Ratsgymnasium Goslar

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Ratsgymnasium Goslar
Südansicht des Ratsgymnasium Goslars
Schulform Gymnasium
Gründung 1528
Adresse

Schilderstraße 10/11

Ort Goslar
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 54′ 31″ N, 10° 25′ 31″ OKoordinaten: 51° 54′ 31″ N, 10° 25′ 31″ O
Träger Landkreis Goslar
Schüler 736 (2016/17)[1]
Lehrkräfte etwa 60
Leitung Hans-Peter Dreß
Website www.ratsgymnasium-goslar.de

Das Ratsgymnasium (kurz: RG) ist eines der beiden Gymnasien in Goslar, Niedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde das Ratsgymnasium vermutlich um 1528, nach einem Aufruf Martin Luthers, christliche Schulen zu bauen. Die Schule hieß damals noch Marktschule und stand unter der Leitung des Theologen Michael Volumetius (1528–1542). Die Schule kann somit auf eine 480-jährige Geschichte zurückblicken; sie gehört damit zu den ältesten Schulen in Niedersachsen.

Während des Dreißigjährigen Krieges gewann die Schule durch den Rektor Magister Johannes Nendorf großes Ansehen. 1804 wurde aus der Lateinschule eine höhere Bürgerschule. 1888 bezog die Schule das noch heute genutzte neoromanische Gebäude an der Schilderstraße, das in zweijähriger Bauzeit nach einem Entwurf des renommierten Hannoverschen Architekten Hubert Stier entstanden war.[2] Im Jahre 1953 verlieh der Rat der Stadt Goslar der Schule den Namen „Ratsgymnasium“ – ein Zeichen der Verbundenheit und der Anerkennung ihrer besonderen Leistungen.

1958 wurde wegen Platzmangels der Neubau angebaut. Dieser erhielt 1959 und 1981 zwei modern ausgestattete Anbauten für Biologie, Chemie, Physik, sowie Musik, Kunst und Werken, ferner einen Medienraum und ein Fotolabor. Seit 1972 ist die früher reine Jungenschule eine gemischte. Mit der Auflösung der Orientierungsstufe in Niedersachsen erhielt die Schule einen weiteren Anbau. In diesem Zusammenhang wurde das Ratsgymnasium in den letzten Jahren von Grund auf renoviert. Dabei bekam die Aula mit ihrer neu gestalteten Bühne für schulische und städtische Veranstaltungen eine besondere Bedeutung. Eine moderne Sporthalle (Alfred-Schwarzmann-Halle) vervollständigt den Komplex.

Zum Einzugsbereich der Schule gehören Langelsheim, Wolfshagen, Oker oder auch Lautenthal, Astfeld, Bredelem, Immenrode und Lutter am Barenberge. Direktor ist zurzeit Oberstudiendirektor Hans Peter Dreß. Etwa 700 Schüler werden von ungefähr 60 Lehrern in den Klassenstufen 5 bis 12 unterrichtet.

Als Schulträger löste am 1. Januar 2014 der Landkreis Goslar die Stadt Goslar ab. Die Schule besitzt eine umfangreiche historische Schulbibliothek (Bände ab dem 16. Jahrhundert), eine Mineralien-/Fossiliensammlung und Sammlungen historischer Wandkarten und -bilder sowie biologischer Präparate.

Fachbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Ratsgymnasium handelt es sich um ein altsprachliches, neusprachliches und mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium (offizielle Bezeichnung). Angeboten werden neben den üblichen Fächern auch Altgriechisch, Latein und eine Bläserklasse.

Austauschprogramme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßig finden internationale Schüleraustausche statt. Hier lernen die Schüler Sprache, Kultur und Mentalität der Menschen kennen. Derzeit bestehen fünf Schulaustauschprogramme:

Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Gidion: Geschichte des Ratsgymnasiums Goslar. Goslar 1969.
  • G. Muschwitz (Red.): 450 Jahre Ratsgymnasium Goslar. 1528–1978 (Festschrift). Goslar 1978.
  • Gemeinsam mit dem Christian-von-Dohm-Gymnasium gab das Ratsgymnasium von 1965 bis 1970 die Zeitschrift Pausenzeichen – Freie, unabhängige Schülerzeitschrift der Goslarer Gymnasien heraus.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ratsgymnasium (Goslar) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schülerstatistik Allgemein bildende Schulen im Landkreis Goslar Schuljahr 2016/17, aufgerufen am 20. Juli 2017
  2. Datensatz zu Hubert Stier in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902), zuletzt abgerufen am 5. Oktober 2014
  3. Vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek