Rat für Nachhaltige Entwicklung

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Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der 14. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 2. Juni im bcc Berlin

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) berät die deutsche Bundesregierung in Fragen der Nachhaltigkeit und soll mit Beiträgen und Projekten die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie fortentwickeln und umsetzen helfen. Eine weitere Aufgabe des RNE ist es, innerhalb der Bevölkerung und den Beteiligten deutscher Nachhaltigkeitspolitik die Vorstellung von nachhaltiger Entwicklung und die Debatte darüber zu stärken, Nachhaltigkeit also zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. Dem Rat gehören 15 Persönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft, Umweltschutz, Landwirtschaft, Sozialpolitik, Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit sowie Vertreter von Gewerkschaften und Kirchen an, die die Bundeskanzlerin für eine Mandatszeit von drei Jahren ernennt. Erstmals berufen wurde der Rat im April 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Seine Geschäftsstelle ist in Berlin bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) angesiedelt.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat entwickelt Beiträge zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, richtet Empfehlungen an die Bundesregierung und benennt konkrete Handlungsfelder und Projekte dazu.[1] Er äußert sich in Stellungnahmen zu aktuellen Themen, gibt wissenschaftliche Studien in Auftrag und trägt dazu bei, Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. Der Rat ist in seiner Tätigkeit unabhängig und gibt sich selbst ein Arbeitsprogramm für die aktuelle Mandatsperiode. Diesem folgen weiter konkrete Arbeitsschritte.

Zu den Instrumenten des RNE gehören:

  • der politische Dialog (z.B. Empfehlungen für den Chef des Bundeskanzleramtes)
  • die politische Öffentlichkeit (z.B. Veranstaltung der Jahreskonferenz als politischer Nachhaltigkeitsgipfel)
  • Publikationen (z.B. aktuelle Pressemitteilungen)

Diskussionsbeiträge hat er mit der Studie "Nachhaltig aus der Krise. Analyse möglicher Beiträge einer ökologischen Finanzreform" und der Empfehlung "Konsum und Nachhaltigkeit. Wie Nachhaltigkeit in der Konsumgesellschaft käuflich und (er)lebbar wird" geleistet. 2009 organisierte der Rat die Arbeiten zu einer kritischen Analyse der deutschen Nachhaltigkeitspolitik, einem internationalen Peer-Review im Auftrag der Bundeskanzlerin. Daraus entstand das Gutachten "Sustainability - Made in Germany. We know you can do it". Ein neues Peer-Review-Verfahren der Nachhaltigkeitsstrategie startete zu Beginn des Jahres 2013. Der Rat hat den "Deutschen Nachhaltigkeitskodex" öffentlich diskutiert und in einer Praxisphase gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen und Kapitalmarkt getestet und weiterentwickelt. Der neue Transparenzstandard beschreibt in zwanzig Kriterien die Kernanforderungen nachhaltigen Wirtschaftens und macht diese mit einer Auswahl quantifizierter Indikatoren vergleichbar. Die jüngsten politischen Empfehlungen des Rates fordern Verbindlichkeit für Energieeffizienz, eine Stabilisierung der Finanzmärkte, eine am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierte Agrarwende und den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für strategische Rohstoffe sowie eine Stellungnahme zur Flächeninanspruchnahme. Im März 2011 erprobte der Rat mit "Dialoge_Zukunft_Vision2050" ein neues Format für gesellschaftlichen Dialog über langfristige Politik.

Seit dem Jahr 2010 begleitet er die Initiative Dialog „Nachhaltige Stadt“, zu dem sich über 20 Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern aus deutschen Städten zusammengefunden haben. Die kommunalen Vertreter setzen sich in besonderem Maße für eine nachhaltige Entwicklung in Ihren Städten ein, tauschen Erfahrungen aus und treffen sich regelmäßig, um nachhaltige Stadtentwicklung als politisches Anliegen auch auf Bundesebene zu stärken.[2] Das ebenfalls vom Rat entwickelte Qualitätslabel „Werkstatt N“ zeichnet seit dem Jahr 2010 jährlich rund 100 Projekte aus. Die außerordentlichen und in ihrem Engagement besonders nachhaltigen Projekte dürfen für ein Jahr das Label tragen und werden zusätzlich auf einer Website präsentiert. Der Nachhaltigkeitsrat vergibt den Titel „Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit“ und lädt zu wissenschaftlichen Carl-von-Carlowitz-Vorlesungen ein. Im Februar 2013 veranstaltete er eine Jugendkonferenz unter dem Motto „Contemporary Carlowitz“. Im Rahmen der dreitägigen Zusammenkunft 50 Jugendlicher und junger Erwachsene unterschiedlichster Biographien und Interessen, formulierten diese ein Impulspapier mit Forderungen an die Bundesregierung für eine nachhaltige Entwicklung.

