Rasząg

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Rasząg
Rasząg führt kein Wappen
Rasząg (Polen)
Rasząg
Rasząg
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Olsztyński
Gmina: Biskupiec
Geographische Lage: 53° 48′ N, 20° 55′ OKoordinaten: 53° 47′ 34″ N, 20° 54′ 31″ O
Höhe: ca. 160 m n.p.m.
Einwohner: 379 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 11-300
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NOL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Danzig



Evangelische Feldsteinkirche in Rasząg

Rasząg (deutsch Raschung) ist ein Dorf sowie Sołectwo in der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Biskupiec im Powiat Olsztyński im Nordosten Polens.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rasząg liegt im Westen der Masurischen Seenplatte, die dem Baltischen Höhenrücken gehört. Westlich des Dorfes liegt der Binnensee Rasząg mit einer Fläche von 30,5 Hektar und weiter nordwestlich der Dadajsee mit einer Fläche von 1002 Hektar.

Die Entfernung nach Barczewo beträgt 19, nach Biskupiec neun, nach Mrągowo 34, nach Pasym 22 und nach Reszel 37 Kilometer.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft ist durch den Eisschild gestaltet worden und ist eine postglaziale, hügelige, bewaldete Grundmoräne mit zahlreichen Rinnenseen und Flüssen. Charakteristisch für die Gegend sind zahlreiche Seen, Flüsse, sowie Nadel- und Mischwälder.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich war hier die Gau Barten der Prußen. Seit 1243 war das Bistum Ermland ein Teil des Deutschordenslandes. Nach dem Zweiten Frieden von Thorn im Jahr 1466 wurde Ermland als autonomes Fürstbistum Ermland der Krone Polens unterordnet. Im Jahr 1569 verlieh hier der Bischof Ermlands Stanislaus Hosius die Handfeste nach dem Magdeburger Recht für 60 Hufen mit der Verpflichtung zu einem Ritterdienst seinem Bruder Jan Hozjusz.

Mit der ersten Teilung Polens im Jahr 1772 wurde Ermland ein Teil des Königreichs Preußen.

Nach den preußischen Verwaltungsreformen gehörte Raschung seit 1815 zum Kreis Rößel im Regierungsbezirk Königsberg und danach von 1905 bis 1945 im Regierungsbezirk Allenstein. Im Mai 1874 wurde der Amtsbezirk Raschung mit den Landgemeinden Pauling, Raschung, Rydbach, Zabrodzin und den Gutsbezirken Groß Parleese, Kattreinen, Lipowo, Nassen, Raschung (mit Vorwerk Josephshof) und Schönbruch gebildet.[2] Raschung gehörte von 1874 bis 1884 zum Standesamt Raschung, von 1885 bis 1905 zum Standesamt Wengoyen und von 1905 bis 1945 zum Standesamt Bischofsburg Land.

Bei der Volksabstimmung am 11. Juli 1920 wurden 153 Stimmen für Ostpreußen und 98 für Polen abgegeben.

Nach dem 20. Januar 1945 wurde Raschung von der Roten Armee eingenommen. Nach Kriegsende kam das Dorf zur Volksrepublik Polen und heißt Rasząg. Es lag zuerst im Powiat reszelski, von 1959 bis 1972 im Powiat biskupiecki und seit 1972 im Powiat Olsztyński.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf gehörte zu katholischen und evangelischen Kirchspielen in Bischofsburg. Nach dem Ersten Weltkrieg ist der Bau, begonnen im Juli 1914, der evangelischen Kirche aus Feldsteinen beendet worden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1820: 205
  • 1857: 421
  • 1933: 557
  • 1939: 605
  • 1988: 378
  • 2009: 409 (Rasząg mit Józefowo)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 28. Mai 2017
  2. Rolf Jehnke: Amtsbezirk Raschung. Rolf Jehnke, Herdecke, 18. Oktober 2004, abgerufen am 13. August 2014.