Muslimin in das Regionalparlament von Michigan gewählt worden, dem sie bis zum Ende der Amtszeitbegrenzung 2014 angehörte. Anschließend arbeitete sie als Anwältin bei einer Non-Profit-Organisation, die kostenfreie Rechtsberatung für Menschen mit geringem Einkommen anbietet.[2]

Sie ist geschieden und alleinerziehende Mutter zweier Kinder.

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Wahl zum Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten 2018 war Tlaib Kandidatin ihrer Partei für den 13. Kongresswahlbezirk Michigans, der Teile der Innenstadt und Vorstädte Detroits umfasst. Der Bezirk ist stark von den Demokraten dominiert (Cook Partisan Voting Index: D+32) und wurde über Jahrzehnte von John Conyers vertreten. Nach dem Gewinn der Wahl zog sie zusammen mit Ilhan Omar als erste Muslimin überhaupt in den Kongress ein.[3] Seit dem 3. Januar 2019 gehört sie dem 116. Kongress an.

Positionen und Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tlaib werden anti-israelische Statements vorgeworfen. Sie bezeichnet Israel als Apartheid-Staat, unterstützte die Bewegung Boycott, Divestment and Sanctions und fordert eine Ein-Staat-Lösung für Israel und Palästina.[4]

Nach ihrer Vereidigung am 3. Januar 2019 sorgte Tlaib für Aufsehen, als sie den US-Präsidenten als „motherfucker“ (in deutschsprachigen Medien häufig als „Scheißkerl“ übersetzt) bezeichnete, den die Demokraten des Amtes entheben würden. Trump nutzte diese Äußerung, um sich als unfair von den Demokraten verfolgt darzustellen.[5]

Seit dem Wahlsieg tritt sie mit ihren Kolleginnen Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar und Ayanna Pressley als Gruppe, The Squad bezeichnet, in Erscheinung.

Tlaib sprach sich vor den Präsidentschaftsvorwahlen der Demokratischen Partei im Jahr 2020 für Bernie Sanders aus ("Endorsement").[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rashida Tlaib – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Todd Spangler: How Detroit’s Rashida Tlaib will make history in Washington. In: Detroit Free Press. 9. September 2018, abgerufen am 7. November 2018 (englisch).
  2. Maeve O’Brien: 24 hours with: Rashida Tlaib, potential first Muslim congresswoman. In: Michigan Daily. 15. März 2018, abgerufen am 7. November 2018 (englisch).
  3. Rashida Tlaib wird erste Muslima im Kongress. FAZ. 6. November 2018. Abgerufen am 6. November 2018.
  4. Jung, muslimisch, Ureinwohnerin. In: Tagesschau. 7. November 2018, abgerufen am 7. November 2018.
  5. Neue US-Abgeordnete Tlaib droht „Scheißkerl“ Trump. In: Frankfurter Rundschau, 4. Januar 2019.
  6. Gregory Krieg and Annie Grayer CNN: Rashida Tlaib joins Ocasio-Cortez, Omar in endorsing Bernie Sanders. Abgerufen am 15. November 2019.