Zu den Publikationen des Rates zählen ein zweiwöchentlich erscheinender Newsletter ("News Nachhaltigkeit") und der Einkaufsführer "Der Nachhaltige Warenkorb. Einfach besser einkaufen", der sich mit den alltäglichen Kaufentscheidungen von Individuen befasst und jährlich erscheint. Weiter erscheinen regelmäßig Stellungsnahmen, Empfehlungen und Studien zu Nachhaltigkeitsthemen.

Öffentlichkeitswirksame Projekte des Rats für Nachhaltige Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011 – heute: Der Rat ruft in der Woche vom 30. Mai bis zum 5. Juni 2016 zum fünften Mal zu den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit (DAN) auf.[3]
  • 2011 – heute: Mit dem Qualitätssiegel „Werkstatt N-Projekt“ bzw. „Werkstatt N-Impuls“ werden nachhaltige Initiativen ausgezeichnet. Im Jahr 2015 waren es 115 und im Jahr 2016 waren es 106 Initiativen.[4][5]
  • 2003 – heute: Der Nachhaltige Warenkorb – Broschüre und online-Angebot[6][7]
  • 2015: Gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurde im Internationalen Jahr der Böden 2015 der Wettbewerb BodenWertSchätzen durchgeführt.[8]

Werkstatt N-Projekte (in Wikipedia)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Projekt Beschreibung Ort Bundesland Jahr der Auszeichnung
Mundraub (Webseite) Datenbank mit Obstfeldern, die abgeerntet werden können[9] - bundesweit 2011, 2012
Jaana Prüss Buch „fair-handeln! Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln“[10] Bremen Bremen/Berlin 2015
Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit Videobasierten Lehrveranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit für Studierende deutschsprachiger Hochschulen[11] Bremen Bremen 2013, 2016
Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel Aktionstag Nachhaltiges (Ab-) Waschen[12] Frankfurt Hessen 2011, 2012, 2015
Adrienne Goehler Ausstellung Zur Nachahmung empfohlen!, Expedition in Ästhetik und Nachhaltigkeit[13] Berlin Berlin 2011
Jugend gründet online-Wettbewerb des BMBF zur ökonomischen Bildung und beruflichen Orientierung[14] Pforzheim Baden-Württemberg 2015
Synagieren Jeweils 10–20 Teilnehmer pro Arbeitsgruppen arbeiten für ein Wochenende an einem gesellschaftlich relevanten Projekt.[15] Darmstadt Hessen 2011, 2012, 2013
BücherBoxx Ausrangierte Telefonzellen werden zu Straßenbibliotheken umgebaut.[16] Berlin / Rüdesheim Berlin 2011
Interkulturelle Gärten Das bundesweite Netzwerk Interkultureller Gärten umfasst über 100 Gartenprojekte, mit denen soziale Kontakt zwischen Flüchtlingen, Migranten und Einheimischen hergestellt werden sollen.[17] Gelsenkirchen Nordrhein-Westfalen 2011
Kunst-Stoffe Altstoff-Sammelstelle, in der Kunstwerke entstehen[18] Berlin Berlin 2011, 2012, 2013
Micaela Bara Sozialpädagogische Projekt "Ich bin Dion" der Kontakt- und Beratungsstelle Berlin[19] Berlin Berlin 2013
EUROPARC Deutschland Freiwilligen-Programm „Ehrensache“ des Dachverbands der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks in Deutschland[20] Berlin Berlin 2013
Angelika Janz KinderAkademie im ländlichen Raum[21] Ferdinandshof Mecklenburg-Vorpommern 2012, 2016
Glovico Sprachlernplattform, über die Menschen aus Entwicklungsländern Sprachstunden in ihren Muttersprachen via Skype anbieten können.[22] - - 2011, 2012, 2013
Spree2011 Projekt, mit dem die Wasserqualität der Spree zu verbessert werden soll.[23] Berlin Berlin 2011
