Rathaus Würzburg

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Rathaus Würzburg
Schaufassade des Hauptgebäudes

Schaufassade des Hauptgebäudes

Daten
Ort Würzburg, DeutschlandDeutschland Deutschland
Baustil Gotik, Barock, Neurenaissance
Besonderheiten
Rathaus, ehemaliges Klostergebäude
Rathauskomplex Würzburg (mittig)
Beim Grafeneckart 1 (mit Ratskeller), vor dem 2017 erfolgten Neuanstrich

Das Rathaus Würzburg ist ein Baukomplex in der Altstadt von Würzburg mit den Adressen Rückermainstraße 2, Karmelitenstraße 43, Beim Grafeneckart 1, Beim Grafeneckart 2 und Langgasse 1. Er wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und Anfang der 1950er Jahre rekonstruiert und wieder errichtet. Die Gebäude werden von der Stadtverwaltung genutzt. Das Rathaus kann vom Grafeneckart bis zur Rückermainstraße durchquert werden. Der neue Ratssaal im ersten Obergeschoss des Südflügels zeigt an den Saalwänden in Fresken von Wolfgang Lenz Szenen aus der Geschichte Würzburgs.[1]

Vor dem Krieg war das Rathaus zwischen 1898 und 1900 entstanden und 1904/1905 erweitert worden.[2]

Grafeneckart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg, Grafeneckart: Hinweistafel zum Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945. Dokumentationsraum
Ratskeller im Grafeneckart in Würzburg

Der Grafeneckart ist der älteste erhaltene romanische Profanbau der Stadt Würzburg. Im Jahr 1316 erwarb die Würzburger Bürgerschaft den Hof und nutzte ihn als Rathaus.[3] Im Erdgeschoss des Grafeneckart befindet sich ein Dokumentationsraum über die Bombardierung von Würzburg am 16. März 1945. Die total zerstörte Innenstadt ist in einem Modell dargestellt. Der Grafeneckart selbst wurde 1950 wieder instandgesetzt.[4] Im Dienstgebäude Beim Grafeneckart 1 ist das Baureferat untergebracht.[5] Von 1912 bis zur Eröffnung am 31. Januar[6] 1918[7] entstand der heutige Ratskeller als Gaststätte. Der Ratskeller wurde nach dem Bombardement von 1945 im Jahr 1973 wieder hergestellt.[8]

Südlicher Eingang zum Rathaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg, Rathaus: südlicher Eingang
Hochwassermarken am südlichen Eingang zum Rathaus

Gegenüber dem Vierröhrenbrunnen befindet sich der südliche Eingang zum Rathaus. An der Eingangspforte erinnern Jahreszahlen und Marken an besondere Hochwasserstände.

Denkmalaspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gebäudekomplex ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.[9] Die Beschreibung lautet:

„Historisch gewachsene Gruppe von Bauten verschiedener Epochen, die ganze Anlage 1947–1951 wiederaufgebaut.

Grafeneckartbau, fünfgeschossiger massiver Satteldachbau und Turm mit Spitzhelm und Laterne, romanischer Kern um 1200, gotischer Umbau mit Turmerhöhung 1453, Aufstockung mit Renaissance-Volutengiebel durch Wolf Behringer 1593/94, Barockportal bezeichnet 1695; Kellerbau, frühes 15. Jahrhundert, mit ehemaliger Ratskapelle, gotisch, 1399.

Roter Bau, zweigeschossiger Satteldachbau mit reich gegliederter Rotsandsteinfassade und Volutengiebel, Renaissance, Philipp Preiss und Sebastian Villinger, 1659/60.

Ehemaliges Klostergebäude der unbeschuhten Karmeliten, seit Abbruch der Klosterkirche als dreigeschossige verputzte Dreiflügelanlage mit geohrten Fensterrahmungen und Walmdächern in Erscheinung tretend, Mittelrisalit mit Mansardwalmdach und Kolossalgliederung, barock, um 1720.

Erweiterungsbau an der Karmelitenstraße, langgestreckter dreigeschossiger Satteldachbau mit reicher Rotsandsteinfassade, Dachaufbau verändert, Neurenaissance, Peter Bernatz, 1898/99“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rathaus Würzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sehenswürdigkeit - Grafeneckart und Rathaus
  2. [Harm-Hinrich Brandt]]: Würzburger Kommunalpolitik 1869–1918. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), S. 64–166 und 1254–1267; hier: S. 138.
  3. Würzburg, Altes Rathaus, Grafeneckart: Informationstafel
  4. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1242.
  5. http://www.wuerzburg.de/de/buerger/aemter-a-z-oeffnungszeiten/addr_/Baureferat/index.html?detID=401112
  6. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1236.
  7. Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band 1, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1967, S. 86 (Der Ratskeller).
  8. Geschichte des Grafeneckarts und des Ratskellers in Würzburg
  9. Denkmalliste für Würzburg beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalnummer D-6-63-000-37

Koordinaten: 49° 47′ 37″ N, 9° 55′ 41″ O

Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Ehemaliges Gefängnis (Lochgefängnis im Turm), einzelne Bauten
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