WWF Jugend Jugendliche forschen an Ideen, mit denen der Klimawandel gebremst werden soll und präsentieren die Ergebnisse auf ihrer Webseite.[24][25] Berlin Berlin 2012, 2013, 2015
Heike Zimmermann-Timm Sommerschule für Doktoranden[26] Frankfurt Hessen 2015
Kiezpark Fortuna Parkanlage in Berlin-Marzahn[27] Berlin Berlin 2013
Perspective Daily Perspective Daily ist ein online-Medium, das mit Konstruktivem Journalismus über Probleme und Lösungen gleichermaßen berichtet.[28][29] Münster Nordrhein-Westfalen 2016
Fairmondo Alternative zu Amazon und eBay[30] Berlin Berlin 2016
Gondwana Collection Naturschutz- und Tourismus-Projekt in Namibia[31] Windhoek/Namibia - 2016
Zwischennutzung Organisiert Zwischennutzungen leerstehender Immobilien.[32] Bremen Bremen 2016
Joachim_Franz Mit der „world aids awareness expedition“ wirbt Joachim Franz seit 2001 mit weltweiten Aktionen für eine humanere Welt. Ziel des Projekts ist es, durch außergewöhnliche Aktionen mehr Aufmerksamkeit für das Thema HIV/Aids zu erregen.[33] Wolfsburg Niedersachsen 2011, 2012, 2015
Heimathafen Neukölln Die Initiative Act e.V. will Menschen in die Lage versetzen, ihr Leben unter Nutzung ihrer positiven Potentiale eigenständig zu führen.[34] Berlin Berlin 2012, 2013, 2015
ASA-Programm Das ASA-Programm besteht seit 55 Jahren. Jährlich werden 260 junge Menschen aus Deutschland, Europa und dem Globalen Süden darin unterstützt, sich für eine solidarische, gerechte und nachhaltige Entwicklung einzusetzen.[35] Berlin Berlin 2015
Junior_Ranger Das bundesweite Junior-Ranger-Programm ist ein Bildungs- und Freizeitangebot, das Kindern eine Möglichkeit bietet, mit den „Nationalen Naturlandschaften“ in Kontakt zu kommen.[36] Berlin Berlin 2012, 2013, 2015
Maro Temm Mit der Siedlung MARO TEMM ist ein Ort entstanden, an dem Sinti und Roma Generationen übergreifend miteinander leben und sich gegenseitig unterstützen können und an dem sie ihre kulturellen Besonderheiten und ihre Sprache Romanes bewahren und weiter entwickeln können.[37] Kiel Schleswig Holstein 2015
Norddeutsches Zentrum für Nachhaltiges Bauen Bauwillige sollen erfahren, dass das Bauen mit regional gewonnen, nachwachsenden und ressourcenschonenden Baustoffen energieeffizient, ressourcenschonend und ästhetisch anspruchsvoll gelingen kann.[38] Verden (Aller) Niedersachsen 2015
Switch – In 4 Tagen um die Welt Hamburger Kinder werden in Gruppen aus vier Kindern unterschiedlicher Herkunft eingeteilt. Die Kinder verbringen vier Tage im Wechsel in einer der Familien.[39] Hamburg Hamburg 2015
Schweisfurth Stiftung Die Schweisfurth-Stiftung macht auf die Problematik der industriellen Land- und Lebensmittelwirtschaft aufmerksam. Mit „Tierschutz auf dem Teller“ sollen die unterschiedlichsten Personenkreise quer durch alle Bildungs- und Gesellschaftsschichten erreicht werden.[40] München Bayern 2011, 2012, 2015
Murks?_Nein_danke! Die Initiative deckt Produktmängel wie fest eingebaute Akkus auf und prangert mangelnde Reparaturfreundlichkeit an.[41] Berlin Berlin 2013, 2015
Vaude Der Produzent für Bergsportausrüstung wurde für sein "Second-Use"-Programm ausgezeichnet, das die Nutzungsdauer seiner Produkte verlängern soll. Tettnang Baden-Württemberg 2016

Ratsmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeitige Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. Juni 2013 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Berufung der Mitglieder für die nächste Amtsperiode bekannt gegeben.[42] Die Mitglieder des Rates werden für drei Jahre berufen.

Dem Gremium gehören an:

Ehemalige Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard de Haan - Ehem. kooptiertes Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung; Professor für Zukunfts- und Bildungsforschung an der Freien Universität Berlin, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade BNE (2005–2014)
  • Heinrich Graf von Bassewitz - Landwirt, Bundesbeauftragter für ökologischen Landbau des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Mitglied im Präsidium Deutscher Bauernverband
  • Philip Freiherr von dem Bussche - Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) e.V.. Mitglied von April 2001 - April 2002
  • Ursula Eid - Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D.
  • Joachim Faber - Senior Advisor der Allianz SE
  • Jochen Flasbarth - Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) e.V.. Mitglied von April 2001 - Januar 2003
  • Horst Frank - Oberbürgermeister der Stadt Konstanz. Mitglied von Mai 2003 - Mai 2010
  • Wolfgang Franz - Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim. Mitglied von April 2001 - März 2004.
  • Hans Geisler - sächsischer Staatsminister für Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie a.D.
  • Rainer Grohe - Ehem. Executivdirektor GALILEO, langjähriger Vorsitzender Umweltausschuss des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Mitglied von April 2001 - März 2007
  • Hermann Graf Hatzfeldt - Vorsitzender des Forest Stewardship Council in Deutschland. Mitglied von Mai 2003 - März 2007
  • Volker Hauff - Ehem. Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Bundesminister a.D. Mitglied von April 2001 - Mai 2010
  • Roland Heinisch - Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn Netz AG (DB Netz AG). Mitglied von April 2001 - März 2007
  • Claus Hipp - GmbH & Co. Vertrieb KG, Vizepräsident des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT). Mitglied von April 2001 - Januar 2003
  • Stefan Homburg - Professor für öffentliche Finanzen an der Universität Hannover, Mitglied der Föderalismus-Kommission. Mitglied von April 2004 - März 2007.
  • Eberhard Jochem - Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe, Center for Energy Policy and Economics (CEPE), Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), Zürich. Mitglied von April 2001 - März 2007
  • Margot Käßmann - Landesbischöfin der evangelisch-lutherischen Kirche Hannover. Mitglied von April 2001 - März 2004
  • Ute Klammer - Professorin für Politikwissenschaften, insbesondere Sozialpolitik an der Universität Duisburg-Essen. Mitglied von Juni 2008 - Mai 2010
  • Edward G. Krubasik - Ehem. Zentralvorstand Siemens, Honorarprofessor an der TU München. Mitglied von September 2006 - Mai 2010
  • Thomas Loster - Leiter der Münchener Rück Stiftung. Mitglied von September 2006 - Mai 2010
  • Edda Müller - Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) e.V.. Mitglied von April 2001 - März 2007
  • Franz-Josef Overbeck - Bischof von Essen. Mitglied von Juni 2010 - Juni 2011
  • Matthias Platzeck - Ministerpräsident des Landes Brandenburg. Mitglied von April 2001 - Mai 2003
  • Heinz Putzhammer - Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), gestorben am 27. Juni 2006. Mitglied von April 2001 - Juni 2006
  • Hans-Peter Repnik - Ehem. Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Jurist, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D.. Mitglied von Juni 2010 - Januar 2012
  • Jürgen Rimpau - Vorstandsmitglied der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft e.V., Halberstadt. Mitglied von Mai 2003 - Mai 2010
  • Josef Sayer - Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfwerkes MISEREOR. Mitglied von April 2001 - März 2007
  • Tobias Schlegl – Moderator. Mitglied von Mai 2004 - März 2007
  • Eric Schweitzer - Vorstandsmitglied ALBA Group plc & Co. KG; Präsident der DIHK
  • Georg Teutsch - Wissenschaftlicher Geschäftsführer Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ. Mitglied von Juni 2007 - Mai 2010
  • Klaus Töpfer - Ehem. Stv. Vorsitzender des Rates, Ehem. Undersecretary General, UN, Ehem. Executive Director des United Nations Environment Programme (UNEP). Mitglied von April 2001 - Mai 2010
  • Holger Tschense - Bürgermeister und Beigeordneter der Stadt Leipzig a.D.. Mitglied von Mai 2003 - Januar 2006
  • Christiane Underberg - Mitinhaberin Underberg KG. Mitglied von Juni 2007 - November 2008
  • Fritz Vahrenholt - Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG. Mitglied von April 2001 - März 2007
  • Eggert Voscherau - Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der BASF AG. Mitglied von Mai 2003 - Januar 2006
  • Susanne Weber-Mosdorf - Stellvertretende Generalsekretärin WHO. Mitglied von Juni 2007 - Dezember 2007
  • Hubert Weinzierl - Ehrenpräsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
  • Ranga Yogeshwar - Fernsehmoderator. Mitglied von Juni 2007 - August 2008
  • Angelika Zahrnt - Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
  • Jochen Zeitz - kooptiertes Mitglied des RNE; Verwaltungsratsvorsitzender von Puma SE; CEO der Sport- und Lifestyle-Gruppe und Chief Sustainability Officer von PPR

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsstelle mit Sitz in Berlin unterstützt den RNE inhaltlich und organisatorisch. Sie besteht aus einem Generalsekretär, einer Sekretärin, einer Medienreferentin und mehreren wissenschaftlichen Referentinnen und Referenten. Der Generalsekretär hält direkten Kontakt zur Bundesregierung, insbesondere zum Staatssekretärausschuss für Nachhaltige Entwicklung, zu den Ministerien und Behörden, zum Parlament, zur Wirtschaft, Wissenschaft und gesellschaftlichen Gruppen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) in Rio de Janeiro (1992) beschlossen damals 178 Staaten die Agenda 21, ein Aktionsprogramm für eine nachhaltige Entwicklung für das 21. Jahrhundert. Als Reaktion auf nationaler Ebene rief die damalige Bundesregierung den RNE ins Leben und ernannte im Februar 2001 dessen erste Mitglieder. Am 4. April 2001 wurde unter Bundeskanzler Gerhard Schröder in Berlin der Rat offiziell eingesetzt,[43] um die Regierung in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie zu beraten. Diese veröffentlichte die Bundesregierung ein Jahr später in 2002. Als zentrales Steuerungsgremium gilt der Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung. Zusätzlich dazu begleitet der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung (PBNE) die deutsche sowie europäische Nachhaltigkeitsstrategie parlamentarisch und durch Empfehlungen. Der PBNE besteht aus 22 Mitgliedern und konstituierte sich am 21. Januar 2010, nachdem der Bundestag am 17. Dezember 2009 seine Einsetzung beschlossen hatte (17/245).

Nach einer Auftaktveranstaltung am 28. September 2001 werden regelmäßig Jahreskonferenzen abgehalten.[44] Besuchten 2002 noch rund 600 Teilnehmer die Veranstaltung, hat sich die Anzahl mittlerweile weitaus mehr als verdoppelt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rat für Nachhaltige Entwicklung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Handlungsfelder des Reat für Nachhaltige Entwicklung im Lexikon der Nachhaltigkeit
  2. http://www.nachhaltigkeitsrat.de/projekte/eigene-projekte/nachhaltige-stadt/?blstr=0
  3. Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit Aktions-Website, Rat für Nachhaltige Entwicklung
  4. Werkstatt N, Projekt-Website, Rat für Nachhaltige Entwicklung
  5. Presseerklärung: Werkstatt N-Projekte und Werkstatt N-Impulse 2013
  6. Der Nachhaltige Warenkorb, Einfach besser einkaufen – Ein Ratgeber, Rat für Nachhaltige Entwicklung, April 2015 (PDF-Broschüre, 101 Seiten)
  7. Der Nachhaltige Warenkorb, online-Angebot, Rat für Nachhaltige Entwicklung
  8. BodenWertSchätzen - Wettbewerb zum Schutz des Bodens. In: bodenwertschaetzen.de. 8. Dezember 2015, abgerufen am 22. Mai 2016.
  9. mundraub.org, Freies Obst für freie Bürger, Werkstatt N, 2011, 2012
  10. fair-handeln! Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln, Werkstatt N, Berlin, 2015
  11. Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit, Werkstatt N, Bremen, 2013, 2016
  12. Forum Waschen, Plattform: http://forum-waschen.de/, Werkstatt N, 2011, 2012, 2015
  13. Zur Nachahmung empfohlen! Expedition in Ästhetik und Nachhaltigkeit, Werkstatt N, 2011
  14. Jugend gründet Online-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Schülerinnen, Schüler und Auszubildende zur ökonomischen Bildung und beruflichen Orientierung, Werkstatt N, 2015
  15. Synagieren Wirkcamp Darmstadt, Werkstatt N, 2011, 2012, 2013
  16. Nachhaltige Juniorenfirma „BücherboXX“, Werkstatt N, 2011
  17. Netzwerk Interkulturelle Gärten, Stiftung Interkultur, StadtLandschaften der Migrationsgesellschaft, Werkstatt N, 2011
  18. Kunst-Stoffe -Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien- e.V., Werkstatt N, 2011, 2012, 2013
  19. Theaterprojekt mit Straßenjugendlichen, Werkstatt N, 2013
  20. Ehrensache Natur - Freiwillige in Parks, Werkstatt N, 2013
  21. KinderAkademie im ländlichen Raum, Werkstatt N, 2012, 2016
  22. Glovico - die Fair Trade Sprachschule, Sprache Fairstehen, Werkstatt N, 2011, 2012, 2013
  23. Spree2011, Baden im Fluss. Mitten in Berlin, Werkstatt N, 2011
  24. 2° Campus, WWF
  25. WWF Schülerakademie 2°Campus , Werkstatt N, 2012, 2013, 2015
  26. Climate-KIC PhD Summer School "Energy Transition in Frankfurt: Overcoming Barriers to Change", Making Transitions Happen!, Werkstatt N, 2015
  27. Anwohner gestalten Ihren Park auf 11.000 m² – den kiezPARK der Fortuna in Berlin-Marzahn, Werkstatt N, 2013
  28. Für einen Journalismus, der fragt: Wie kann es weitergehen?, Perspective Daily
  29. Perspective Daily, Werkstatt N, 2016
  30. Fairmondo eG, Gutes einfach entdecken, Werkstatt N, 2016
  31. Gondwana-Collection Namibia, Werkstatt N, 2016
  32. ZZZ - ZwischenZeitZentrale Bremen, Werkstatt N, 2016
  33. "aids awareness expedition", Engagement im Kampf gegen HIV/Aids - Chancengleichheit und Bildung, Werkstatt N, 2011, 2012, 2015
  34. ACT e.V. - Führe Regie über Dein Leben!, Werkstatt N, 2012, 2013, 2015
  35. ASA-Programm, Das entwicklungspolitische Lern- und Qualifizierungsprogramm, Werkstatt N, 2015
  36. Junior Ranger, Das bundesweite Junior-Ranger-Programm ist ein gemeinsames Programm von EUROPARC Deutschland e.V. und den Nationalen Naturlandschaften mit Unterstützung durch WWF Deutschland und Town & Country Haus, Werkstatt N, 2012, 2013, 2015
  37. MARO TEMM ein Wohnprojekt für Sinti, MARO TEMM : Kulturbewahrung und Integration als täglicher Prozess und nachhaltiges Ziel - ein genossenschaftliches Wohnprojekt in S-H, Werkstatt N, 2015
  38. Norddeutsches Zentrum für Nachhaltiges Bauen, Ökologisches und energieeffizientes Bauen erleben und erlernen, Werkstatt N, 2015
  39. Switch - vier Tagen um die Welt, Werkstatt N, 2015
  40. Tierschutz auf dem Teller, Genuss mit gutem Gewissen, Werkstatt N, 2011, 2012, 2015
  41. Murks? Nein Danke!, Melde Murks und sage es weiter!
  42. Pressemitteilung der Bundesregierung vom 26. Juni 2013
  43. Manager-Magazin.de vom 12. Dezember 2001: Die Ereignisse im April, abgefragt am 2. Juni 2011
  44. [1], abgefragt am 12. Mai 2013